Abendgottesdienst mit Gesängen nach Taizé

Meditativer Gottesdienst am Sonntagabend

in Zeiten der Coronapandemie

27. Juni 2021 in der Friedrichskirche

„Vom Vierfachen Ackerfeld“
Markus 4,3-8

Auch in Zeiten der Coronapandemie feiert die
Friedrichsgemeinde jeden letzten Sonntag im Monat
einen meditativen Abendgottesdienst.

Bitte stellen Sie sich zu Beginn drei Kerzen zurecht, die Sie im Laufe des Gottesdienstes anzünden können.

Die Fotos in diesem Onlinegottesdienst entstammen dem Vorstellungsgottesdienst unserer Konfirmandinnen 2019
zum Thema "Das Gleichnis vom Sämann".

Abkürzungen:

Fr = Frauen

M = Männer

A = Alle gemeinsam

Musik zum Eingang

Taizé Instrumental 3, Abelsoft

Begrüßung

Guten Abend, liebe Mitchristinnen und Mitchristen,
Seien Sie alle herzlich willkommen zu unserem Abendgottesdienst.

Wir freuen uns, dass Sie unseren Abendgottesdienst mit uns feiern, in dessen Mittelpunkt auch heute wieder ein Gleichnis steht: das kurze aber sehr ausdruckkräftige Gleichnis Vom vierfachen Ackerfeld.

Ganz besonders begrüße ich heute abend die Mitglieder unseres neuen Singkreises. Es sing sangesfreudige Mitchristen und Mitchristinnen, die sich zusammengefunden haben, um miteinander zu singen – und um uns als Gemeinde bei unserem Gemeindegesang zu unterstützen.

Unter der Leitung von Karla Kronenberger haben sie schon tüchtig geübt und werden uns heute erstmalig beim Singen der Lieder und Kanons unterstützen.

Vielen Dank, dass es Euch als Singgruppe gibt, und vielen Dank, dass Ihr heute abend bei uns seid.

Lassen Sie uns, bevor wir das erste Lied miteinander singen, unseren Abendgottesdienst mit unserem Lobpreis beginnen:

 

M: Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen!

Fr: Woher kommt mir Hilfe?

A: Meine Hilfe kommt von Gott, der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Nichts soll dich ängstigen
(dreimal zu singen.)

Taizé - Nada te turbe.mp3
MP3-Audiodatei [11.1 MB]

Wir zünden ein Licht an im Namen Gottes des Vaters,

er hat die Welt erleuchtet

und den Atem des Lebens in mich gehaucht.

Zünden Sie bitte das erste Licht an.

Wir zünden ein Licht an im Namen Jesu Christi,

des Gotteskindes.

Er hat die Welt errettet

und seine Hand nach mir ausgestreckt.

Zünden Sie bitte das zweite Licht an.

Wir zünden ein Licht an im Namen der Kraft des Heiligen Geistes.

Sie umfasst die Welt und heiligt mein Leben mit Sehnsucht.

Zünden Sie bitte das dritte Licht an.

 

Sende dein Licht und deine Wahrheit

dreimal hintereinander im Kanon zu singen.

Psalm zur Trinitatiszeit

Wenn Sie diesen Gottesdienst zu zweit feiern, sprechen Sie den Psalm bitte im Wechsel:

Fr: Ich will den Herrn loben allezeit;

sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.

M: Meine Seele soll sich rühmen des Herrn, dass es die Elenden hören und sich freuen.

Fr: Preiset mit mir den Herrn

und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen!

M: Da ich den Herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht.

Fr: Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude,

und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden.

M: Als einer im Elend rief, hörte der Herr

und half ihm aus allen seinen Nöten.

Fr: Der Engel des Herrn lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus.

M: Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!

Fr: Fürchtet den Herrn, ihr seine Heiligen!

Denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel.

Psalm 34,2-10

Laudate omnes gentes
dreimal hintereinander im Kanon zu singen

(Lobt alle Völker den Herrn!)

Taize Laudate omnes gentes.mp3
MP3-Audiodatei [8.8 MB]

Biblische Lesung I: Markus 4,3-8           

Das Gleichnis vom Sämann

Da sagte Jesus zu ihnen:
„Hört zu! Ein Bauer ging aufs Feld, um zu säen.

Als er die Körner ausstreute, fiel ein Teil von ihnen auf den Weg. Da kamen die Vögel und pickten sie auf.

Andere Körner fielen auf felsigen Grund, der nur mit einer dünnen Erdschicht bedeckt war.

Sie gingen rasch auf, weil sie sich nicht in der Erde verwurzeln konnten; aber als die Sonne hochstieg, vertrockneten die jungen Pflanzen, und weil sie keine Wurzeln hatten, verdorrten sie.

Wieder andere Körner fielen in Dornengestrüpp, das bald die Pflanzen überwucherte und erstickte, sodass sie keine Frucht brachten.

Andere Körner schließlich fielen auf guten Boden; sie gingen auf, wuchsen und brachten Frucht. Manche brachten dreißig Körner, andere sechzig, wieder andere hundert.“

Stille

Gedanken zum Thema:Stille

Wie ist das mit unserem Glauben?

Wir haben die frohe Botschaft von der Gnade Gottes gehört, die uns in Jesus Christus begegnet ist. Wir haben diese Botschaft angenommen und uns fest vorgenommen, Christen zu bleiben und unseren Glauben nicht zu vergessen.

Aber im Lauf unseres Lebens kommen so viele andere Interessen dazu. Unser Alltag – ja auch unser Sonntag – ist mit so vielem angefüllt, das uns wichtig ist.

Wenn wir nicht aufpassen und unseren Glauben nicht pflegen, dann vertrocknet er. Fragen Sie sich selbst: Pflege ich meinen Glauben? Übe ich ihn immer wieder ein?

Stille

Wie ist das mit unserem Glauben?

Wir haben die frohe Botschaft angenommen und uns fest vorgenommen, Christen zu bleiben und unseren Glauben nicht zu vergessen.

Aber Glauben ist nicht leicht! Da sind persönliche Schicksalsschläge, die uns zweifeln lassen. Oder wir sehen im Fernsehen von schrecklichen Kriegen, von Katastrophen oder Hungersnot und fragen uns verzweifelt, wie kann Gott so etwas zulassen.

All diese Sorgen und diese Schicksale sind wie Dornen, die unseren Glaube kaputt machen können. Fragen Sie sich selbst: Kenne ich das? Was kann ich gegen diese Zweifel machen?

Stille

Wie ist das mit unserem Glauben?

Es ist nicht einfach, im normalen Leben Christ zu sein. Manche Leute lächeln über uns, schimpfen über die Kirche, halten unser Glockengeläut für Lärm und unseren Gesang für altmodisch.

Das sind dann die Vögel, die die Samenkörnchen meines angefochtenen Glaubens wegpicken, ehe sie richtig groß werden können.

Biblische Lesung II: Markus 4,10-20

Die Deutung des Gleichnisses vom Sämann

Jesus fragte die Zwölf und die anderen Jünger:
„Versteht ihr dieses Gleichnis?

Der Bauer, der die Samenkörner ausstreut, sät die gute Botschaft, das Evangelium Gottes aus.

Manchmal fallen die Worte auf den Weg. So ist es bei den Menschen, die die gute Botschaft zwar hören, aber dann kommt sofort der Satan und nimmt weg, was in ihr Herz gesät wurde.

Bei anderen ist es wie bei dem Samen, der auf felsigen Grund fällt. Sie hören die gute Botschaft und nehmen sie sogleich mit Freuden an; aber sie kann in ihnen keine Wurzeln schlagen, weil diese Leute unbeständig sind. Wenn sie in Schwierigkeiten geraten oder verfolgt werden, werden sie gleich an ihr irre.

Wieder bei anderen ist es wie bei dem Samen, der in das Dornengestrüpp fällt. Sie hören zwar die gute Botschaft, aber sie verlieren sich in ihren Alltagssorgen, lassen sich vom Reichtum verführen und leben nur für ihre Wünsche. Dadurch wird die Botschaft erstickt und bleibt wirkungslos.

Bei anderen schließlich ist es wie bei dem Samen, der auf guten Boden fällt. Sie hören die gute Botschaft, nehmen sie an und bringen Frucht, manche dreißigfach, andere sechzigfach, wieder andere hundertfach.«

Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht

dreimal zu singen

Gedanken zum Thema:

Wie ist das mit unserem Glauben?

Ja, wir finden unseren den Glauben wichtig und hilfreich und haben uns fest vorgenommen, Christen zu bleiben und unseren Glauben nicht zu vergessen.

Und oft gelingt uns das auch. Trotz aller Mühen und Sorgen, die das Leben mit sich bringt, bleiben wir in unseren Herzen dankbar und fröhlich, weil Gott uns nicht vergessen hat.

Trotz mancher Schicksalsschläge, schwerer Krankheiten oder Abschiede von Menschen, die wir lieb hatten, vertrauen wir auf Gott. Wir wissen, dass Gott für jeden einen guten Weg weiß und uns auch führt.

Auch wenn andere über uns lächeln, gehen wir zum Gottesdienst und besuchen unsere Friedrichsgemeinde, in der sie sich wohl und geborgen fühlen.

So kann unser Glaube wachsen und stark werden wie eine Pflanze auf guter, dunkler Blumenerde.

Ich hoffe und bete für Euch und für Sie alle, dass unser aller Glaube immer mehr an Kraft gewinnt. Gott möge uns allen in unserem Leben und Glauben ein starker Halt sein. Amen.

 

Stille

Sanctus

(Übersetzung: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, Gott Zebaoth.)

dreimal im Kanon zu singen.

Sanctus Kanon.mp3
MP3-Audiodatei [1.5 MB]

Gebet

Barmherziger Vater,
Du hast uns dein Wort geschenkt: die frohe Botschaft von Deiner Liebe und Barmherzigkeit hast Du in unsere Herzen gegossen.

Wir bitten Dich:
Sorge für uns. Schütze unseren Glauben. Stärke uns für unser Leben.

Schenke uns die Kraft, Frucht bringen, damit unser Leben in Jesu Nachfolge gelingt.

Und in der Stille bringen wir vor Gott, was jede/n von uns persönlich bewegt:

Gebetsstille

Vater unser

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

 

Dona nobis pacem
zweimal im Kanon zu singen.

(Gib uns Frieden!)

Abkündigungen

Wir laden ein zum nächsten Gottesdienst in der Friedrichskirche am Sonntag, 11. Juli um 10 Uhr mit Abendmahl.

Bei schönem Wetter im Hof, dann ohne Abendmahl aber mit Gemeindegesang.

Die Meditationsandacht „Klang & Stille“ trifft sich am 5. Juli um 18.30 Uhr hier in der Friedrichskirche.

Der Wahlvorstand der Friedrichsgemeinde gibt folgendes vorläufiges Wahlergebnis in alphabetischer Reihenfolge bekannt:

Jacob Aggrey, Markus Bayerl, Jutta Grün, Georg Hassa, Hannelies Hofmann, David Huber, Karlheinz Ihl, Ester Lauer, Gudrun Markert, Holger Pfleger, Uwe Nickel und Carola Wendland.

Die Wahlunterlagen können noch bis 30. Juni nach telefonischer Terminvereinbarung im Pfarrbüro eingesehen werden.

Die Dekanatssynode hat in Ihrer Tagung am 12. April 2021 die Satzung für die Gemeindeübergreifende Trägerschaft (GüT) für Kindertagesstätten im Dekanat beschlossen. Die Satzung kann ebenfalls nach telefonischer Terminvereinbarung im Pfarrbüro bis 2. Juli eingesehen werden.

Und nun wollen wir miteinander um den Segen Gottes bitten:

Segensbitte

M: In deine Hände gebe ich meinen Geist,

du hast mich erlöst.

Fr: Unser Gott im Himmel,

festige dein Reich für immer

und walte über uns auf ewig.

M: Er schläft und schlummert nicht, der Hüter Israels

Fr: Eine ruhige Nacht und ein seliges Ende

Gewähre uns der gütige und menschenfreundliche Gott,

M: der Vater und der Sohn und der heilige Geist.

A: Amen.

Musik zum Ausgang

Tui amoris ignem (Taizé)

Tui amoris ignem.mp3
MP3-Audiodatei [12.4 MB]

 

Den nächsten Gottesdienst feiern wir - präsent und online! - am 11. Juli 2021.
Sie finden die Onlinefassung dann hier.

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