Friedrichsgemeinde Worms
FriedrichsgemeindeWorms

Exaudi

Es kommt die Zeit,
in der die Träume sich erfüllen

Gottesdienst zum Sonntag Exaudi 2020,
24. Mai 2020
von Dorothea Zager,
Pfarrerin der Friedrichsgemeinde Worms

Sie sind eingeladen,
um 10.00 Uhr eine Kerze anzuzünden.

So verbinden Sie sich mit all denen, die ebenfalls heute Morgen diesen Gottesdienst feiern.

 

Musik zur Einstimmung
und Eingangslied EG 136,1+2+4

Rudolf Mauersberger (1889–1971), O komm, du Geist der Wahrheit, RMWV 447
Ausführende: Brass-Collegium unter Enrico Langer.

Die drei Strophen des Wochenlieds EG 136,1+2+4 können Sie gleich mitsingen. Die Choralbegleitung ist integriert. Singen Sie mit!

Festliches Eingangsstück mit Eingangslied 136,1+2+4
R. Mauersberger O komm, du Geist der Wah[...]
MP3-Audiodatei [8.3 MB]

Eingangsvotum

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Eingangspsalm 27

Wenn Sie die Andacht zu zweit feiern, können Sie diesen Psalm im Wechsel lesen.

Der Herr ist mein Licht und mein Heil;

vor wem sollte ich mich fürchten?

Der Herr ist meines Lebens Kraft;

vor wem sollte mir grauen?

Eines bitte ich vom Herrn, das hätte ich gerne:

dass ich im Hause des Herrn bleiben könne mein Leben lang,

zu schauen die schönen Gottesdienste des Herrn

und seinen Tempel zu betrachten.

Denn er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit,

er birgt mich im Schutz seines Zeltes

und erhöht mich auf einen Felsen.

Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe;

sei mir gnädig und erhöre mich!

Mein Herz hält dir vor dein Wort:

„Ihr sollt mein Antlitz suchen.“

Darum suche ich auch, Herr, dein Antlitz.

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir,

verstoße nicht im Zorn deinen Knecht!

Denn du bist meine Hilfe; verlass mich nicht

und tu die Hand nicht von mir ab, Gott, mein Heil!

Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich,

aber der Herr nimmt mich auf.

Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde

die Güte des Herrn im Lande der Lebendigen.

Harre des Herrn!

Sei getrost und unverzagt und harre des Herrn!

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Kollektengebet

Du naher und doch manchmal so ferner Gott.

Als dein Sohn uns deinen Heiligen Geist verheißen hat, wusstest du genau, wie sehr wir einen solchen Geist nötig haben.

Gerade versuchen wir, nach dem Corona-Lockdown langsam wieder zur mehr Freiheit zurückzukehren. Aber wir sind unsicher. Die einen haben Angst vor einer Rückkehr der Pandemie. Andere können es kaum erwarten, und gehen leichtsinnig mit der neugewonnenen Freiheit um.

Wir irren ängstlich durch unser Leben und sehnen uns nach einem Geist, der uns die Richtung weist.

Verschwörungstheorien und Falschmeldungen verwirren uns, und wir wissen nicht mehr, was gut und was böse, was richtig und was falsch ist. Dann sehnen wir uns nach einem Geist, der uns die Wahrheit erkennen lässt.

Vater, du siehst, wie sehr wir deinen Geist und deine Kraft der Besonnenheit unter uns brauchen.

Wir bitten dich: In die Grauzonen unseres Handelns und unseres Denkens sende du den Lichtblick des Heiligen Geistes:
Mache uns wahrhaftig,
unser Denken klar,
unser Reden ehrlich
und unser Handeln glaubwürdig.

Das bitten wir dich durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Epistellesung
Die Verheißung des Heiligen Geistes
(Joh 14,15-19)

Christus spricht: Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten.

Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit:

den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.

Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch.

Es ist noch eine kleine Zeit, dann sieht die Welt mich nicht mehr. Ihr aber seht mich, denn ich lebe, und ihr sollt auch leben.

An jenem Tage werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch.

Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist‘s, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

Spricht zu ihm Judas, nicht der Iskariot: Herr, was bedeutet es, dass du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt?

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.

Wer aber mich nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein Wort, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat.

Das habe ich zu euch geredet, solange ich bei euch gewesen bin.

Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott den Vater,

den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde

und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel,

er sitzt zur Rechten Gottes,

des allmächtigen Vaters,

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige, christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten

und das ewige Leben. Amen.

Lied vor der Predigt

EG 134,1+2: Komm, o komm, du Geist des Lebens

Predigt zu Jeremia 31,31-34

Predigttext:

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen,
nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie nicht gehalten haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR;
sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein.
Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: „Erkenne den Herrn“, sondern sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der Herr; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.

Sie haftet uns an. Sie sitzt uns in den Gliedern. Sie steckt uns in den Knochen. Wirklich los werden können wir sie nie: die Vergangenheit.

Manchmal sind es Bilder, manchmal Musik oder nur ein vertrauter Duft: plötzlich ist sie wieder da, die Erinnerung. Da fällt es uns wieder ein: Schönes, Glückliches, manchmal Schmerzliches, verpasste Chancen, Fehler, Schuld. Wirklich los werden wir Vergangenes nicht.

Am haltbarsten erweist sich dabei die Schuld.

Sigmund Freud hat uns die Welt des Unbewussten erklärt. Er, der unseren christlichen Glauben nicht teilen konnte, blieb doch ein Leben lang verbunden mit der biblischen Sicht auf den Menschen: der Mensch als ein Wesen, das nicht „Herr im eigenen Haus“ ist. Freud hat den Menschen als ein Lebewesen beschrieben, das ein Leben lang mühsam die Balance herstellen muss zwischen den Kräften des Unbewussten und einem alltagstauglichen bewussten Leben.

Den Weg, den Freud vorschlägt, ist ein harter und schmerzhafter: Dem leidenden Menschen bleibt gar nichts anderes übrig, als in die Welt seines Unbewussten, in die Schatten der Vergangenheit hinabzusteigen, um Krankheiten der Seele und des Körpers zu heilen. Eingefleischte Verwundungen, gelernte Verhaltensweisen, die krank machen – sie müssen ans Tageslicht. Und dort überwunden werden.

Vielleicht gehen deshalb viele Menschen zum Psychologen, wenn sie seelische und psychosomatische Leiden haben, oder zum psychologisch geschulten Therapeuten oder Lebensberater, wenn sie mit ihrem Leben unzufrieden sind. Wie gesagt: Es ist ein harter und schmerzvoller Weg ins Unbewusste, und dann wieder nach oben. Und nicht selten hilft selbst diese Rosskur nicht, das Vergangene zu überwinden und ruhen zu lassen.

 

Die Bibel zeigt uns einen anderen Weg auf, mit unserer Vergangenheit ins Reine zu kommen: mit der unschätzbar wertvollen Kraft der Vergebung Gottes.

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen.

Im Unterschied zur psychologischen Wissenschaft hält es der gläubige Jude oder Christ für möglich, dass Gott selbst die Zeit heraufführt, in der das Wunder der Vergebung geschieht.

Nicht ein blindes Schicksal beherrscht mich. Nicht Körpersäfte und Seelenkräfte, schon gar nicht Sternbilder oder Chakras bestimmen, wer ich bin.

„Ich“ bin nicht meine Fröhlichkeit und meine Traurigkeit. Ich bin nicht meine Angst und nicht mein Mut. Ich bin nicht meine Jugend oder mein Alter. All das gehört zu mir, ja, aber ich bin dadurch nicht definiert. Was mich definiert, was mich im Innersten ausmacht und zusammenhält, ist Gott selbst, der mich erschaffen hat und mich durch dieses Leben begleitet.

Gottes Kraft steht und wirkt weit über allem, was ich fühle, denke und tue. Das Geheimnis meines Lebens ist nicht mein Gesundheitszustand oder mein Seelenzustand, sondern der lebendige Gott, der mir dieses Leben geschenkt hat.

Unerhörte Rede vor dem kritischen wissenschaftlichen Forum! Doch ernst zu nehmende Wissenschaftler reden Juden und Christen ihren Gott nicht aus. Sie können akzeptieren, dass „Gott“ eine Deutung ist, wie Menschen ihre Lebenswirklichkeit verstehen können. Vielleicht war das Freuds wirklich wichtiger Fehler, dass er die Religiosität des Menschen pauschal als „kollektive Zwangsneurose“ abtat.

Was ist aber nun mit der Vergangenheit? Mit der Bewältigung dessen, was ich mein Leben lang mit mir herumschleppe?

Hören wir noch einmal die Worte des Jeremia:

„Es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen.“

Zu seiner Zeit wird Gott einen neuen Bund schließen

„... nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie nicht gehalten haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der Herr.“

Jeremia spricht von einer neuen Befreiung aus der Sklaverei.

Nicht aus Ägypten wie damals 1200 Jahre vor Jesus Christus, zur Zeit des Mose und des Pharao von Ägypten. Nicht mit Geboten auf Steintafeln wird das Volk im Zaum gehalten. Einen Menschen, einen religiösen und politischen Führer wie Mose wird es dazu auch nicht mehr brauchen. Man wird dann sagen: Das Vorige war ein großer Versuch Gottes mit den Menschen; aber er ist nicht an sein Ziel gekommen.

Trotz aller göttlichen Fürsorge, obwohl das Volk sein ihm versprochenes Land bekommen hat, obwohl es durch die Zehn Gebote wusste, wie es sich seine Freiheit erhalten konnte durch deren Befolgung im täglichen Leben, trotz furchtbarer Lektionen in der Geschichte des Volkes hat es nicht das gelernt, was es hätte lernen sollen: wie es geht, miteinander und mit den Fremden friedlich und erfüllt zu leben.

Schon zur Zeit des Jeremia war deutlich zu erkennen: Dieser Versuch war gescheitert. Israel taumelte auf ein noch schlimmeres Schicksal zu wie das der Sklaverei in Ägypten. Die Vergangenheit saß ihnen noch in den Knochen. Und die Zukunft kam bedrohlich auf sie zu, weil sie in der Gegenwart Gottes Willen nicht in die Tat umsetzten.

Wie gut kennen wir das, liebe Lesende.

Unsere Vergangenheit sitzt uns noch in den Knochen. Verderben, Krieg und millionenfaches Leid hat sie uns gebracht. Uns und unseren Glaubensgeschwistern des ersten Bundes. Aber schon wieder dröhnen Springerstiefel über’s Pflaster, werden nationalsozialistische Parolen gegröhlt und „den Juden“ die Schuld gegeben an den Problemen der Gegenwart. Und genau in dieser Gegenwart verpassen wir es erneut, so zu leben, wie Gott es von uns fordert: in Liebe und Respekt vor jedem Lebewesen auf diesem Planeten, und in Toleranz gegenüber Menschen jeder Rasse, Hautfarbe, Nationalität, Sprache oder Religion.

Auch bei uns scheitert der Versuch. So wie er in der langen Geschichte Gottes mit den Menschen immer und immer wieder gescheitert ist. Deshalb hat Gott noch einmal ganz von vorne angefangen. Anders als bisher. Eine völlig neue Freiheit aus der Sklaverei:

„.. sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein.“

Jeder wird zu dieser göttlichen Zeit selber im Herzen tragen, was menschliches Leben ist und was er oder sie dazu beitragen kann. Und niemand wird wie heimatlos auf dieser Erde dahintreiben, verloren zwischen all den verlockenden Angeboten und vielen Wegen, die ein Mensch gehen kann. Jeder wird einen inneren Sinn in sich tragen, einen Glaubens-Kompass, mit dem er oder sie den eigenen Weg findet und das Ziel nicht aus den Augen lässt.

„Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: ‚Erkenne den HERRN‘, sondern sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR.“

Dann werden Menschen einander nicht mehr bevormunden.

Niemand wird den anderen kleinmachen und von oben herab belehren.

Stattdessen werden die Menschen es lernen, einander mitzuteilen von dem, was sie bewegt. Sie werden es riskieren, zueinander ehrlich und offen zu sein, dabei immer auch voller Achtung für den anderen. Respekt wird dann nicht das sein, was ein „Kleiner“ einem „Großen“ schuldet, sondern sie werden sich alle gegenseitig respektieren.

Ehe jemand gegen einen anderen vorgeht, wird er versuchen, zu verstehen, was den anderen umtreibt.

Natürlich fragen wir uns jetzt: Ist denn diese Zeit nicht erfüllt worden? Ist diese neue Freiheit und dieser neue Bund nicht in Jesus von Nazareth zu uns gekommen? Wieso ist es denn dann immer noch so, dass wir den rechten Weg nicht finden, immer noch schuldig werden und an unserer Schuld immer noch schwer tragen?

Die neue Freiheit aus der Sklaverei ist tatsächlich schon da. Aber nur für diejenigen, die sie auch ergreifen! Dann erst, wenn ich glaube, wird verbunden, was getrennt war:

Meine durchwachsene, auch von Leid getränkte, auch von Schuld besetzte Vergangenheit wird in Christus aufgehoben. „Christus versöhnt dich mit deiner Vergangenheit.“ hat Frère Roger in Taizé gesagt.

Was mir in den Knochen sitzt, bleibt wohl da sitzen bis zu meinem letzten Tag auf dieser Erde; aber es muss mich nicht mehr quälen. Meine Vergangenheit gehört zu mir, aber sie muss meine Gegenwart nicht überschatten. Der Gott der Bibel erweist sich auch mir als die Macht, die aus Knechtschaften in Freiheit führt! Was immer war: Gott ist Verzeihen. Noch einmal Frère Roger: „Gott ist grenzenloses Verzeihen. Gott kann nur seine Liebe schenken.“

Es gibt Psychologen, die sagen: Den „Trick“ mit der Vergebung der Sünden – das habt ihr glaubenden Menschen unseren Möglichkeiten voraus.“ Ich glaube nicht, dass Vergebung ein „Trick“ ist. Ich will auch gar nicht mit Psychologen streiten, wer denn nun Recht hat oder den Menschen mehr oder weniger hilft.

Ich lese die Bibel und finde darin Worte, die mir helfen, das Vergangene ruhen zu lassen, und die Gegenwart dankbar und getröstet aus Gottes Hand zu nehmen:

„... denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.“

Amen.

Lied nach der Predigt

EG 560,1-4: Es kommt die Zeit, in der die Träume sich erfüllen

Fürbittengebet

Himmlischer Vater, deine Schöpfung wartet auf den Tag, da du sie zu ihrer Vollendung führst und alles zum Guten wendest, was jetzt im Argen liegt.

Darum bitten wir, deine Gemeinde, um Ausdauer und Geduld für uns, dass wir nicht darin nachlassen, einander zu lieben und füreinander zu beten.

Wir bitten dich für die Menschen, die an ihrer Vergangenheit zu schwer tragen und darüber krank werden. Nimm ihre Last von ihren Schultern und mache sie frei.

Wir bitten dich für die Politiker und Politikerinnen, dass sie ihre Kraft und ihre Besonnenheit darauf richten, die Welt zu schützen und den Frieden zu bewahren.

Erfülle uns mit deinem Geist. Befreie uns von der Last der Vergangenheit. Stärke uns für unsere Aufgaben in der Gegenwart. Und führe uns in eine helle und friedliche Zukunft. Amen.

Gebetstille

Vaterunser

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Schlusslied

EG 135,4+5: Güldner Himmelsregen

EG 135,4+5 Güldner Himmelsregen.mp3
MP3-Audiodatei [3.2 MB]

Bitte um den Segen

Der Herr segne uns und behüte uns.

Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über uns und sei uns gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht über uns und gebe uns Frieden +. Amen.

 

Musik zum Ausklang

Johann Sebastian Bach, Kantate BWV 183 „Sie werden euch in den Bann tun", Schlusschoral.
Ausführende: Sir J. E. Gardiner, EBS, Monteverdi Choir

 

Schlusschoral
J.S. Bach Cantata BWV 183 „Sie werden eu[...]
MP3-Audiodatei [2.4 MB]

© Dorothea Zager, Worms,
und Rainer Kopisch (Predigtidee)

Veröffentlichung nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Verfasser

 

 

 

Ich danke meinem Ehemann, Prof. Dr. Werner Zager, für das Einspielen der Choralbegleitung,
und Kantor Stefan Kauffmann für die Beratung bei der Auswahl der freien Musikstücke.

 

Bildnachweise:

Believe in yourself, pixabay, gemeinfrei

Last, 123rf; nicht gemeinfrei.

Weg in die Freiheit, 123rf; nicht gemeinfrei.
Die Lizenzen wurden nur für dieses Medium erworben.

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