Friedrichsgemeinde Worms Erntedankfest 2020
Friedrichsgemeinde Worms Erntedankfest 2020

Euer Herz soll sich freuen!

Jubiläumskonfirmation
am 19. Sonntag nach Trinitatis

11. Oktober 2020

10.00 Uhr, Friedrichskirche
mit Friedrichs Flötenkreis

Musik zur Einstimmung

Johann Sebastian Bach, Largo cantabile

Bach, Largo cantabile.wma
Windows Media Music-Datei [2.5 MB]

Zur Einstimmung

Willst du glücklich sein im Leben,
Trage bei zu andrer Glück,
Denn die Freude, die wir geben,
Kehrt ins eigne Herz zurück.

Marie Calm

Eingangslied

EG 316,1+3+5 Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren

1. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren, lob ihn, o Seele, vereint mit den himmlischen Chören. Kommet zuhauf, Psalter und Harfe, wacht auf, lasset den Lobgesang hören!

3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet. In wie viel Not hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet!

5. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen. Lob ihn mit allen, die seine Verheißung bekamen. Er ist dein Licht, Seele, vergiss es ja nicht. Lob ihn in Ewigkeit. Amen.

Eingangsvotum

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Eingangs-Psalm (Psalm 107 i.A)

Wenn Sie diesen Onlinegottesdienst zu zweit feiern, können Sie sich bei diesem Psalm abwechseln.

Danket dem Herrn; denn er ist freundlich,
und seine Güte währet ewiglich.

Der Herr ist meine Macht und mein Psalm,
und ist mein Heil.

Ich werde nicht sterben, sondern leben
und des Herrn Werke verkündigen.

Der Herr züchtigt mich schwer;
aber er gibt mich dem Tode nicht preis.

Ich danke dir, dass du mich erhört hast
und hast mir geholfen.

Dies ist der Tag, den der Herr macht;
lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.

Der Herr ist Gott, der uns erleuchtet.
Schmückt das Fest mit Maien
bis an die Hörner des Altars!

Du bist mein Gott, und ich danke dir;
mein Gott, ich will dich preisen.

Danket dem Herrn; denn er ist freundlich,
und seine Güte währet ewiglich.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

gebet

Wir wollen beten:

Allmächtiger Gott, wir danken Dir für diesen herrlichen Tag und diesen wunderschönen Morgen.

Du hast uns eingeladen und hier sind wir: Deine Gemeinde. Manche sind hier, die oft kommen und gerne kommen. In deren Leben Du die Mitte bist.

Andere, Herr, sind heute ein bisschen befangen. Denn sie kommen nicht so oft hierher. Anderes ist ihnen in ihrem Leben wichtiger geworden.

Alle gehören wir zu Dir durch das Sakrament der Taufe.

Alle finden wir uns zusammen in Deinem Haus. Hab Dank für dieses Zuhause, Deine Kirche.

Hab Dank für Deine Liebe und Deine Geduld.

Wir bitten Dich: Mache uns heute neu zu freien und fröhlichen Christenmenschen.

Dein heiliger Geist schenke und mitleidige Herzen, helfende Hände und zur rechten Zeit das richtige Wort.

Darum bitten wir Dich durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Schriftlesung: 1. Tim. 6,6-16

Gott zu dienen, schenkt jedem ganz sicher einen großen Gewinn – wenn jemand nur sein Herz nicht an irdischen Besitz hängt.

Was haben wir denn in die Welt mitgebracht? Nichts! Was können wir aus der Welt mitnehmen? Nichts!

Wenn wir also Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen.

Die, die unbedingt reich werden wollen, geraten in Versuchung. Sie verfangen sich in unsinnigen und schädlichen Wünschen, die sie zugrunde richten und ins ewige Verderben stürzen.

Denn Geldgier ist die Wurzel alles Bösen. Manche sind ihr so verfallen, dass sie vom Glauben

Du aber gehörst Gott, deshalb fliehe vor alldem! Jage dagegen der Gerechtigkeit nach, der Gottesfurcht, dem Glauben, der Liebe, der Geduld und der Freundlichkeit!

Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, zu dem Gott dich berufen hat, damit du das ewige Leben gewinnst. Zu diesem Kampf hast du dich in besonderer Weise verpflichtet, als du vor vielen Zeugen das gute Bekenntnis abgelegt hast.

Ich rate dir dringend vor Gott, von dem alles Leben kommt:

Erfülle den Auftrag, der dir gegeben ist, so zuverlässig, dass dich kein Tadel trifft, und bleibe darin treu, bis Jesus Christus, unser Herr, vor aller Welt in Erscheinung tritt.

1. Timotheus 6,6-16

Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Halleluja.

Predigt / Ansprache an die Jubilare

Euer Herz soll sich freuen,
und eure Freude soll niemand von euch nehmen.

Johannes 16,22

Christus spricht:
Noch eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht mehr sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen.

Wahrlich, ich sage euch, ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll sich in Freude verwandeln.

Eine Frau, wenn sie gebiert, so hat sie Schmerzen, denn ihre Stunde ist gekommen. Wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist.

Auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen. Und an jenem Tage werdet ihr mich nichts fragen.

(Joh 16,16-23)

Zwei Gedanken sind es, liebe Jubilare und Jubilarinnen, liebe Gemeinde, die uns ins Auge fallen, wenn wir diese Worte aus den Abschiedsreden Jesu lesen.

Beim einen werden wir uns verständnisinnig zunicken und sagen: ja, das kenn ich. Ja, das kennen wir alle. Hundertmal hab ich das schon erlebt ...

Und bei dem anderen Gedanken tun sich uns allen unzählige Fragezeichen auf. Wie jetzt? Wie soll das gehen?

Fangen wir bei dem ersten an.

Jesus sagt: „Ihr habt nun Traurigkeit – ihr werdet weinen und klagen ...“

In solchen Tagen scheinen wir gerade jetzt zu leben! Wir leiden unter den Belastungen unserer momentanen Situation. Der Corona-Virus hat unser aller Leben verändert.

Es gibt unter uns keinen und keine einzige, die im vergangenen Jahr nicht auf etwas hätte verzichten müssen.

Wir dürfen uns nicht umarmen oder uns die Hände schütteln.

Urlaube und Studienreisen wurden abgesagt, auf die man sich gefreut hatte.

Hochzeits- und Konfirmationsfeiern mussten verschoben werden in ein nächstes Jahr, von dem wir nicht wissen, was es uns bringen wird.

Runde Geburtstage konnten nur in kleinstem Kreis gefeiert werden. Freunde und Verwandte haben sich monatelang nicht gesehen.

In den Seniorenheimen warteten hunderte alter Menschen auf Besuch und Zuwendung von außen.

Und wenn wir einmal hinaus schauen in die Welt, erschrecken wir über die Spur des Leides, die Corona hinter sich herzieht: über 34 Millionen Menschen sind mittlerweile erkrankt, über 1.100.000 Menschen sind an Covid-19 gestorben.

Selbst unser Gottesdienst heute trägt Wunden, die uns die Coronapandemie geschlagen hat: Von den über 40 Menschen, die wir zur Jubiläumskonfirmation eingeladen haben, haben nur acht den Mut gehabt, sich anzumelden. Nicht etwa, weil sie keine Freude gehabt hätten am Fest der Jubiläumskonfirmation – sondern weil sie Angst haben. Angst vor Nähe, Angst vor Gemeinschaft, Angst vor einer Ansteckung mit dem gefährlichen Virus.

Selbst wir Nicht-Jubilare merken es schmerzlich: Wir dürfen hier in unserer Kirche keine Lobsieder singen – noch nicht einmal heute das „Lobet den Herrn, den mächtigen König der Ehren“.

Viele unserer ganz treuen Gottesdienstbesuchenden trauen sich schon seit Monaten nicht mehr zum Gottesdienst. Wir vermissen sie und das tut uns weh.

Jesus sagt: „Ihr habt nun Traurigkeit – ihr werdet weinen und klagen ...“

Wenn wir genau hinsehen, Ihr Lieben, war auch die Zeit, in der unsere Jubilare konfirmiert wurden, eine Zeit der Traurigkeit und der Ängste.

Als FR, RR und ES konfirmiert wurden, lag Worms, und mit Worms ganz Deutschland in Trümmern. April 1945 – vier Monate vor dem Ende des 2. Weltkriegs standen von der Friedrichskirche und von der Dreifaltigkeitskirche nur noch die Grundmauern. Die Konfirmation wurde im Dreifaltigkeitshaus gefeiert, in Horchheim auf blanker Erde – in ständiger Angst vor neuen Luftangriffen.

Auch 1950 fand die Konfirmation im Dreifaltigkeitshaus statt, als ER 1950 und KV in Lüssow eingesegnet wurden. Noch 1955, als HV und CH konfirmiert wurden, stand noch eine Kirche zur Verfügung, in der man hätte Gottesdienst feiern können.

Not und Angst waren damals ständige Begleiter. Woher Essen finden? Arbeit? Wohnung? Der Krieg mochte vorbei sein – nicht aber die Angst.

Jesus sagt: „Ihr habt nun Traurigkeit – ihr werdet weinen und klagen ...“

Als schließlich CF konfirmiert wurde - vor 50 Jahren - , stand schon eine der neuen Notkirchen – die Lukaskirche – gebaut um den Christen ein Obdach zu geben, in der ihr Glaube ein Zuhause finden kann. Aber die 70er Jahre standen immer noch im Zeichen der Angst: über der ganzen Welt drohte die Eskalation des Kalten Krieges.

Und heute? Nun stehen wir wieder in einer Zeit voller Ängste und Einschränkungen. Nicht nur wegen Corona. Wir brauchen nur in die USA blicken oder nach Russland, und es wird uns bewusst: die Unsicherheit und die Ängste werden eher noch größer.

Das wir Angst haben und Traurigkeit erleben, das ist tatsächlich etwas, wo wir uns verständnisinnig zunicken und sagen: Ja, das kenn ich. Ja, das kennen wir alle. Hundertmal haben wir das schon erlebt ...!

Jetzt aber kommt der andere Gedanken. Der, bei dem sich uns unzählige Fragezeichen auftun.

 

Jesus sagt: Euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.

Wie jetzt? Wie soll das gehen? Freude inmitten der Angst? Lachen inmitten von Entbehrungen? Glück inmitten von Sorgen?

Christus spricht hier nicht nur von einer Freude, die uns einst einmal erfüllen wird, wenn wir ihn von Angesicht zu Angesicht sehen, und wir dann alles erkennen und begreifen, was uns bisher noch unverständlich und dunkel erscheint. Er sagt ja: „... dann werdet Ihr mich nichts mehr fragen!“

Er spricht hier sogar von einer Freude, die uns hier und heute erfüllen kann, und die dann unvergänglich und unzerstörbar ist.

Von dieser Freude möchte ich Ihnen heute sprechen, liebe Jubilare und Jubilarinnen, liebe Gemeinde!

Es ist die Freude eines Menschen, der erkannt hat, dass ein Leben mit Gott glücklicher macht, als alles andere, das wir hier in diesem Leben erstreben können.

Wie sieht ein solches Leben aus? Und wie können wir diese Freude erfahren?

Das erste ist dies: Lebt unter dem Segen Gottes!

Wir dürfen wissen, dass Gott uns genauso wie wir sind, gewollt hat, als er uns im Bauch unserer Mutter heranwachsen ließ. Vom ersten Tag unseres Lebens an hat er uns als unverwechselbare Geschöpfe erschaffen – als ein Wunder, als ein Geschenk an unsere Eltern, an diese Welt, an jeden Menschen, der uns begegnet.

Ja, wir dürfen selbstbewusst und geliebt durch dieses Leben gehen. Dankbar alles annehmen, was Gott uns auf unserem Lebensweg schenkt, und geduldig das ertragen, was er uns an Leid auferlegt. Denn wir dürfen gewiss sein, dass uns Gott über alle Steine und alle Sterne unseres Lebens hinweg auf ein gutes Ziel zuführt: die Vollendung unseres manchmal recht unvollendeten Lebens in seiner Herrlichkeit.

Das zu wissen, Ihr Lieben, macht nicht nur selbstbewusst, sondern einfach froh und glücklich. Wir sind geliebt und angenommen von dem Größten, den es auf dieser Welt gibt: von unserem Vatergott.

Und das zweite ist das: Lebt nach dem Willen unseres Gottes.

Sie kennen alle dieses schöne Sprichwort aus der Feder von Marie Calm:

Willst du glücklich sein im Leben,
Trage bei zu andrer Glück,
Denn die Freude, die wir geben,
Kehrt ins eigne Herz zurück.

Genau dafür hat Gott uns geschaffen und in die Welt gestellt. Dass wir andere Menschen glücklich machen. Wir sollen uns verantwortlich fühlen für jeden Menschen, der uns begegnet, und uns fragen: Was kann ich mit meiner kleinen Kraft tun, damit ihm geholfen wird, damit er froh und glücklich ist?

Ja, wir sollen als Freudebringer und als Glücklichmacher durch dieses Leben gehen. Nicht weil es ein Befehl Gottes ist, sondern weil er uns zuerst mit Freude und Glück beschenkt hat.

Diese Freude weiterzugehen, macht erst richtig glücklich.

Das haben Sie, liebe Jubilare und Jubilarinnen, mit Sicherheit schon viele, viele Male in Ihrem Leben gespürt, und Sie sicher auch, liebe Gemeinde.

Wenn nicht, wird es Zeit, das einmal ausprobieren: Gerade in Zeiten der Sorgen, der Ängste und der Coronaeinschränkungen, in Tagen der Mühen, die uns das Alter auferlegt, oder der Ärgenisses, die uns andere Menschen auferlegen:

Gehen Sie selbstbewusst als Geliebte und Gesegnete Gottes durch ihr Leben.

Und schenken Sie diese Liebe weiter mit vollen Händen und vollen Herzen.

Dann werden Ihre Hände und Ihre Herzen jeden Tag wieder neu gefüllt: mit Freude, wie sie unsere Welt garnicht geben kann. Die kann uns nur Christus geben.

Nicht erst an dem Tag, an dem wir bei ihm sein werden, und uns nichts mehr einfällt, was wir ihn fragen können, weil wir alles verstehen.

Sondern heute schon und hier. Mit jedem Tag, den wir als Geliebte Gottes und als Liebende leben. Lasst uns um diese Freude immer wieder kämpfen. Denn sie ist unvergänglich.

Jesus sagt: Euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.

Amen.

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre Eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn. Amen.

Lied nach der Predigt

EG 200,2+5+6 Ich bin getauft auf Deinen Namen

2. Du hast zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt; du hast die Frucht von deinem Sterben, mein treuer Heiland, mir gewährt; du willst in aller Not und Pein, o guter Geist, mein Tröster sein.

5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und Herz zum Opfer hin; erwecke mich zu neuer Treue und nimm Besitz von meinem Sinn. Es sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, Herr, deinen Willen tut.

6. Lass diesen Vorsatz nimmer wanken, Gott Vater, Sohn und Heilger Geist. Halt mich in deines Bundes Schranken, bis mich dein Wille sterben heißt. So leb ich dir, so sterb ich dir, so lob ich dich dort für und für.

Text: Johann Jakob Rambach 1735

Melodie: O daß ich tausend Zungen hätte (Nr. 330)

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde

und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel,

er sitzt zur Rechten Gottes,

des allmächtigen Vaters,

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige, christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten, und das ewige Leben. Amen.

Frage an die Jubiläumskonfirmanden*innen

In Verantwortung gegenüber unserem Glaubensbekenntnis frage ich Euch nun, liebe Jubiläumskonfirmanden,

Habt Ihr Gott, den Vater, als den Beschützer und Erhalter Eures Lebens erkannt,

und Jesus Christus als den, der Euer Leben immer wieder neu befreit hat,

und seid Ihr weiterhin bereit, Euren Glauben durch die Kraft des Heiligen Geistes fester werden zu lassen und in der Nachfolge Christi und in der Gemeinschaft unserer Kirche zu bleiben, so antwortet:

Ja, mit Gottes Hilfe:

Jubiläumskonfirmanden/innen: Ja, mit Gottes Hilfe!

Segnung der Jubiläumskonfirmanden*innen
mit Glockengeläut

So kommt und empfangt als Bestätigung den Segen Gottes:

Wie an dem Tag Eurer Konfirmation, so schenkt Gott Euch auch heute und jeden Tag neu seinen Segen:

Gott, der Herr mehre in Euch seinen Heiligen Geist,
Schutz und Schirm vor allem Argen,
Stärke und Hilfe zu allem Guten
durch Jesus Christus, unseren Herrn.
+ Amen.

Musik zur Besinnung

Hebe Deine Augen auf zu den Bergen, Engelsterzett aus dem Elias von Felix Mendelssohn-Bartholdy

Abendmahlsfeier

Präfation

Wahrhaft würdig und recht ist es, dass wir dir danken und dich preisen, wahrhaftiger Gott.

Du hast Himmel und Erde geschaffen. Alles Leben dieser Welt. Du erhältst und trägst unser Leben jeden Tag. Dein Heiliger Geist macht uns fähig zur Liebe und stark im Glauben.

Darum preisen und loben wir dich und stimmen ein mit der ganzen Kreatur in den Lobgesang deiner Herrlichkeit: Heilig, heilig, heilig.

Heilig, heilig, 185.3

EG 185-3 Heilig Heilig.mp3
MP3-Audiodatei [1.5 MB]

Einsetzungsworte

Unser Herr Jesus Christus in der Nacht, da er verraten wurde, nahm er das Brot, dankte, brach's, gab's seinen Jüngern und sprach: Nehmet hin und esset, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis.

Ebenso nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte, gab ihnen den und sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus. Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch und für viele vergossen ist zur Vergebung aller eurer Sünden. Solches tut, sooft ihr’s trinket zu meinem Gedächtnis.

Deinen Tod, o Herr, verkündigen wir, Deine Auferstehung preisen wir, bis Du kommst in Herrlichkeit. Amen.

Vaterunser

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel,

so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Christe, du Lamm Gottes, 190.2

EG 190-2 Christe du Lamm Gottes.mp4
MP3-Audiodatei [1.8 MB]

Austeilung

So laden wir Sie herzlich ein, an der Feier des Abendmahls teilzunehmen.

Wir bitten Sie herzlich um ihr Verständnis, dass wir aus Gründen des Schutzes vor Corona nur die Jubiläumskonfirmanden*innen und den Kirchenvorstand zum Abendmahl zulassen dürfen.

Dankgebet / Fürbittengebet

Wenn Sie diesen Onlinegottesdienst zu zweit feiern, können Sie sich bei diesem Gebet abwechseln.

Danket, danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewig.

Barmherziger Gott, wir danken dir für das Geschenk deines Abendmahls.

Im Brot und im Wein hast du uns sehen und schmecken lassen, wie wichtig wir dir sind und wie gut du es mit uns meinst.

Wir danken dir, Gott, für alles, was wir dir zu verdanken haben: für unser Leben und unser Zuhause, für die Menschen, die uns lieben, und für die Menschen, die wir lieben dürfen.

Barmherziger Gott, wir bitten dich heute für unsere Jubiläumskonfirmanden: Begleite sie auch weiterhin mit deinem Segen und deiner Kraft. Schenke ihnen Lebensglück und Lebensfreude und sei ihnen nahe, wenn sie durch schwere Zeiten gehen müssen. Stärke ihren Glauben und lohne ihnen alles, was sie in christlicher Nächstenliebe für andere tun.

Wir bitten dich auch für unsere neuen, unsere diesjährigen Konfirmanden. Öffne ihr Herz für dich, lass sie dein Wort liebgewinnen und eine Heimat in unserer Kirche finden, so dass sie gerne und mit ganzer Überzeugung Ja sagen können zu ihrem Glauben und ihrer Taufe.

Uns allen, lieber Vater, die wir dich liebhaben und täglich versuchen, nach deinem Willen und in der Nachfolge Christi zu leben, schenke Kraft und Durchhaltevermögen, dass unser Glaube stark bleibt und unsere Liebe unerschütterlich. Amen.

Schlusslied

EG 395, 1+4: Vertraut den neuen Wegen

1. Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist, weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt. Seit leuchtend Gottes Bogen am hohen Himmel stand, sind Menschen ausgezogen in das gelobte Land.

2. Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit! Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid. Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht, der wird uns dahin leiten, wo er uns will und braucht.

Text: Klaus Peter Hertzsch 1989

Melodie: Lob Gott getrost mit Singen (Nr. 243)

EG 385 Vertraut den neuen Wegen.mp4
MP3-Audiodatei [3.2 MB]

Segen

Geht hin unter dem Segen des Herrn:

Der Herr segne Euch und behüte Euch.
Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über Euch und sei Euch gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht über Euch und gebe Euch Frieden.
Amen.

Musik zum Ausklang

Siehe, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht, Chor aus dem Elias von Felix Mendelssohn-Bartholdy

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