Festgottesdienst zum Pfingstmontag

Pfingstparament am Altar der Friedrichskirche

 

10.00 Uhr Friedrichskirche Worms mit der Feier des Heiligen Abendmahls

 

Bevor Sie diesen Gottesdienst feiern – alleine oder zu mehreren – legen Sie für jede/n ein Stückchen Brot zurecht und stellen Sie für jede/n einen kleinen Kelch mit Wein oder Traubensaft bereit

Wenn Sie mögen, zünden Sie sich vor dem Gottesdienst eine Kerze an. So sind wir alle miteinander verbunden durch das Licht, das Symbol unseres Herrn Jesus Christus.

Orgelvorspiel

Max Reger, "Komm, o komm, du Geist des Lebens" op. 67 Nr. 22

Zur Einstimmung auf das Pfingstfest

Pfingsten

Du schickst uns Deinen Geist,
damit wir dich verstehen,
du sendest uns dein Wort,
damit wir’s weiter geben.

Du schickst uns Deinen Geist,
behütest unsern Weg,
wo du der Leitstern bist,
da kann uns nichts gescheh‘n.

Dein Segen uns begleitet
vom Anbeginn der Welt,
denn du bist Herr und Schöpfer
von Erd und Himmelszelt.

Christina Telker

 

 

Eingangslied der Gemeinde

EG 135,1+3+4: Schmückt das Fest mit Maien

1. Schmückt das Fest mit Maien,

lasset Blumen streuen,
zündet Opfer an,
denn der Geist der Gnaden
hat sich eingeladen,
machet ihm die Bahn!
Nehmt ihn ein, so wird sein Schein
euch mit Licht und Heil erfüllen
und den Kummer stillen.

3. Lass die Zungen brennen,
wenn wir Jesus nennen,
führ den Geist empor;
gib uns Kraft zu beten
und vor Gott zu treten,
sprich du selbst uns vor.
Gib uns Mut, du höchstes Gut,
tröst uns kräftiglich von oben
bei der Feinde Toben.


4. Güldner Himmelsregen,
schütte deinen Segen
auf der Kirche Feld;
lasse Ströme fließen,
die das Land begießen,
wo dein Wort hinfällt,
und verleih, daß es gedeih,
hundertfältig Früchte bringe,
alles ihm gelinge.

 

Eingangsvotum

Im Namen des Vaters, und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Eingangspsalm 100 = EG 740

Wenn Sie diesen Gottesdienst mit mehreren Mitchristen*innen feiern, können Sie diesen Psalm im Wechsel lesen:

Alle Frauen sprechen:
Jauchzet dem Herrn, alle Welt!
Dienet dem Herrn mit Freuden,

Alle Männer sprechen:
kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!
Erkennet, dass der Herr Gott ist!

Alle Frauen sprechen:
Er hat uns gemacht und nicht wir selbst
zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.

Alle Männer sprechen:
Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben; danket ihm, lobet seinen Namen!

Alle Frauen sprechen:
Denn der Herr ist freundlich, und seine Gnade währet ewig
und seine Wahrheit für und für.

Alle sprechen gemeinsam:
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. ie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Gebet

Wir wollen beten.

Lebendiger Gott, wir stehen heute vor Dir an diesem Pfingstfest, aber von frischem Wind und Begeisterung ist bei uns nicht viel zu spüren.

Die Erfahrung von 1½ Jahren Pandemie hat uns ängstlich gemacht.

Die Kontaktbeschränkungen, das Tragen der Masken, das Fehlen unbeschwerter Gemeinschaft hat uns die Lebensfreude genommen.

Wir sind mutlos und niedergeschlagen. Fast so wie Deine Jünger, die sich ängstlich und ratlos in das Kämmerlein ihrer Angst zurückgezogen hatten.

Wenn uns einer wieder beleben kann,
Wenn uns einer wieder begeistern kann,
wenn uns einer befreien kann von Angst und Mutlosigkeit, dann bist Du es.

Wir bitten Dich: Lass den frischen Wind der Hoffnung durch unsere Herzen wehen, und mache uns zu lebensfrohen und begeisterten Menschen.

Das bitten wir Dich durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Pfingstparament an der Kanzel der Friedrichskirche

Schriftlesung            zugleich Predigttext

1 Kor 12,4-11:

Es gibt verschiedene Gaben, doch ein und derselbe Geist teilt sie zu.

Es gibt verschiedene Dienste, doch ein und derselbe Herr macht dazu fähig.

Es gibt verschiedene Wunderkräfte, doch ein und derselbe Gott schenkt sie – er, der alles in allen wirkt.

Doch an jedem und jeder in der Gemeinde zeigt der Heilige Geist seine Wirkung in der Weise und mit dem Ziel, dass alle etwas davon haben.

Die einen befähigt der Geist dazu, Gottes weisheitsvolle Pläne zu enthüllen; andere lässt er erkennen, was in einer schwierigen Lage getan werden soll.

Derselbe Geist gibt den einen besondere Glaubenskraft und den anderen die Kraft, zu heilen.

Der Geist ermächtigt die einen, Wunder zu tun; andere macht er fähig, Weisungen Gottes zu verkünden. Wieder andere können unterscheiden, was aus dem Geist Gottes kommt und was nicht. Die einen befähigt der Geist, in unbekannten Sprachen zu reden; anderen gibt er die Fähigkeit, das Gesagte zu deuten.

Aber das alles bewirkt ein und derselbe Geist. So wie er es will, teilt er jedem und jeder in der Gemeinde die eigene Fähigkeit zu.

Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Halleluja!

Glaubensbekenntnis (EG 805)

Wir bekennen unseren Glauben heute mit dem Festtagsbekenntnis unserer Kirche von Nicäa-Konstantinopel:

Wir glauben an den einen Gott,

den Vater, den Allmächtigen,

der alles geschaffen hat,

Himmel und Erde,

die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn Jesus Christus,

Gottes eingeborenen Sohn,

aus dem Vater geboren vor aller Zeit:

Gott von Gott, Licht vom Licht,

wahrer Gott vom wahren Gott,

gezeugt, nicht geschaffen,

eines Wesens mit dem Vater,

durch ihn ist alles geschaffen.

Für uns Menschen und zu unserem Heil

ist er vom Himmel gekommen,

hat Fleisch angenommen

durch den Heiligen Geist

von der Jungfrau Maria

und ist Mensch geworden.

Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,

hat gelitten und ist begraben worden,

ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift

und aufgefahren in den Himmel.

Er sitzt zur Rechten des Vaters

und wird wiederkommen in Herrlichkeit,

zu richten die Lebenden und die Toten;

seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist,

der Herr ist und lebendig macht,

der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,

der mit dem Vater und dem Sohn

angebetet und verherrlicht wird,

der gesprochen hat durch die Propheten,

und die eine, heilige, allgemeine

und apostolische Kirche.

Wir bekennen die eine Taufe zur

Vergebung der Sünden.

Wir erwarten die Auferstehung der Toten

und das Leben der kommenden Welt.

Amen.

Wochenlied

EG 130,1+2: O Heilger Geist, kehr bei uns ein

1. O Heilger Geist, kehr bei uns ein
und lass uns deine Wohnung sein,
o komm, du Herzenssonne.
Du Himmelslicht, laß deinen Schein
bei uns und in uns kräftig sein
zu steter Freud und Wonne.
Sonne, Wonne,
himmlisch Leben willst du geben,
wenn wir beten;
zu dir kommen wir getreten.


2. Du Quell, draus alle Weisheit fließt,
die sich in fromme Seelen gießt:
lass deinen Trost uns hören,
dass wir in Glaubenseinigkeit
auch können alle Christenheit
dein wahres Zeugnis lehren.
Höre, lehre,
dass wir können Herz und Sinnen dir ergeben,
dir zum Lob und uns zum Leben.

Predigt

Predigttext: 1. Kor 12,4-11

 

Sie können diese Predigt auch anhören,
anstatt sie zu lesen (12 Minuten):

Predigt über 1 Kor 12,4-11.mp4
MP3-Audiodatei [17.5 MB]

Lesepredigt:
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Liebe Gemeinde am Pfingstfest,

Wind ist wohltuend und erfrischend, solange er sanft weht. Wird Wind zum Wirbelsturm, wird er lebensgefährlich.

Feuer ist wohltuend und wärmend, solange es sicher im Kamin vor sich hin knistert. Wird Feuer unkontrollierbar und zur Feuersbrunst, bringt es Tod und Vernichtung.

Wasser wohltuend und belebend, solange es in ruhigen Bahnen verläuft. Tritt Wasser über die Ufer und wird es zur Naturkatastrophe, bringt es Menschen, Tieren und Pflanzenwelt den Tod.

In Maßen genossen ist also fast alles wohltuend. Ein zuviel schadet.

Zu viel Leben, zu viel Bewegung, zu viel Unruhe durch den Geist Gottes, liebe Gemeinde, so etwas gibt es tatsächlich auch!

Den Worten im 2. Korintherbrief nach zu urteilen, hat man ja zunächst das Gefühl: Eine Bilderbuchgemeinde! Soviel begeisterte Mitchristen. Da war ja was los! Die Gemeinde kann sich gar nicht retten vor Menschen, die im wahrsten Sinne des Wortes begeistert sind und ihre Gaben, wo sie nur können, in’s Gemeindeleben einbringen: Die einen können Wunder tun und Menschen heilen, andere sind hervorragende Prediger, wiederum andere können prophetisch reden, sogar Ekstatiker gibt es: Menschen, die vor Begeisterung in eine solche Hochstimmung versetzt werden, dass sie nur noch stammeln und lallen und keiner sie mehr versteht. In den Gottesdiensten geht es laut und lebhaft zu. Wenn nämlich alle zusammen kommen, dann will einer dem anderen von seinen Gaben und Fähigkeiten erzählen, von seinen Erfolgen und Heilungen, und sie wollen einander natürlich auch mit ihren Fähigkeiten übertreffen – wie das so ist unter Menschenkindern. Da kann es einem schnell zu viel werden. Verständlich, dass Paulus da versucht, die Wogen zu glätten.

Unser erster Gedanke, wenn wir diese Zeilen des Paulus lesen ist ja der: Na, die haben ja Probleme! Wir haben da keine Schwierigkeiten, dass sich im Gottesdienst und in der Gemeinde zu viele mit ihren Begabungen einbringen möchten. Dass es da zu laut, zu fröhlich, zu begeistert zuginge. Das Gegenteil ist doch eher der Fall: Gerade jetzt, wo wir ganz vorsichtig unsere Kirche wieder öffnen, und nur auf Abstand und ohne Singen unsere Gottesdienste feiern, geht es doch recht still, fast ängstlich unter uns zu. Manche trauen sich ja erst garnicht zum Gottesdienst zu gehen. Liebe und treue Gemeindeglieder, an die ich voller Sehnsucht denke. Und wenn wir ehrlich sind: Schon vor der Pandemie war es so, dass manchmal mehr Bänke als Gottesdienstbesuchende in unserer Kirche waren. Und nun Wir leiden eher daran, dass die Gottesdienste auf den Pfarrer oder die Pfarrerin ausgerichtet sind und die anderen viel zu wenig zum Zuge kommen. Und in der Gemeindearbeit hört man oft dieselbe Klage:

Es sind doch immer wieder die gleichen, die sich mit ihren Gaben einbringen und andere schauen nur zu und kritisieren hinterher. Das überschwängliche Wirken des Heiligen Geistes, diese Kraft, die Menschen erfüllt und andere mitreißt, spüren wir viel zu selten in unserer Gemeinde und Kirche – und wir fragen uns bang, wo er denn überhaupt noch weht in dieser Zeit, die geprägt ist von Ratlosigkeit und Zukunftsangst in der Kirche. Weder in unserer Gemeinde noch in der Kirche überhaupt erleben wir, dass der Heilige Geist uns mit Enthusiasmus erfüllt und Begabungen hervorbringt, die in ihrer Fülle und Lebendigkeit fast über uns zusammenschlagen und erst einmal gebändigt werden müssen.

Ein laues Lüftchen also nur, statt Wind?

Ein glimmender Docht nur noch, statt Feuer?

Ein Rinnsal nur noch, statt Wasser?

Ein bisschen wehmütig schauen wir dann nach Korinth – oder auch in andere Gemeinden. Da gibt es eine reichhaltige und bunte Vielfalt von Begabungen und Begeisterungen, eine Vielfalt von Meinungen und Glaubensweisen, die manchmal mit der gleichen Begeisterung gelebt und vertreten werden, wie die Begabungen der Gemeinde in Korinth und diese Gemeinden haben sogar die Gabe gegangen, unsere Vielfalt unter einen Hut zu bringen.

Und bei uns? Wie gerne fangen wir dann an zu klagen: Unser Gemeindeleben hat gerade angefangen wieder zu blühen ... und dann kam Corona ... und die Sperrung unseres Paul-Gerhardt-Saales. Krippenspiel, Café Würfel, Flötenkreis, Vorträge der Erwachsenenbildung ... alles wieder dahin. Oder?

Nein, es ist nicht alles dahin, Ihr Lieben. Im Gegenteil: In unserer Gemeinde blühen neue Gaben auf. Menschen wurden uns geschenkt, die Musik machen, die Meditationen anleiten, die miteinander singen – wenn auch noch ganz klein und digital. Menschen, die sich unseres Friedrichsgärtchens annehmen und es zum Blühen bringen wollen, Und Menschen, die gerne einen Kindergottesdienst gründen würden ... Und nun kommt es darauf an, diese Begeisterung und diese guten Ideen zusammenzufügen zu einem harmonischen und frohen Miteinander.

Die Antwort des Paulus ist also auch ein Antwort an uns:

Es gibt verschiedene Gaben, doch ein und derselbe Geist teilt sie zu. Es gibt verschiedene Dienste, doch ein und derselbe Herr macht dazu fähig. Es gibt verschiedene Wunderkräfte, doch ein und derselbe Gott schenkt sie - er, der alles in allen wirkt.

Alle Gaben unter uns sind also gleich wichtig und gleich gut, denn für Gott ist jeder, dem er sie schenkt, sein geliebtes Kind.

Es ist ein kleiner, fester Kern von Menschen, die immer wieder da sind, sich engagieren. Ihre Kirche lieben und dafür kämpfen, dass sie nicht untergeht. Und es werden mehr!

Sie, liebe Gemeindeglieder, gehören heute dazu!

Der Ruck der Begeisterung, der die Jünger damals von ihrer Angst befreite, und sie als Missionare in alle Welt schickte – genau so ein Ruck muss auch durch unsere Gemeinde gehen.

Alleine zu Gottesdienst zu gehen und traurig zu sein, dass nur so wenige kommen, das ist nicht das, was sich Gott vorgestellt hat von seiner Gemeinde. Und zuhause bleiben und darüber jammern, was Corona alles kaputt gemacht hat – das ist auch nicht das, was Gott sich von uns wünscht.

So wie er am Anfang unserer Kirche die Jünger ausgesandt hat, um die Welt davon zu überzeugen, dass Christus lebt und ein Leben nach seinem Willen uns glücklich macht. So sendet er uns auch heute aus. Uns, seine Jünger, diese kleine verängstigte Schar.

1. Wenn Sie das nächste Mal zum Gottesdienst gehen: nehmen sie doch jemanden mit. Dann sind sie doch schon zu zweit oder zu dritt.

2. Wenn Sie Familien kennen, die kleine Kinder haben, sagen Sie ihnen: Wenn es so weiter geht und wir die Pandemie tatsächlich bis Herbst überwunden haben, dann wird es an Weihnachten endlich wieder ein Krippenspiel geben, das Frau Zager einüben wird. Schickt Eure Kinder dort hin!

3. Wenn Sie Menschen sehen, die heute Wäsche bügeln, oder ihr Auto saugen, schauen Sie nicht traurig weg, sondern gehen Sie hin und sagen sie ihnen: Deine Arbeit kannst Du doch auch noch am Dienstag machen. Heute ruh Dich aus. Oder komm mit zum Gottesdienst. Es ist Sonntag!

4. Wenn Ihnen jemand sagt, zum Abendmahl gehe ich nicht. Das ist mir zu unhygienisch. Dann erzählen Sie, wie wir heute Abendmahl feiern werden – coronakonform und ohne Angst. Und dass wir eine fröhliche und liebevolle Gemeinschaft sind, die zwar im Moment noch nicht singen darf – aber liebe Menschen finden, die die Lieder für uns singen.

5. Wenn Ihnen jemand sagt: Gottesdienst um 10.00 Uhr ist mir zu früh. Dann laden Sie die Menschen zum Abendgottesdienst ein. Nächste Woche feiern wir ihn wieder! Und er ist jedesmal ein besonders Erlebnis.

Liebe Gemeinde, Christus braucht jeden von uns, um die frohe Botschaft seiner Liebe weiterzutragen.

Und heute ruft er auch Sie – jede und jeden einzelnen von Ihnen: Geht hin und macht zu Jüngern alle Völker. Ich bin doch bei Euch alle Tage bis an das Ende der Welt.

Haben Sie keine Angst. Lassen Sie sich von Heiligen Geist ermutigen und begeistern. Er hat die Herzen der Jünger geöffnet und die ängstlich verschlossenen Türen ihres Hauses.

Bis hin zu Paulus, der gesagt hat: Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig macht alle, die daran glauben,

Auf einer Karte aus Maria Laach habe ich einmal das Wort gelesen: Es ist genauso gut, zur Ehre Gottes Dome zu bauen, wie Kartoffeln zu schälen.

Genau das müssen wir in unserer Kirche erkennen, dass jede noch so kleine Tätigkeit unendlich wertvoll ist, wenn sie zum Aufbau unserer Gemeinde dient. Das Wirken eines Menschen, der am Krankenbett Trost zuspricht, der unsere „Brücke“ in die Häuser trägt oder mit Klangschalen gehetzte Menschen in fruchtbare Stille führt, ist genauso wertvoll wie das Ringen unseres Bauausschusses um die Freigabe unseres Paul-Gerhardt-Saales, wie Angelikas liebevolles Schmücken des Altars, Sandras Orgelüben am Samstag Nachmittag, Frau Kronenbergers Gesang oder mein Grübeln über verständliche Worte für Gebete und Predigt.

Wertvoll wird unsere Arbeit allein dadurch, dass wir es für Gott tun. Aus Liebe zu ihm und aus Verbundenheit zu seiner Kirche, unserer Friedrichsgemeinde. Denn Gott, für den wir dies alles tun, veredelt all unser Tun und verbindet uns fest untereinander durch seinen Heiligen Geist.

Amen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft bewahre Eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

Lied vor dem Abendmahl

EG 555,1+2: Unser Leben sei ein Fest

 

Singen oder Swingen Sie mit "musicbox78nrw", der dieses herrliche Lied mit der Titelmusik von "Löwenzahn" kombiniert hat ... viel Spaß!

 

Unser Leben sei ein Fest, Jesu Geist in unserer Mitte, Jesu Werk in unseren Händen, Jesu Geist in unseren Werken.

Unser Leben sei ein Fest, in dieser Stunde und jeden Tag.


Unser Leben sei ein Fest, Jesu Hand auf unserem Leben, Jesu Licht auf unseren Wegen, Jesu Wort als Quell unserer Freude.

Unser Leben sei ein Fest, in dieser Stunde und jeden Tag.


Unser Leben sei ein Fest, Jesu Kraft als Grund unsrer Hoffnung, Jesu Brot als Mahl der Gemeinschaft, Jesu Wein als Trank neuen Lebens.

Unser Leben sei ein Fest, in dieser Stunde und jeden Tag.


Unser Leben sei ein Fest, Jesu Weinstock, wir seine Rebe, unsre Taten Frucht seines Geistes, Jesus selbst als Stamm der Gemeinde.
Unser Leben sei ein Fest, in dieser Stunde und jeden Tag.

Einsetzungsworte

Unser Herr Jesus Christus in der Nacht, da er verraten wurde, nahm er das Brot, dankte, brach's, gab's seinen Jüngern und sprach: Nehmet hin und esset, das ist mein Leib, der für Euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis.

Ebenso nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte, gab ihnen den und sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus. Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für Euch und für viele vergossen ist zur Vergebung aller Eurer Sünden. Solches tut, sooft ihr's trinket zu meinem Gedächtnis.

Deinen Tod, o Herr, verkündigen wir, Deine Auferstehung preisen wir, bis Du kommst in Herrlichkeit. Amen.

Vaterunser

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel,

so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Austeilung

Bitte nehmen Sie sich das vorbereitete Brot zu sich und lesen Sie:

Nimm hin und iss, das ist der Leib Christi, für Dich gebrochen zur Vergebung aller Deiner Sünden. Solches stärke und bewahre Dich durch den rechten einigen Glauben zu ewigen Leben. Amen.

Bitte trinken Sie aus dem vorbereiteten Kelch und lesen Sie:

Nimm hin und trink, das ist das Neue Testament in Christi Blut, dass für Dich und für viele vergossen ist zur Vergebung aller Deiner Sünden. Solches stärke und bewahre Dich durch den rechten einigen Glauben zu ewigen Leben. Amen.

Lasst uns am Bekenntnis der Hoffnung festhalten und nicht wanken; denn treu ist der, der uns berufen hat. (Hebr 13,8) Amen.

Dankgebet

Danket, danket dem Herrn, denn er ist sehr freundlich. Seine Güt und Wahrheit bleiben ewiglich. (Ps 27)

Barmherziger Gott,

wir danken Dir für das Geschenk Deines Abendmahls.

Im Brot und im Wein hast du uns sehen und schmecken lassen, dass Du spürbar unter uns bist und uns stärkst.

Wir danken dir, Gott, für alles, was wir dir zu verdanken haben durch deinen Sohn, der uns in allem, was unser Leben ausmacht, vorangegangen ist, und den Heiligen Geist, durch den du uns führst und begleitest an allen Tagen und auf allen Wegen bis ans Ende der Welt.

Fürbittengebet – Gebetsstille

Lieber Vater, wir danken dir, dass du mit deinem Geist bei uns bist.

Wenn wir ihn unter uns Menschen wirken lassen, dann wird unsere Welt gesund.

Wir bitten Dich um den Geist des Respekts, damit wir uns nicht über Menschen mit anderen Gedanken, anderer Lebensart und anderem Glauben erheben, sondern taktvoll und behutsam miteinander umgehen.

Wir bitten dich um den Geist der Liebe, der Menschen miteinander verbindet, die durch Streit oder Krieg getrennt sind.

Wir bitten dich um den Geist des Friedens, der uns Menschen, ja unsere ganze Welt vor dem Tod durch Gewalt und Zerstörung bewahrt.

Wir bitten dich um den Geist der Hoffnung, der denen hilft, die in aussichtsloser Situation neue Ziele und gangbare Wege suchen.

Wir bitten dich um den Geist der Gerechtigkeit, der den Verfolgten, den Hungernden und Gefangenen in aller Welt ihr Recht auf Leben und Freiheit widerfahren lässt.

Wir bitten dich um den Geist des Vertrauens, damit wir inmitten einer Welt, in der so viele auf Kosten anderer ihren eigenen Vorteil suchen, bereit werden, uns für andere einzusetzen.

Wir bitten dich um den Geist der Demut, der uns inmitten einer Welt der Eitelkeiten lehrt, schlicht und einfach zu leben, in Verantwortung gegenüber jedem Leben und deiner gesamten Schöpfung.

Herr, Du bist der Urgrund unseres Lebens, du bist das Licht unserer Seele. Schenke uns den Geist des Glaubens, damit es in uns hell wird und durch uns selbst in deiner ganzen Welt.

Und in der Stille bringen wir vor dich, was einen jeden von uns persönlich bewegt:

Gebetsstille

Vater, wir bitten dich: Erhöre unser Gebet. Amen.

Schlusslied

EG 136,4+7: Es gilt ein frei Bekenntnis

4. Es gilt ein frei Geständnis
in dieser unsrer Zeit,
ein offenes Bekenntnis
bei allem Widerstreit,
trotz aller Feinde Toben,
trotz allem Heidentum
zu preisen und zu loben
das Evangelium.


7. Du Heilger Geist, bereite
ein Pfingstfest nah und fern;
mit deiner Kraft begleite
das Zeugnis von dem Herrn.
O öffne du die Herzen
der Welt und uns den Mund,
daß wir in Freud und Schmerzen
das Heil ihr machen kund.

Segen

Wochenspruch zum Pfingstfest:

Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.

(Sacharja 4, 6)

Der Herr segne Euch und behüte Euch.

Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über Euch und sei Euch gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht über Euch und gebe Euch Frieden +. Amen.

Orgelnachspiel

Johann Sebastian Bach, Fantasia super 'Komm, Heiliger Geist' BWV 651

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Unseren nächsten Gottesdienst feiern wir am kommenden Sonntag, 30. Mai um 18.00 Uhr: unseren Abendgottesdienst mit Gesängen nach Taizé.

 

Er wird unter dem Thema stehen:

Das Gleichnis vom Vom Wachsen der Saat (Markus 4, 26-29)

 

Diesen Gottesdienst finden Sie ebenfalls als Lesegottesdienst hier auf unserer Homepage.

 

 

 

 

 

 

 

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