Evangelische Friedrichsgemeinde Worms
EvangelischeFriedrichsgemeindeWorms

1. Advent - Abendgottesdienst mit Gesängen aus Taizé

Meditativer Gottesdienst am Sonntagabend

in Zeiten der Coronapandemie

28. November 2021 in der Friedrichskirche

 

Thema:
Vom Schalksknecht
Matthäus 18,23-34

Bevor Sie diesen Gottesdienst beginnen, stellen Sie sich bitte drei Kerzen zurecht.

 

Musik zum Eingang:
Macht hoch die Tür

Macht hoch die Tür 2 Strophen.mp3
MP3-Audiodatei [4.2 MB]

1. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit;
es kommt der Herr der Herrlichkeit,
ein König aller Königreich,
ein Heiland aller Welt zugleich,
der Heil und Leben mit sich bringt;
derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Schöpfer reich von Rat.


2. Er ist gerecht, ein Helfer wert;
Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,
sein Königskron ist Heiligkeit,
sein Zepter ist Barmherzigkeit;
all unsre Not zum End er bringt,
derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Heiland groß von Tat.

 

Begrüßung

Guten Abend, liebe Mitchristinnen und Mitchristen,
Seien Sie alle herzlich willkommen zu unserem Abendgottesdienst.

Wir feiern heute den 1. Advent. In einer düsteren und von schweren Sorgen belasteten Zeit leuchten wieder die Lichter der Hoffnung.

Ich freue mich, dass Sie heute Abend ins auf unsere Website gegangen sind, um mit Stille, Gesang und Gebet in diese Zeit der Besinnung und der Sehnsucht hineinzugehen.

Lassen Sie uns, bevor wir das erste Lied miteinander singen, unseren Abendgottesdienst mit unserem Lobpreis beginnen:

Frauen: Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen!

Männer: Woher kommt mir Hilfe?

Frauen: Meine Hilfe kommt von Gott, der Himmel und Erde gemacht hat.

Nichts soll dich ängstigen

dreimal zu singen.

Taizé - Nada te turbe.mp3
MP3-Audiodatei [11.1 MB]

Wenn Sie diesen Gottesdienst zu zweit feiern, sprechen Sie dieses Eingangsvotum bitte im Wechsel:

S1

Ich zünde ein Licht an im Namen Gottes des Vaters,

er hat die Welt erleuchtet

und den Atem des Lebens in mich gehaucht.

Zündet ein erstes Licht an.

S2

Ich zünde ein Licht an im Namen Jesu Christi,

des Gotteskindes

er hat die Welt errettet

und seine Hand nach mir ausgestreckt.

Zündet ein zweites Licht an.

S3

Ich zünde ein Licht an im Namen der Kraft des Heiligen Geistes.

Sie umfasst die Welt und heiligt mein Leben mit Sehnsucht.

Zündet ein drittes Licht an.

 

Sende dein Licht und deine Wahrheit

dreimal hintereinander im Kanon zu singen.

Psalm zum Advent

Wenn Sie diesen Gottesdienst zu zweit feiern, sprechen Sie den Psalm bitte im Wechsel:

 

Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist,

der Erdkreis und die darauf wohnen.

Denn er hat ihn über den Meeren gegründet

und über den Wassern bereitet.

Wer darf auf des Herrn Berg gehen,

und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte?

Wer unschuldige Hände hat und reinen Herzens ist.

Das ist das Geschlecht, das nach ihm fragt.

Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch,

dass der König der Ehre einziehe!

Wer ist der König der Ehre?

Es ist der Herr, stark und mächtig, der Herr, mächtig im Streit.

Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch,

dass der König der Ehre einziehe!

Wer ist der König der Ehre?

Es ist der Herr Zebaoth; er ist der König der Ehre.

Psalm 24,3-10

Laudate omnes gentes

dreimal hintereinander im Kanon zu singen

(Lobt alle Völker den Herrn!)

Taize Laudate omnes gentes.mp3
MP3-Audiodatei [8.8 MB]

Evangeliumslesung:
Matthäus 18,23-34             

Von der Vergebung

Jesus sagte ihnen dieses Gleichnis:

Darum gleicht das Himmelreich einem König, der mit seinen Knechten abrechnen wollte.

Und als er anfing abzurechnen, wurde einer vor ihn gebracht, der war ihm zehntausend Zentner Silber schuldig.

Da er’s nun nicht bezahlen konnte, befahl der Herr, ihn und seine Frau und seine Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen und zu zahlen.

Da fiel der Knecht nieder und flehte ihn an und sprach: Hab Geduld mit mir; ich will dir’s alles bezahlen.

Da hatte der Herr Erbarmen mit diesem Knecht und ließ ihn frei und die Schuld erließ er ihm auch.

Rembrandt van Rijn, Der Schalksknecht

Da ging dieser Knecht hinaus und traf einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Silbergroschen schuldig; und er packte und würgte ihn und sprach: Bezahle, was du schuldig bist!

Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn und sprach: Hab Geduld mit mir; ich will dir’s bezahlen.

Er wollte aber nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er bezahlt hätte, was er schuldig war.

Als nun seine Mitknechte das sahen, wurden sie sehr betrübt und kamen und brachten bei ihrem Herrn alles vor, was sich begeben hatte.

Da befahl ihn sein Herr zu sich und sprach zu ihm: Du böser Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich gebeten hast; hättest du dich da nicht auch erbarmen sollen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmt habe?

Und sein Herr wurde zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis er alles bezahlt hätte, was er schuldig war.

So wird auch mein himmlischer Vater an euch tun, wenn ihr nicht von Herzen vergebt, ein jeder seinem Bruder [und seiner Schwester].

Stille

Wolfenbütteler Luther-Druck, Der Schalksknecht

Gedanken zum Thema I

Dieses Gleichnis vom Schalksknecht macht uns keine Mühe, und lässt keine Fragen offen.

Es liegt auf der Hand, wer mit dem König gemeint ist – nämlich Gott, der Herr – und wer mit dem begnadigten Knecht, der seinem Mitknecht gegenüber wiederum unbarmherzig war: nämlich wir uns unsere Mitmenschen.

Darum möchte ich dieses Gleichnis gleich beim Wort nehmen und Sie zu einer ersten Stille einladen.

Überdenken wir in der Stille unser eigenes Leben.

Wo waren da Verfehlungen, Irrwege, verpasste Augenblicke, Schuld gegenüber Ihren Mitmenschen, die sie auf sich geladen haben?

Wo und wie oft haben Sie die Vergebung Gottes geschenkt bekommen und gespürt, dass er Ihnen einen neuen Anfang ermöglicht hat?

Stille

Gedanken zum Thema II

10.000 Zentner Silber stehen in keinem Vergleich zu hundert Silbergroschen.

Das ist ein Unterschied – in unseren Maßen gerechnet – wie zwischen einem dreistelligen Millionenbetrag auf der einen und 7 Euro auf der anderen Seite.

Unfassbar groß ist also der Unterschied zwischen der Schuld, die Gott uns im Laufe unseres Lebens schon vergeben hat – und dem, was wir anderen zu vergeben haben.

Überdenken wir in der Stille unser eigenes Leben.

Wo haben andere Menschen Ihnen weg getan? Ihnen Hilfe verweigert? Sie übervorteilt oder betrogen?

Gibt es noch irgendwo jemanden, dem oder der sie noch nicht vergeben haben?

Stille

Sanctus

dreimal im Kanon zu singen.

(Übersetzung: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, Gott Zebaoth.)

Sanctus Kanon.mp3
MP3-Audiodatei [1.5 MB]

Rembrandt van Rijn, Der verlorene Sohn

Gebet

Du, Gott, sagst ja zu mir, wenn alles nein sagt,
weil ich so vieles falsch gemacht habe.

Wenn Menschen nicht verzeihen können,
nimmst du mich an trotz aller Schuld.

Ich bitte Dich:
Gib mir den Mut, mich selbst zu kennen,
mach mich bereit zu neuem Tun.
Und reiß mich aus den alten Gleisen;
ich glaube, Herr, dann wird es gut.

Richte meine Füße auf den Weg hin zum anderen,
der auf das erste Wort von mir wartet.

Strecke meine Hand aus,
sie dem anderen zum Frieden reiche.

Tu meinen Mund auf,
dem anderen das Wort der Versöhnung zu sagen!

Denn, wenn du mir vergibst,
dann kann ich leben;
und wenn du mir beistehst,
dann kann ich auch anderen vergeben,
dann kann ich neue Lieder singen
und selbst ein Lied für andere sein.

Und in der Stille bringen wir vor Gott, was jede/n von uns persönlich bewegt:

Gebetsstille

Vater unser

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel,

so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

 

Dona nobis pacem

zweimal im Kanon zu singen.

(Gib uns Frieden!)

Abkündigungen

 

Wir laden ein zum nächsten Gottesdienst hier in der Friedrichskirche am 12. Dezember um 10 Uhr, traditionell der Gottesdienst der ev. Frauen in Hessen und Nassau mit Pfrn. Dorothea Zager und Team.

Unser Spielenachmittag „Café Würfel“ trifft sich das nächste Mal am kommenden Freitag, 3. Dezember um 15.30 Uhr im Roten Haus.

Am 2. Adventssonntag, 5. Dezember um 18 Uhr findet ein Adventskonzert der Wormser Kantorei und Friedrichs Flötenkreis in der Dreifaltigkeitskirche statt. Der Eintritt ist frei. Spenden sind herzlich willkommen.

Und die Meditations-Andacht „Klang & Stille“ am 6. Dezember um 18.30 Uhr hier in der Kirche.

Konzert Kantorei und Friedrichsflötenkreis?

Am Samstag, 11. Dezember um 19 Uhr findet in der Friedrichskirche das Konzert „Ruhe in klangreicher Stille“.

Und nun wollen wir miteinander um den Segen Gottes bitten:

 

Segensbitte

Frauen     
In deine Hände gebe ich meinen Geist,

du hast mich erlöst.

Männer
Unser Gott im Himmel,

festige dein Reich für immer

und walte über uns auf ewig.

Frauen
Er schläft und schlummert nicht, der Hüter Israels

Männer
Eine ruhige Nacht und ein seliges Ende

Gewähre uns der gütige und menschenfreundliche Gott,

Frauen
der Vater und der Sohn und der heilige Geist.

Alle
Amen.

Musik zum Ausgang

Johannes Brahms, O Heiland reiß die Himmel auf
O Heiland reiß die Himmel auf, Op. 74 No[...]
MP3-Audiodatei [14.0 MB]

Wenn Sie die Arbeit in unserer Gemeinde mit einer Spende unterstützen möchten, können Sie das gerne tun:

IBAN: DE64 5535 0010 0000 0148 87
BIC: MALADE51WOR
Sparkasse Worms-Alzey-Ried

Wir freuen uns über jede Gabe.
Ab 50 € stellen wir gerne auch eine Spendebescheinigung aus.

 

Unseren nächsten Onlinegottesdienst feiern wir am 3. Advent, 12. Dezember um 10 Uhr: den traditionellen Frauengottesdienst im Advent.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Evangelische Friedrichsgemeinde Worms