Misericordias Domini

Auf der Spur des Hirten

Gottesdienst zum Sonntag
Misericordias Domini 2020
von Dorothea Zager,
Pfarrerin der Friedrichsgemeinde Worms

 

Sie sind eingeladen, um 10.00 Uhr eine Kerze anzuzünden.

So verbinden Sie sich mit all denen, die ebenfalls heute Morgen diesen Gottesdienst feiern.

Musikalische Einstimmung

Johann Sebastian Bach, Arie „Schafe können sicher weiden“ aus Kantate BWV 208 (1713), eingerichtet für Cello solo, zwei Blockflöten und Basso Continuo, Interpreten: nexus baroque (Julia Andres, und Yeuntae Jung: Blockflöten, Hyngun cho: Barockcello, Amandine Affagard: Theorbe, Jean-Christophe Dijoux: Cembalo)

Einstimmung

Gott sei Dein Hirte,
der Dir das geben möge, was Du zum Leben brauchst:

Wärme, Geborgenheit und Liebe,
Freiheit und Licht
und das Vertrauen zu ihm,
zu Deinen Mitmenschen und zu Dir selbst.

Auch in dunklen Zeiten und schmerzhaften Erfahrungen
möge Gott Dir beistehen
und Dir immer wieder Mut
und neue Hoffnung schenken.

In Situationen der Angst
möge er in Dir die Kräfte wecken,
die Dir helfen, all dem, was Du als bedrohlich erlebst,
standhalten zu können.

Gott möge Dich zu einem erfüllten Leben führen,
dass Du sein und werden kannst,
wie Gott Dich gemeint hat.

(Autor/in unbekannt)

Eingangslied

EG +86,1-5: Der Herr, mein Hirte, führet mich

Der Herr, mein Hirte, führet mich
EG +86,1-5 Der Herr, mein Hirte, führet [...]
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Eingangsvotum

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Eingangspsalm

Wenn Sie die Andacht zu zweit feiern, können Sie diesen Psalm im Wechsel lesen.

Der Herr ist mein Hirte,

mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf einer grünen Aue

und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele.

Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,

fürchte ich kein Unglück;

denn du bist bei mir,

dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch

im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl

und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,

und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Gebet

Ach guter Gott, unser Hirte,
sieh uns an, was die letzten Wochen aus uns gemacht haben.

Wir sind zerstreut wie eine Herde, in die der Wolf gefahren ist.

Die unsichtbare Gefahr des Coronavirus hat uns ängstlich und unsicher gemacht.

Wir suchen die Nähe zum andern, und dürfen uns doch nicht gegenseitig wärmen.

Wir sind innerlich zerrissen, weil wir uns so nacheinander sehnen und uns doch gegenseitig schützen wollen.

Unsere Kirche ist leer. Die Orgel ist stumm. Die Kerzen verloschen.

Wann dürfen wir wieder zusammen sein?

 

Weil du unser guter Hirte bist, bitten wir dich:

Führe uns bald wieder zusammen.

Lass uns wieder neue Freude erleben an Gemeinschaft, an Gesprächen, an innerlicher und körperlicher Nähe.

Wir bitten dich nicht, dass alles so wird wie vorher.

Denn vieles war nicht gut. Das bekennen wir dir.

Aber wir haben gelernt, dass wirtschaftlicher Gewinn, persönlicher Erfolg und endloses Vergnügen nicht das Wichtigste sind – sondern Gemeinschaft, Liebe, Zusammenhalt und Gottvertrauen.

Gib unserer Menschheit und unserer Welt eine neue Chance. Mach uns wieder gesund.

Das bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Evangeliumslesung

Johannes 10,11-18.27-30:

Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.

Der Mietling, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht – und der Wolf stürzt sich auf die Schafe und zerstreut sie –, denn er ist ein Mietling und kümmert sich nicht um die Schafe.

Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt; und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe.

Lucas Cranach d.J., Christus als guter Hirte

Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.

Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, auf dass ich‘s wieder empfange.

Niemand nimmt es von mir, sondern ich selber lasse es. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wieder zu empfangen.

 

Dies Gebot habe ich empfangen von meinem Vater.

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir;

und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.

Was mir mein Vater gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann es aus des Vaters Hand reißen.

Ich und der Vater sind eins.

Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Halleluja!

Halleluja!

Halleluja!
Halleluja.mp4
MP3-Audiodatei [432.6 KB]

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde

und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel,

er sitzt zur Rechten Gottes,

des allmächtigen Vaters,

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige, christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten

und das ewige Leben. Amen.

Wochenlied

EG 274,1-5: Der Herr ist mein getreuer Hirt

Der Herr ist mein getreuer Hirt
EG 274,1-5 Der Herr ist mein getreuer Hi[...]
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Predigt

über Hesekiel 34,11-16.31

Auf der Spur des Hirten

Liebe Lesende!

Beim Autofahren ist es immer das gleiche: Der Fahrer – oder die Fahrerin – konzentriert sich auf den Straßenverkehr. Beifahrende und die Kinder hinten dösen in die Landschaft hinaus und versuchen die Zeit rumzubringen.

Es gibt nur wenige Dinge beim Autofahren, die uns aufwecken und uns auf den ersten Blick fröhlich machen.

Ein Hirte und seine Herde gehören dazu: „Da! Guck mal da, Schafe!“ Und alle sind augenblicklich wach und gucken schnell hin. Und man freut sich daran.

Erst erkennen wir die beige-grauen Fellknäulchen über der Wiese verteilt. Und dann suchen wir schnell auch noch ihn, wenn’s die Geschwindigkeit erlaubt, ehe die Herde vor unseren Augen verschwindet.

 

Er ist meistens erst auf zweiten Blick zu entdecken. Irgendwo am Rand steht er: der Schäfer! Eine Idylle irgendwie – ein Anblick zum träumen, ein friedlicher Anblick. Vielleicht auch, weil er so selten geworden ist in unserer Zeit.

Gott, dargestellt im Bild des guten Hirten – das ist das Thema dieses Sonntags.

Wenn die Konfirmanden ihren Konfirmationsspruch selber aussuchen dürfen, dann ist auch er jedes Jahr mit dabei, der Spruch aus dem 23. Psalm: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

Ein katholischer Kollege äußerte einmal, was für die Katholiken das „Ave Maria“, sei für uns Protestanten der 23. Psalm, so etwas wie eine eiserne Ration, auf die wir uns verlassen können – wenn auch sonst vieles in unserem Glauben verschüttet oder nicht mehr richtig präsent ist. Den Psalm 23, den kennen wir. Und den können wir auch verstehen.

Allerdings ist das ja zunächst nicht gerade eine beglückende Vorstellung, ein Schaf zu sein. Ich erinnere mich, wie eins unserer Kinder einmal vor Weihnachten aus der Schule kam und von der Verteilung der Rollen für das Krippenspiel berichtete. Enttäuscht und aufgebracht sagte es: „Ich wollte so gerne ein Engel sein, und nun bin ich nur ein Schaf.“

Wirklich keine dankbare Rolle. Und wofür muss das Schaf nicht herhalten, wenn wir uns gegenseitig mit diesem Wort betiteln! „Schaf“ ist wahrlich kein Kompliment.

Aber merkwürdig: Obwohl ich das weiß, bleibt das Bild vom Hirten und seiner Herde davon fast unberührt und behält seine Aussagekraft und die Fähigkeit, mein Vertrauen zu wecken und zu tragen.

Was einen guten Hirten ausmacht, klingt auch in den Sätzen an, die unser heutiger Predigttext sind. Sie stehen im 34. Kapitel des Hesekielbuches. Der Prophet sagt sie als Gottes eigene Botschaft an sein Volk weiter. Ich lese die Verse 11-16:

So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen.
Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt sind, so will ich meine Schafe suchen und will sie erretten von allen Orten, wohin sie zerstreut waren zur Zeit, als es trüb und finster war.
Ich will sie aus allen Völkern herausführen und aus allen Ländern sammeln und will sie in ihr Land bringen und will sie weiden auf den Bergen Israels, in den Tälern und an allen Plätzen des Landes.
Ich will sie auf die beste Weide führen, und auf den hohen Bergen in Israel sollen ihre Auen sein; da werden sie auf guten Auen lagern und fette Weide haben auf den Bergen Israels.
Ich selbst will meine Schafe weiden, und ich will sie lagern lassen, spricht Gott der HERR.
Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken und, was fett und stark ist, behüten; ich will sie weiden, wie es recht ist.
Ja, ihr sollt meine Herde sein, die Herde meiner Weide, und ich will euer Gott sein, spricht Gott der HERR.

Das klingt wunderbar.

Muss aber auch erst in unsere Wirklichkeit übertragen werden. Was heißt das denn nun konkret, dass Gott uns weidet, dass er uns sucht, dass er uns Frieden schenkt?

Das heißt zum einen: Gott ist mir immer nah. Manchmal nur ganz still – aber verlässlich und treu. Er weiß den Weg für mich. Und er führt mich – sanft aber bestimmt.

Und das heißt zum anderen: Ich bin immer von anderen umgeben, die auch zu Gott gehören. Meine Gemeinde, die mich schützt, und die auch mich braucht. Ich bin also nicht nur Schaf in der Herde, sondern zugleich Hirte für die anderen.

 

Das Leben mit Gott als Hirten bedeutet zunächst:
Friede

Sie kennen vielleicht die Hirten, die in Norddeutschland mit ihren Schafherden an den Deichen entlang ziehen oder in der Lüneburger Heide das Heidekraut kurz halten.

Das erste, was wir beim Anblick einer Herde empfinden, ist „Friede“.

Es ist unglaublich beruhigend, solchen Schafherden zuzusehen. Wie die Schafe so friedlich umeinander wuseln, gerade jetzt im Frühjahr mit den Lämmern dabei, so eine Schafherde mit ihrem Hirten gibt für mich immer ein Bild des Friedens ab. Die Schafe leben miteinander in einer Herde. Sie sind kein Freundes- und Bekanntenkreis, sondern eine Zufallsgemeinschaft.

Manchmal beginne ich beim Anblick einer solchen Herde davon zu träumen, dass wir als Menschen auch so friedlich miteinander leben könnten.

Aber spätestens, wenn ich die Nachrichten ansehe, spüre ich, dass wir es noch lange nicht geschafft haben, den Frieden, den Gott uns geschenkt hat, wirklich zu leben.

Krieg und Gewalt bestimmen immer noch das Leben auf unserem Planeten. Blutvergießen und Hass die Kriegsgebiete der Welt. Unfreundlichkeit, Egoismus und oft sogar Kriminalität unser Land – gerade auch jetzt in Zeiten der Pandemie.

So sagt uns dieses Bild vom guten Hirten zuallererst:

Wenn Gott Euch behütet, müsst Ihr Euch uns um nichts sorgen. Wenn Gott für uns sorgt, kommt keiner zu kurz. Deshalb fürchtet Euch nicht, sondern seid friedlich und liebevoll im Umgang miteinander.

So ist es der Wunsch Eures Hirten.

 

Das Leben mit Gott als Hirten bedeutet als zweites:
Fürsorge

Das zweite, was mir beim Anblick der Schafe und ihres Hirten auffällt, ist der Umgang des Hirten mit seinen Schafen.

Der Hirte steht scheinbar nur herum. Er lässt die Schafe einfach laufen. Aber er hat sie dennoch immer im Auge. Er beobachtet sie und ist für sie da. Er achtet darauf, dass keines verschwindet.

So wie Gott es auch mit uns macht. Bei kleinen Kindern oder Enkelkindern tun wir das auch. Da stehen wir daneben, geben acht, wenn sie im Sandkasten spielen, dass sie nichts in den Mund stecken, dass sie auf dem Spielplatz nicht fallen. Im Haus passen wir auf, dass sie nichts in die Hand nehmen, womit sie sich verletzen könnten. Aber wir lassen sie gewähren. Sich selbst ausprobieren. Leben und Lernen.

Genauso ist auch Gott uns nah. Er lässt uns gewähren. Uns selbst ausprobieren. Leben und Lernen. Denn wie wir unser Leben gestalten sollen, dass wissen wir – durch die Gebote und durch die Worte Jesu. Wir wissen genau, wie Gott sich unser Leben wünscht. Und er ist in unserer Nähe und wartet darauf, dass wir ihm gehorchen.

Konkret kann das heißen: Wenn jemand fällt, hilf ihm auf. Wenn jemand beleidigt oder ihm übel nachgeredet wird, zeig Zivilcourage und greif ein. Wenn ein Mensch einsam ist, dann rufe ihn an oder schreibe ihm einen Gruß. – Gerade jetzt, wo wir einander nicht sehen und die menschliche Nähe nicht körperlich erleben dürfen, ist es wichtiger denn je, dass wir ein Auge auf diejenigen haben, die hinter verschlossenen Türen und Häusermauern isoliert sind.

So sagt uns dieses Bild vom guten Hirten zum zweiten: Gott sieht Euch und gibt auf Euch acht. Darum habt auch Ihr aufeinander acht.

Denn so will es euer guter Hirte.

 

Das Leben mit Gott als Hirten bedeutet zuletzt auch:
Geduld

Das Dritte, was uns deutlich werden kann, ist dies: Der Hirte sucht nach Schafen, die sich verirrt haben. Und Suchen braucht oft einen langen Atem.

Gott muss viel Geduld aufbringen, wenn er uns gewähren lässt. Wir brauchen oft lange, um zu begreifen, wie Gott sich unser Leben wünscht. Da hat sich jeder und jede von uns schon einmal verlaufen, sich vertan, und musste mühevoll wieder zurückgeholt werden in die Gemeinschaft.

Und solch eine Geduld wird auch von uns gefordert: Gutes tun, Gottes Liebe weitergeben, braucht auch manchmal einen langen Atem.

So sagt uns dieses Bild vom guten Hirten zum dritten: Gott sucht einen jeden von Euch, und will nicht, dass einer verloren geht. Darum habt auch Ihr Geduld miteinander.

Denn so will es euer guter Hirte.

 

Schweigend und still steht der große, gute Hirte am Rande und doch im Mittelpunkt unseres Lebens. Er achtet auf uns. Er beobachtet uns. Und er gibt acht, dass nicht eines von uns verloren geht.

Wie schön, dass wir dieser Herde angehören dürfen. Gewärmt und geschützt durch die Gemeinschaft der anderen. Liebevoll beachtet und umsorgt durch unseren großen Hirten.

Wenn wir diese Liebe unseres Hirten in unser Herz hineinlassen, werden wir ruhiger, geduldiger und frei von Angst

Und wir fangen an, anderen Menschen – auch unbekannten und namenlosen – Gutes zu tun.
Weil wir ja schon Beschenkte sind und uns unser guter Hirte zuerst geliebt hat.

Amen.

Lied nach der Predigt

EG 374,1-3: Ich steh in meines Herren Hand (Melodie 149)

Ich steh in meines Herren Hand
EG 374,1-3 Ich steh in meines Herren Han[...]
MP3-Audiodatei [4.8 MB]

Fürbittengebet

Himmlischer Vater,
wir bitten dich für alle, die zu Christus gehören,
dass sie seine Stimme hören und ihm folgen – auch in entlegenen Tälern des Lebens;
für alle, die sich von ihm weg verirrt haben in unwirtliches Gelände,
dass der gute Hirte sie findet und heimbringt.

Wir bitten dich für alle, die mit ihrem Glauben alleinstehen und sich nach Gemeinschaft – einer Herde – sehnen, dass sie vor Mutlosigkeit bewahrt bleiben;

für alle, die in diesen Wochen auf ganz neuen Wegen im Dienst der Verkündigung stehen,
dass sie den Ruf des guten Hirten weitergeben, aber auch selbst entschlossene Hirten für die ihnen Anvertrauten sind.

Wir bitten für alle, die ihr Leben einsetzen, um andere Leben zu retten,
dass sie in aller Gefahr stets besonnen agieren und sich selbst gehalten wissen.

Gott, guter Hirte.
Durch dich sind wir alle Schafe und Hirten:

Menschen, die hoffen und Hoffnung geben,
die getröstet sind und trösten
die versöhnt sind und versöhnen,
die Frieden haben und Frieden stiften.

Bleibe bei uns. Wir brauchen deine Kraft.

Gebetsstille

Vaterunser

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Schlusslied

EG 171,1-4: Bewahre uns, Gott

Bewahre uns Gott
EG 171 1-4 Bewahre uns Gott.mp3
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Bitte um den Segen

Der Herr segne uns und behüte uns.

Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über uns und sei uns gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht über uns und gebe uns Frieden +. Amen.

Musikalisches Nachspiel

Johann Sebastian Bach, Choral aus der Kantate „Der Herr ist mein getreuer Hirt“ (BWV 112) für den zweiten Sonntag nach Ostern 1731

 


© 2020 Dorothea Zager, Worms
Veröffentlichung nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Verfasserin

 

Ich danke meinem Ehemann, Prof. Dr. Werner Zager, für das Einspielen der Choralbegleitung,


und Kantor Stefan Kauffmann für die Beratung bei der Auswahl der freien Musikstücke.

 

Bildnachweise:

Beide Naturfotos privat

Lucas Cranach der Jüngere, Christus, der gute Hirte (ca. 1540), Angermuseum, Erfurt.
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lucas_Cranach_d.J._-_Christus_als_guter_Hirte_
(Angermuseum).jpg
Alle Bilder sind gemeinfrei.

 

 


Ein kleiner Hinweis für Bildungshungrige:

Da während der Corona-Zeit keine Veranstaltungen in der Evangelischen Erwachsenenbildung stattfinden dürfen, stellen mein Mann und ich jeden Freitag einen „Evangelischen Bildungsimpuls“ auf der Seite der Evangelischen Erwachsenenbildung Worms-Wonnegau online.
 

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