Abendgottesdienst mit Taizégesängen am 25. Juli 2021

Meditativer Gottesdienst am Sonntagabend

in Zeiten der Coronapandemie

25. Juli 2021 in der Friedrichskirche oder unter freiem Himmel

 

„Vom Senfkorn und vom Sauerteig“
Matthäus 13,31-32

 

Bitte stellen Sie zu Beginn
des Gottesdienstes drei Kerzen zurecht.

Wenn Sie diesen Gottesdienst zu zweit oder zu dritt feiern, können Sie sich beim Sprechen abwechseln.

Musik zur Einstimmung

Ich bin mit Dir instrumental

Ich bin mit dir instrumental.mp3
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Begrüßung

Guten Abend, liebe Mitchristinnen und Mitchristen,
Seien Sie alle herzlich willkommen zu unserem Abendgottesdienst.

Wir freuen uns, dass Sie unseren Abendgottesdienst mit uns feiern, in dessen Mittelpunkt auch heute wieder ein Gleichnis Jesu steht: das ausdrucksstarke Doppelgleichnis Senfkorn und Sauerteig.

Lassen Sie uns, bevor wir das erste Lied miteinander singen, unseren Abendgottesdienst mit unserem Lobpreis beginnen:

 

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen!

Woher kommt mir Hilfe?

Meine Hilfe kommt von Gott,
der Himmel und Erde gemacht hat.

Nichts soll dich ängstigen

dreimal zu singen.

Taizé - Nada te turbe.mp3
MP3-Audiodatei [11.1 MB]

Wir zünden ein Licht an im Namen Gottes des Vaters,
er hat die Welt erleuchtet
und den Atem des Lebens in mich gehaucht.

Zünden Sie das erste Licht an.

Wir zünden ein Licht an im Namen Jesu Christi,
des Gotteskindes.
Er hat die Welt errettet
und seine Hand nach mir ausgestreckt.

Zünden Sie das zweite Licht an.

Wir zünden ein Licht an im Namen der Kraft des Heiligen Geistes.
Sie umfasst die Welt und heiligt mein Leben mit Sehnsucht.

Zünden Sie das dritte Licht an.

Sende dein Licht und deine Wahrheit

dreimal hintereinander im Kanon zu singen.

Psalm zur Trinitatiszeit

Männer
Ich will den Herrn loben allezeit;

sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.

Frauen
Meine Seele soll sich rühmen des Herrn,

dass es die Elenden hören und sich freuen.

Preiset mit mir den Herrn

und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen!

Da ich den Herrn suchte, antwortete er mir

und errettete mich aus aller meiner Furcht.

Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude,

und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden.

Als einer im Elend rief, hörte der Herr

und half ihm aus allen seinen Nöten.

Der Engel des Herrn lagert sich um die her,

die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus.

Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist.

Wohl dem, der auf ihn trauet!

Fürchtet den Herrn, ihr seine Heiligen!

Denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel.

Psalm 34,2-10

Laudate omnes gentes

dreimal hintereinander im Kanon zu singen

(Lobt alle Völker den Herrn!)

Taize Laudate omnes gentes.mp3
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Biblische Lesung: Matthäus 13,31-32

Das Gleichnis von Senfkorn und Sauerteig

Jesus legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach:

Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte; das ist das kleinste unter allen Samenkörnern; wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als alle Kräuter und wird ein Baum, dass die Vögel unter dem Himmel kommen und wohnen in seinen Zweigen.

Ein anderes Gleichnis sagte er ihnen: Das Himmelreich gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Scheffel Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war.

Stille

Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht

dreimal zu singen

Gedanken zum Thema

Ein Senfkorn ist winzig klein. Das kleinste Samenkorn, das man zur Zeit Jesu kannte. Es ist nur 1mm groß. Aber der Senfstrauch, der daraus wächst, kann innerhalb von 2 Jahren zu einem Baum bis zu 3,5 Metern heranwachsen.

Vom Sauerteig braucht man nur einen Teelöffel voll, um davon Sauerteig herzustellen. Soviel , dass viele Laibe Brot gebacken werden können, die länger halten als jedes Weißbrot.

Lasst uns in der Stille unser Leben bedenken:

Was hat es in Ihrem Leben gegeben, das winzig klein begonnen hat? Was davon ist heute so groß und wirksam ist, das es nicht mehr wegzudenken ist?

Stille

Gedanken zum Thema

Wie ist das mit unserem Glauben?

Lasst uns in der Stille unseren Glauben bedenken:

Wann wurde er in Euer/in Ihr Herz gesät. Erinnern Sie sich an die Anfänge Ihres Glaubens? In der Kindheit? Im Religionsunterricht? Oder hier in unserer Gemeinde bei Dorothea Helmsen und Pfarrer Sorge?

Was ist aus diesem kleinen Kinderglauben geworden?

Ist er gewachsen? Groß und stark?
Oder ist er angefochten? Voller Zweifel und Nöte?

Stille

Gedanken zum Thema

Wie ist das mit dem Glauben in unserer Welt? In unserer Kirche?

Sicher: der Anfang zur Zeit der ersten Christengemeinden war klein und schwach. Dann wuchs das Christentum zu einer großen weltweiten Bewegung – wurde so groß, dass Machtgebaren und Ungerechtigkeit ein Teil kirchlichen Lebens wurde.

Heute geht der Einfluss des Christentums zurück. Geht der Senfbaum jetzt ein? Oder wächst er dennoch weiter?

Woraus schöpfen wir unsere Hoffnung, dass der Senfbaum des christlichen Glaubens weiter wächst?

Unsere Hoffnung liegt allein auf Gott selbst. Er hat gesät. Den kleinen Samen des Reiches Gottes in unsere Herzen und in diese Welt gesetzt. Sein Wachstum steht allein in seiner Hand. Und er wird das, was er gesät hat, nicht verdorren lassen.

Stille

Sanctus

(Übersetzung: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, Gott Zebaoth.)

dreimal im Kanon zu singen.

Sanctus Kanon.mp3
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Gebet

Wir beten mit einem Abendlied aus dem 19. Jahrhundert:

Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen
und wird vom Dunkel überweht.
Am Morgen hast du Lob empfangen,
zu dir steigt unser Nachtgebet.

Die Erde rollt dem Tag entgegen;
wir ruhen aus in dieser Nacht
und danken dir, wenn wir uns legen,
dass deine Kirche immer wacht.

Denn unermüdlich, wie der Schimmer
des Morgens um die Erde geht,
ist immer ein Gebet und immer
ein Loblied wach, das vor dir steht.

Die Sonne, die uns sinkt, bringt drüben
den Menschen überm Meer das Licht:
und immer wird ein Mund sich üben,
der Dank für deine Taten spricht.

So sei es, Herr: die Reiche fallen,
dein Thron allein wird nicht zerstört;
dein Reich besteht und wächst, bis allen
dein großer, neuer Tag gehört.

Und in der Stille bringen wir vor Gott, was jede/n von uns persönlich bewegt:

Gebetsstille

Vater unser

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Dona nobis pacem

zweimal im Kanon zu singen.

(Gib uns Frieden!)

Und nun wollen wir miteinander um den Segen Gottes bitten:

Segensbitte

In deine Hände gebe ich meinen Geist,
du hast mich erlöst.

Unser Gott im Himmel,
festige dein Reich für immer
und walte über uns auf ewig.

Er schläft und schlummert nicht, der Hüter Israels.

Eine ruhige Nacht und ein seliges Ende
Gewähre uns der gütige und menschenfreundliche Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Musik zum Ausgang

Benedictus instrumental.mp3
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Hinweis:
Der Gottesdienst am 8. August kann urlaubsbedingt leider nicht online gestellt werden.

 

Den nächsten Onlinegottesdienst finden Sie auf unserer Homepage am 22. August 2021.

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