Friedrichsgemeinde Worms
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Abendgottesdienst am Sonntag Jubilate

 


Hier gelangen Sie zu
unserem Videogottesdienst.

 

 

 

Meditativer Gottesdienst am Sonntagabend

in Zeiten der Coronapandemie

25. März 2021 in der Friedrichskirche

„Vom großen Abendmahl"
(Lukas 14,16-24)

Auch in Zeiten der Coronapandemie feiert die Friedrichsgemeinde jeden letzten Sonntag im Monat einen meditativen Abendgottesdienst.

Abkürzungen:

L =          Liturg/in

G =          Gemeinde (alle)

S1/2/3 =  Sprecher/in 1/2/3 (Lektoren)

 

Musik zum Eingang

De Noche.mp3
MP3-Audiodatei [1.9 MB]

Begrüßung

 

Guten Abend, liebe Mitchristinnen und Mitchristen,
Seien Sie alle herzlich willkommen zu unserem Abendgottesdienst.

Einladungen sind derzeit ja eher selten. Wir dürfen uns nur in familiären Mini-Grüppchen treffen. Das ist schade – aber unumgänglich und wichtig. Aber wir sehnen uns wirklich danach, dass wir einmal wieder eingeladen werden: zu einem Fest, zu einem Ausflug, zu einem interessanten Vortrag oder zu einem fröhlichen Gottesdienst.

Coronabedingt ist da ja nun eher Flaute mit den Einladungen.

Aber eines kennen Sie bestimmt – ob nun von vor der Pandemie oder in dem Wissen: das kommt garantiert wieder, wenn das alles einmal überwunden ist: Einladungen, die wir nicht mögen. Wo wir am liebsten absagen möchten.

Darum geht es heute in unserem Abendgottesdienst: um Einladungen – kleine und große. Und was das mit unserem Glauben zu tun hat.

Wir freuen uns, dass Sie unseren Abendgottesdienst mit uns feiern, in dessen Mittelpunkt das Gleichnis vom Großen Abendmahl (Lukas 14,16-24) steht.

 

Wie, als würden wir diesen Abendgottesdienst in unserer Kirche feiern, beginnen wir ihn mit unserem Lobpreis:

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen!

Woher kommt mir Hilfe?

Meine Hilfe kommt von Gott, der Himmel und Erde gemacht hat.

Nichts soll dich ängstigen (dreimal zu singen.)

Taizé - Nada te turbe.mp3
MP3-Audiodatei [11.1 MB]

Ich zünde ein Licht an im Namen Gottes des Vaters,

er hat die Welt erleuchtet

und den Atem des Lebens in mich gehaucht.

Zündet ein erstes Licht an.

Ich zünde ein Licht an im Namen Jesu Christi,

des Gotteskindes.

Er hat die Welt errettet

und seine Hand nach mir ausgestreckt.

Zündet ein zweites Licht an.

Ich zünde ein Licht an im Namen der Kraft des Heiligen Geistes.

Sie umfasst die Welt und heiligt mein Leben mit Sehnsucht.

Zündet ein drittes Licht an.

 

Sende dein Licht und deine Wahrheit

dreimal hintereinander im Kanon zu singen.

Psalm zur Osterzeit

Wenn Sie diesen Gottesdienst zu zweit feiern, sprechen Sie den Psalm bitte im Wechsel:

Der Herr ist meine Macht und mein Psalm

und ist mein Heil.

Man singt mit Freuden vom Sieg / in den Hütten der Gerechten: Die Rechte des Herrn behält den Sieg!

Die Rechte des Herrn ist erhöht;

die Rechte des Herrn behält den Sieg!

Ich werde nicht sterben, sondern leben

und des Herrn Werke verkündigen.

Der Herr züchtigt mich schwer;

aber er gibt mich dem Tode nicht preis.

Ich danke dir, dass du mich erhört hast

und hast mir geholfen.

Der Stein, den die Bauleute verworfen haben,

ist zum Eckstein geworden.

Das ist vom Herrn geschehen

und ist ein Wunder vor unsern Augen.

Dies ist der Tag, den der Herr macht;

lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.

Psalm 118,14-25

 

Laudate omnes gentes
dreimal hintereinander im Kanon zu singen

(Lobt alle Völker den Herrn!)

Taize Laudate omnes gentes.mp3
MP3-Audiodatei [8.8 MB]

Gedanken zum Thema I:
Ausreden und Entschuldigungen

Kennen Sie Roger Cicero und seine Swingmusik?

Er hat schwungvolle Lieder geschrieben, die geradezu aus dem Leben gegriffen sind und mich immer wieder schmunzeln lassen, weil ich dabei oft denke: "Ja, genauso ist es!"

Eins seiner Lieder heißt: Kein Abendessen bei Lutz und Tina. Er besingt alle seine Ausreden und Versuche, dieser Einladung zum Abendessen zu entgehen, weil Lutz und Tina wohl eher anstrengende und langweilige Gastgeber sind. Oh ja, das kennen wir!

 

Einladungen, die wir am liebsten ausschlagen würden – und was wir uns da alles einfallen lassen, um nicht hingehen zu müssen.

Da wird nicht selten kräftig geflunkert.

So lade ich Sie zu einer ersten Stille ein. Wie ist das bei Ihnen? Wenn Sie sich drücken wollen vor einem Termin oder einer Einladung? Was sind Ihre Entschuldigungen? Ihre Ausreden? Und warum wollen Sie da nicht hin?

Stille

Biblische Lesung Lukas 14,16-24

Das große Abendmahl

 

Jesus erzählte ihnen folgendes Gleichnis:

Es war ein Mensch, der machte ein großes Abendmahl und lud viele dazu ein. Und er sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, den Geladenen zu sagen: Kommt, denn es ist schon bereit!

Da fingen sie alle an, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich.

Und ein andrer sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich.

Wieder ein andrer sprach: Ich habe eine Frau geheiratet; darum kann ich nicht kommen.

Und der Knecht kam zurück und sagte das seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen und Verkrüppelten und Blinden und Lahmen herein.

Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da.

Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, dass mein Haus voll werde. Denn ich sage euch: Keiner der Männer, die eingeladen waren, wird mein Abendmahl schmecken.

Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Amen.

Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht

dreimal zu singen:

Gedanken zum Thema 2: Gott lädt ein

Gott lädt ein. Zu einem Fest. Typisch Lukas. Immer gedeckte Tische. Immer offene Türen und Herzen. Lukas ist das Buch der gedeckten Tische und der Gemeinschaft.

Der verlorene Sohn kehrt verzweifelt heim. Lieber bei meinem Vater als Schweinehirt im Schlamm sitzen als in der Fremde verhungern, hat er sich gedacht. Es dauert eine Umarmung lang und ein paar Tränen der Wiedersehensfreude und schon wird ein Kalb geschlachtet und ein Fest gefeiert, dessen Musik und Lachen bis hinaus klingt auf die Felder des daheimgebliebenen Bruders. (Lk 15,11-32)

Zachäus will eigentlich nur mal gucken. Der Kleine. Der Sünder. Der, den alle meiden. Er will nur mal gucken, wie dieser Jesus aussieht. Und wenige Augenblicke später die Überraschung: „Zachäus, komm herunter von Deinem Baum!“ Bei Dir möchte ich heute zu Gast sein. Und was wird das für ein Festmahl. Ein Mahl der Freude und der Vergebung und des Neuanfangs. (Lk 19,1-10)

So geht das bis ans Ende des Evangeliums. Aus der Klage der Jünger von Emmaus auf dem Weg nach Hause wird ein Abendessen des Erstaunens: Der Auferstandene bricht ihnen das Brot und sie erkennen begeistert, dass das stimmt mit seiner Auferstehung. Dass er wirklich lebt. (Lk 24,13-35)

Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie in der Haut des verlorenen Sohnes stecken? Wenn Sie Zachäus wären, oder einer der Emmausjünger? Erstaunt? Überrascht? Glücklich?
 

Stille

 

Gedanken zum Thema 3:
Einladung zum Leben

Erstaunt, überrascht, glücklich – ja das wäre ich, wenn Gott mich so liebevoll aufnehmen, mir so dicht an der Seite wäre wie beim verlorenen Sohn, bei Zachäus oder bei den Emmausjüngern.

Für so eine Einladung würde ich ganz sicher keine Ausreden erfinden. Sie etwa?

Wenn wir das Gleichnis hören, dann schütteln wir den Kopf und sagen: Wie kann man denn nur eine Einladung Gottes ausschlagen!? Was kann denn an einem Ackerkauf, an einem Ochsengespann oder einer neuen Frau so wichtig sein, dass wir das versäumen?

Hier geht es aber garnicht nur um einen einzigen Besuch oder eine Einladung, sondern um etwas viel Größeres: Es geht um unser Leben. Unser eigenes Leben. Und wir hören Einladung Gottes, dieses Leben mit ihm zu gestalten – uns immer und immer wieder einladen zu lassen, zu ihm zu kommen, und bei ihm Kraft zu schöpfen, Durst zu löschen, Ruhe zu finden.

Es geht nicht um unseren Gottesdienstbesuch am Sonntag. Sondern auch um unser Leben von Montag bis Samstag. Wie sieht es damit aus, liebe Gemeinde? Lassen wir uns einladen, uns von Gott versorgen zu lassen? Ihm all unsere Sorgen in die Hände zu legen? Ihm unsere Zukunft und unser Leben anzuvertrauen?

Gott wünscht sich, dass wir unser Leben feiern und dankbar und ohne Sorgen aus seiner Hand nehmen. Dass wir – wenn auch nicht jeden Tag immer ganz bewusst, aber doch von unserer Grundeinstellung her, Finanzen Finanzen sein lassen, Strukturen Strukturen sein lassen, Wohlstand, materielle Sicherheit einfach mal alles hinten an stellen und sagen: Ja, dieses Leben ist einfach wunderschön Es ist wie eine Einladung zum Fest. Wir dürfen dankbar sein und fröhlich, wir dürfen Gemeinschaft haben, erzählen, lachen, genießen und einfach mal die Hände öffnen, weil Gott sie füllt.

Genau dazu sind wir eingeladen, liebe Gemeinde.

Bei allen Sorgen, die wir uns machen, bei allen Verpflichtungen, die wir haben, bei aller Verantwortung, die wir empfinden für unsere Erde, den Weltfrieden, die Umwelt, bei allen Belastungen, die Krankheit und Kummer um andere manchmal auf unseren Herzen legen … wir dürfen unser Leben dankbar führen und wenn es uns irgendwie möglich ist auch fröhlich. Denn Gott füllt uns die Hände: mit Sanftmut und Zuversicht, mit Hoffnung und Liebe, mit Wahrheit und Gewissheit.

Gott will uns die Hände füllen.
Gott wir uns die Herzen füllen.
Da darf alles andere, was uns so wichtig erscheint, in den Hintergrund treten. Wir sollten dieser Einladung folgen. Unbedingt.

Amen.

Stille

Sanctus

(Übersetzung: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, Gott Zebaoth.)

dreimal im Kanon zu singen.

Sanctus Kanon.mp3
MP3-Audiodatei [1.5 MB]
 

Gedenken an unsere Verstorbene

In diesem Abendgottesdienst wollen wir an ein Gemeindeglied denken, von dem wir am 9. April Abschied genommen haben:

Wir trauern mit den Angehörigen um Anni Mechnig geb. Bayerer, die am 26. März diesen Jahres im Alter von 91 Jahren in Gottes Geborgenheit abgerufen worden.

Wir haben sie am 9. April auf dem Pfeddersheimer Friedhof in Gottes Erde zurückgelegt und uns dabei trösten lassen mit der Verheißung des Propheten Jesaja: über Jes 40,31

Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.

Gebet für unsere Verstorbene

Barmherziger Gott,
Dir vertrauen wir unsere Verstorbene an.

Du hast Anni Mechnig das Leben geschenkt und sie begleitet durch schöne und durch schwere Zeiten.

Du hast ihr Geborgenheit und Liebe in ihrer Familie geschenkt, so dass Sie bis zum letzten Atemzug glücklich und geborgen war. Dafür danken wir Dir.

Sei du nun der, der sie durch den Tod hindurch in ein neues Leben führt und ihr neue Geborgenheit schenkt in Deinem Reich.

Schenke den Angehörigen – vor allem ihren Töchtern Monika und Marita und ihren Enkelkindern – die Gewissheit, dass du uns einen neuen Himmel und eine neue Erde schenken wirst. Dann werden wir wieder mit denen vereint sein, um die wir trauern, und miteinander Gemeinschaft und Liebe erfahren, die niemals vergehen. Amen.

 

 

Gebet

Barmherziger Vater,
Du lädst uns ein, unser Leben zu feiern wie ein Fest.

Du weißt, dass uns das nicht leicht fällt. Gerade in diesen schwierigen Zeiten, wo fröhliche Feste, Gemeinschaft und Geselligkeit nur ganz eingeschränkt erlaubt sind.

Wir bitten Dich: Fülle uns die Hände mit Sanftmut und Zuversicht, mit Hoffnung und mit Liebe.

Und öffne uns die Augen für das Schöne und Wertvolle, das Du uns schenkst.

Und in der Stille bringen wir vor Gott, was jede/n von uns persönlich bewegt:

Gebetsstille

Vater unser

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

 

Dona nobis pacem
zweimal im Kanon zu singen.

(Gib uns Frieden!)

 

Und nun wollen wir miteinander um den Segen Gottes bitten:

Segensbitte

In deine Hände gebe ich meinen Geist,

du hast mich erlöst.

Unser Gott im Himmel,

festige dein Reich für immer

und walte über uns auf ewig.

Er schläft und schlummert nicht, der Hüter Israels

Eine ruhige Nacht und ein seliges Ende

Gewähre uns der güti0ge und menschenfreundliche Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Musik zum Ausgang

Download
Taizé - Frieden, Frieden.mp3
MP3-Audiodatei [9.5 MB]
 

Wenn Sie die Arbeit in unserer Gemeinde mit einer Spende unterstützen möchten, können Sie das gerne tun:

IBAN: DE64 5535 0010 0000 0148 87
BIC: MALADE51WOR
Sparkasse Worms-Alzey-Ried

Wir freuen uns über jede Gabe.
Ab 50 € stellen wir gerne auch eine Spendebescheinigung aus.

 

Unseren nächsten Onlinegottesdienst feiern wir am Sonntag Rogate, 8. Mai: es ist der Vorstellungsgottesdienst unserer Konfirmanden*innen zum Thema: „Wenn Luthers Rose blüht ...“.

 

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