Friedrichsgemeinde Worms Erntedankfest 2020
Friedrichsgemeinde Worms Erntedankfest 2020

Erntedankfest

Gottesdienst
mit Begrüßung der neuen Konfirmanden*innen

Erntedankfest, 4. Oktober 2020
Evangelische Friedrichskirche Worms
mit Friedrichs Flötenkreis

Musik zum Eingang

Johann Sebastian Bach, Gloria in excelsis deo aus der h-moll-Messe

Zur Einstimmung

Nicht die Glücklichen sind dankbar.
Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.

Francis Bacon

Wenn Du Gott für alle Freuden, die er Dir gibt, danken würdest, hättest Du nicht so viel Zeit, Dich zu beklagen.

Deutsches Sprichwort

Eingangslied

EG 508,1-4: Wir pflügen, und wir streuen

1. Wir pflügen, und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand: der tut mit leisem Wehen sich mild und heimlich auf und träuft, wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf.

Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,

drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!

Der Kehrvers wird nach jeder Strophe wiederholt.

2. Er sendet Tau und Regen und Sonn- und Mondenschein, er wickelt seinen Segen gar zart und künstlich ein und bringt ihn dann behende in unser Feld und Brot: es geht durch unsre Hände, kommt aber her von Gott.

3. Was nah ist und was ferne von Gott kommt alles her, der Strohhalm und die Sterne, der Sperling und das Meer. Von ihm sind Büsch und Blätter und Korn und Obst von ihm,  das schöne Frühlingswetter und Schnee und Ungestüm.

4. Er lässt die Sonn aufgehen, er stellt des Mondes Lauf; er lässt die Winde wehen und tut den Himmel auf. Er schenkt uns so viel Freude, er macht uns frisch und rot; er gibt den Kühen Weide und unsern Kindern Brot.

Text: nach Matthias Claudius 1783

Melodie: Hannover 1800

Vorstellung und Begrüßung der Konfirmanden

Hier sehen Sie unsere sieben neuen Konfirmanden. Seit Mai sind wir schon im Unterricht zusammen - und heute nun ist der Tag an dem sie sich Ihnen heute vorstellen. Hören Sie selbst:

(Namen sind durchweg abgekürzt.)

Ich heiße SH.

Ich bin 12 Jahre alt und wohne in der Friedrichstraße.

Wenn ich einmal erwachsen bin, möchte ich Tierärztin werden.

Ich bin am 14. März 2010 in der Friedrichskirche getauft worden.

Am Konfirmandenunterricht finde ich toll, dass es nicht so langweilig ist wie im Reliunterricht.

Ich heiße LT.

Ich bin 12 Jahre alt und wohne in Herrnsheim.

Wenn ich einmal erwachsen bin, möchte ich Schauspielerin werden.

Ich bin am 17. August 2008 in der Dreifaltigkeitskirche getauft worden.

Am Konfirmandenunterricht finde ich eigentlich alles toll.

Ich heiße AK.

Ich bin 14 Jahre alt und wohne in der Judengasse.

Wenn ich einmal erwachsen bin, bei der Kriminalpolizei arbeiten.

Ich bin am 12. November 2006 in der evangelischen Kirche in Rheindürkheim getauft worden.

Am Konfirmandenunterricht gefällt mir alles. Ich gehe gerne da hin.

Ich heiße AD.

Ich bin 13 Jahre alt und wohne in der Renzstraße.

Wenn ich einmal erwachsen bin, möchte ich Verkäuferin im Einzelhandel werden.

Ich bin am 17. Juli 2012 in der Gustav-Adolf-Kirche in Horchheim getauft worden.

Am Konfirmandenunterricht finde ich toll, dass wir vieles lernen können, was wir bisher nicht über unseren Glauben wussten.

Ich heiße TP.

Ich bin 15 Jahre alt und wohne in der Rheinstraße.

Wenn ich einmal erwachsen bin, möchte ich Psychologin werden.

Ich freue mich darauf, im nächsten Jahr kurz vor meiner Konfirmation getauft zu werden; denn das wünsche ich mir sehr.

Am Konfirmandenunterricht finde ich toll, dass wir in der Bibel lesen.

Ich heiße AS.

Ich bin 14 Jahre alt und wohne in Offstein.

Wenn ich einmal erwachsen bin, möchte ich Boxer werden.

Ich bin am 14. September 2006 in der Gustav-Adolf-Kirche in Horchheim getauft worden.

Am Konfirmandenunterricht finde ich unsere Lehrerin Frau Zager toll.

Ich heiße EK.

Ich bin 14 Jahre alt und wohne in Offstein.

Wenn ich einmal erwachsen bin, möchte ich E-Sportler werden.

Ich bin am 25. Dezember 2006 in der Asselheimer Kirche  getauft worden.

Am Konfirmandenunterricht finde ich toll, dass es nicht so langweilig ist und dass es Spaß macht.

Überleitung zum Konfirmandengebet

Alle Konfirmanden/innen sprechen gemeinsam:

Ich brauche Mut und Kraft zum Leben. Ich brauche auch den Glauben. Wenn ich den nicht habe: welchen Sinn hat dann alles und woran soll ich mich halten?

Ich bitte dich, Gott: Lass mich spüren, dass du bei mir bist. Hilf mir, dir zu vertrauen und auf dich zu hören. Hilf mir zu finden, was für mich gut ist.

Gib mir und den anderen eine Gemeinde, in der wir uns zu Hause fühlen können. Zeige mir den Weg und halte mich fest. Amen.

Gebet der Gemeinde für unsere Konfirmanden*innen

Lieber Vater,

wir danken Dir, dass Du uns unsere Konfirmanden und Konfirmandinnen anvertraut hast.

Wir bitten Dich: Lass diese jungen Menschen interessiert und fröhlich durch ihre Konfirmandenzeit gehen.

Zeige uns, wo wir als erwachsene Christen von ihnen gebraucht werden, um Vertrauen zu stiften und Halt zu geben.

Wir möchten unseren Konfirmanden zeigen, das der christliche Glaube das Leben gut und reich macht, und dass es schön ist,: Deine Liebe im Herzen zu tragen und diese Liebe weiter zu schenken.

Sei bei uns, lieber Vater, und hilf uns als Gemeinde, dass uns das gelingt. Amen.

Flötenmusik

James Hook (1746-1827), Trio op. 83 für Flötentrio, 1. Satz

Schriftlesung

Lukas 17,1-18: Die Heilung der 10 Aussätzigen

Und es begab sich, als Jesus nach Jerusalem wanderte, dass er durch das Gebiet zwischen Samarien und Galiläa zog. Und als er in ein Dorf kam, begegneten ihm zehn aussätzige Männer; die standen von ferne und erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesus, lieber Meister, erbarme dich unser! 14Und da er sie sah, sprach er zu ihnen:

Geht hin und zeigt euch den Priestern! Und es geschah, als sie hingingen, da wurden sie rein.

Einer aber unter ihnen, als er sah, dass er gesund geworden war, kehrte er um und pries Gott mit lauter Stimme und fiel nieder auf sein Angesicht zu Jesu Füßen und dankte ihm. Und das war ein Samariter.

Jesus aber antwortete und sprach: Sind nicht die zehn rein geworden? Wo sind aber die neun? Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte, um Gott die Ehre zu geben, als nur dieser Fremde?

Und er sprach zu ihm: Steh auf, geh hin; dein Glaube hat dir geholfen.

Selig sind, die Gottes Wort hören uns bewahren. Halleluja!

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde

und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel,

er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters,

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige, christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten,
und das ewige Leben. Amen.

Flötenmusik

James Hook (1746-1827), Trio op. 83 für Flötentrio, 2. Satz

Anstelle einer Predigt: Dankmeditation

Wir alle haben Grund, dankbar zu sein.

Wir alle zusammen – aber auch jeder für sich allein. Ganz persönliche Dinge, die ihn glücklich machen, und für die er Gott dankbar ist.

Den reichgeschmückten, bunten Altar vor Augen – in Gedanken aber auch unser ganz persönliches, reich gefülltes Leben - wollen wir heute Gott danken. Unsere Dankgebete bitte ich Sie jeweils mit der Kanonzeile „Danket, danket dem Herrn!“ zu bestärken.

Wir danken dir Gott, dass du uns satt machst.

Konfirmandin S
mit Brotlaib:

Du gibst uns Getreide und Brot.

Lässt Früchte und Gemüse wachsen in Mengen. Jeden Tag sitzen wir am gedeckten Tisch und werden alle satt.

Konfirmandin L
mit Wasserkrug:

Du gibst uns frisches Wasser, damit wir trinken können, waschen, kühlen und erfrischen. Auch die Pflanzen und Tiere vergisst du nicht.

Wir danken dir, Gott, dass du uns satt machst.

Wir danken dir, Gott, dass du uns Leben schenkst.

Konfirmandin Ay
mit Blumenstrauß:

Ich sehe die bunten Blumen, die kräftigen Bäume und die vielen Tiere. Gott, du hast diese Erde herrlich geschaffen.

Konfirmandin Am

 

mit Babypuppe:

Babys werden geboren. Kinder wachsen, lernen und reifen. Die alten Menschen dürfen sich ausruhen. Gott, du hast es gut eingerichtet in unserem Leben.

Wir danken dir, Gott, dass du uns Leben schenkst.

Wir danken dir, Gott, dass du uns nicht allein lässt.

Konfirmandin T
mit Familienfoto

So viele Menschen sind um uns herum, die für uns da sind: unsere Eltern, Freunde und Nachbarn und Geschwister.

Wir erleben täglich, wie schön es ist, zu lieben und geliebt zu werden.

Und wenn wir Sorgen haben, sind andere da, die unsere Sorgen teilen und uns helfen.

Wir danken dir, Gott, das du uns nicht allein lässt.

Wir danken dir, Gott, dass wir freie Zeit haben.

Konfirmand Aaron
mit Fußball

Wir haben den Sport, das Singen, die Geselligkeit in der Kirche und in den Vereinen. Hab Dank, Herr, für die freie Zeit.

 

Konfirmand Erik
mit Handy

Wir Jugendlichen haben Ferien, gute Freunde, Handys und unsere Lieblings­musik – es gibt so viele Dinge auf der Welt, die uns Spaß machen.

Wir danken dir, Gott, dass wir freie Zeit haben.

Wir danken dir, Gott, dass du uns hilfst.

Konfirmand Aaron           
mit Bohrmaschine:

Du hast uns die Möglichkeit gegeben, Maschinen zu erfinden und zu bauen, die uns schwere Arbeit erleichtern.

Konfirmand Erik
mit Medizin:

Und wenn wir krank sind, gibt es Medizin, die heilt, und Menschen, die sich um uns kümmern. Wie gut, Gott, dass du uns so hilfst.

Wir danken dir, Gott, dass du uns hilfst.

Großes Fragezeichen

Guter Gott, jeder von uns weiß davon, dass du uns beschenkst und froh machst. In der Stille wollen wir dir danken - jeder für sich - für das, was ihn glücklich macht und worüber er sich im vergangenen Jahr ganz besonders gefreut hat.

Gebetsstille

Guter Gott, so vieles hast du uns geschenkt. Deine Erde ist so reich. Unser Leben ist so erfüllt und so oft glücklich. Dafür danken wir Dir. Amen.

Flötenmusik

James Hook (1746-1827), Trio op. 83 für Flötentrio, 3. Satz

Fürbittengebet

Fürbitten für das Erntedankfest 2020 vorgeschlagen vom Lutherischen Weltbund

O Gott, unser Heiland, zeige Dein Erbarmen für die ganze Menschheitsfamilie, die gerade in Aufruhr ist und beladen mit Krankheit und Angst.

Komm uns zur Hilfe nun, da sich der Coronavirus auf der ganzen Erde ausbreitet. Heile die, die krank sind, unterstütze und beschütze ihre Familien, Angehörigen und Freunde vor Ansteckung.

Schenk uns deinen Geist der Liebe und Besonnenheit, auf dass wir zusammenwirken, um die Ausbreitung des Virus und seine Wirkungen einzuschränken und zum Erliegen bringen zu können.

Mach uns wach, aufmerksam und vorausschauend im Blick auf die Bekämpfung von Krankheiten überall: die Malaria, das Dengue-Fieber, die HIV-Krankheit und die vielen anderen Krankheiten, die bei Menschen Leid verursachen und für etliche tödlich enden.

Heile unsere Selbstbezogenheit und unsere Gleichgültigkeit, wo wir uns nur dann sorgen, wenn wir selbst vom Virus oder anderem Leid getroffen sind. Eröffne uns Wege, aus Furcht hinaus, auf unsere Nächsten zuzugehen, die unsere Hilfe brauchen.

Stärke und ermutige die, die im Gesundheitswesen, in Praxen und Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und anderen Bereichen der Medizin arbeiten: Pflegende, Fürsorgende, Ärztinnen und Ärzte, Klinikseelsorgerinnen und -seelsorger, Mitarbeitende in Krankenhäuser – alle, die sich der Aufgabe widmen, für Kranke und ihre Familien zu sorgen.

Inspiriere die Forschenden, die an Impfstoffen, Medikamenten und der Herstellung medizinischer Ausstattung arbeiten. Gib ihnen Erkenntnisse und Weitblick.

Erhalte die Menschen, deren Arbeit und Einkommen durch Schließungen, Quarantänen, geschlossene Grenzen und andere Einschränkungen bedroht sind. Beschütze alle, die reisen müssen.

Leite die politisch Verantwortlichen, dass sie die Wahrheit sagen und danach handeln. Halte die Ausbreitung von Falschinformation und Gerüchten zurück.

Heile unsere Körper. Stärke unsere Herzen und Sinne. Und in der Mitte des Aufruhrs gib uns Hoffnung und Frieden. Amen.

Vaterunser

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Schlusslied

EG 331,1+11: Großer Gott wir loben Dich   

1. Großer Gott, wir loben dich, Herr, wir preisen deine Stärke. Vor dir neigt die Erde sich und bewundert deine Werke. Wie du warst vor aller Zeit, so bleibst du in Ewigkeit.

11. Herr, erbarm, erbarme dich. Lass uns deine Güte schauen; deine Treue zeige sich, wie wir fest auf dich vertrauen. Auf dich hoffen wir allein: lass uns nicht verloren sein.

Text: Ignaz Franz 1768
nach dem »Te Deum laudamus« 4. Jh.

Melodie: Lüneburg 1668, Wien um 1776, Leipzig 1819

Segen

Der Herr segne Euch und behüte Euch.

Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über Euch und sei Euch gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht über Euch und gebe Euch Frieden +. Amen.

Musik zum Ausklang

Sigfrid Karg-Elert, Praise the Lord, Orgelfantasie zum Erntedanktag, Diane Bish an der Ruffatti Orgel in Fort Lauderdale

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