Evangelische Friedrichsgemeinde Worms
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Gottesdienst am 3. Advent, 12. Dezember 2021

Orgelvorspiel

Reger: "Macht hoch die Tür" op. 135a Nr. 16

Aus gesundheitlichen Gründen wird dieser Gottesdienst heute nur als Lesegottesdienst bereitgestellt.

 

Wir bitten Sie um Ihr Verständnis.

Begrüssung

Seien Sie herzlich willkommen zu unserem Gottesdienst am 3. Advent. Den Frauengottesdienst, den Frauen aus unserer Gemeinde für Sie vorbereitet hatten, müssen wir coronabedingt auf das Frühjahr verschieben.

Wir beginnen mit dem ersten Lied Nr. 11: „Wie soll ich Dich empfangen“ die Strophen 1 und 6.

Eingangslied

EG 11,1+6: Wie soll ich Dich empfangen

1. Wie soll ich dich empfangen und wie begegn ich dir, o aller Welt Verlangen, o meiner Seelen Zier? O Jesu, Jesu, setze mir selbst die Fackel bei, damit, was dich ergötze, mir kund und wissend sei.

2. Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin, und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß.

Eingangsvotum

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Amen.

Wochenpsalm

Psalm 102 = EG 741 (Männer und Frauen im Wechsel)

Herr, höre mein Gebet

und lass mein Schreien zu dir kommen!

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir in der Not,

neige deine Ohren zu mir;

wenn ich dich anrufe, so erhöre mich bald!

Denn meine Tage sind vergangen wie ein Rauch,

und meine Gebeine sind verbrannt wie von Feuer.

Ich bin wie die Eule in der Einöde,

wie das Käuzchen in den Trümmern.

Ich wache und klage

wie ein einsamer Vogel auf dem Dache.

Meine Tage sind dahin wie ein Schatten,

und ich verdorre wie Gras.

Du aber, Herr, bleibst ewiglich

und dein Name für und für.

Du wollest dich aufmachen und über Zion erbarmen;
denn es ist Zeit, dass du ihm gnädig seist,

und die Stunde ist gekommen.

Denn er schaut von seiner heiligen Höhe,

der Herr sieht vom Himmel auf die Erde,

dass er das Seufzen der Gefangenen höre

und losmache die Kinder des Todes,

dass sie in Zion verkünden den Namen des Herrn

und sein Lob in Jerusalem,

wenn die Völker zusammenkommen

und die Königreiche, dem Herrn zu dienen.

Ps 102,2-4.7-8.12-14.20-23

Ehr‘ sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Gebet

Wir wollen beten.

Guter Gott, nun sitzen wir also wieder hier vor Dir in Deinem Haus – und wir sind erschöpft und müde.

Müde von 1 1/2 Jahren Pandemie.

Erschöpft von all den Schutzmaßnahmen, Hygienevorschriften und Kontaktbeschränkungen,
erschöpft von dem Gerede der Impfverweigerer,
erschöpft von all unseren Bemühungen, trotz und mit Corona zu leben, zu lachen, zu singen und zu musizieren.

Wir hatten so gehofft, dass wir die Pandemie wenn schon nicht überwunden, so aber doch in den Griff bekommen hätten.

Mit müden Augen sehen wir dem Weihnachtsfest entgegen.

Und nun brennen wieder die Kerzen auf dem Adventskranz.

Und es leuchtet uns wieder der Stern.

Hattest Du uns nicht versprochen bei uns zu sein, wenn die Nacht am dunkelsten ist?

Hattest Du uns nicht versprochen, uns ein Licht anzuzünden in der Finsternis?

Wir flehen Dich an, barmherziger Vater, sieh uns an, unsere Not, unsere Traurigkeit, unsere Hilflosigkeit und führe uns aus der Finsternis ins Licht.

Erfülle unsere Herzen wieder neu mit Hoffnung auf eine bessere Zukunft und mit Vorfreude auf das Fest Deines Kommens und Deiner Liebe.

Das bitten wir dich durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

Evangeliumslesung

Marias Besuch bei Elisabeth (Lk 1,39-45)

Maria aber machte sich auf in diesen Tagen und ging eilends in das Gebirge zu einer Stadt in Juda und kam in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth.

Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe.

Und Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt und rief laut und sprach: „Gepriesen bist du unter den Frauen, und gepriesen ist die Frucht deines Leibes!

Und wie geschieht mir das, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?

Denn siehe, als ich die Stimme deines Grußes hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leibe.

Und selig bist du, die du geglaubt hast! Denn es wird vollendet werden, was dir gesagt ist von dem Herrn.“

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte,
und ein Licht auf meinem Wege. Amen.

Glaubensbekenntnis

Mit der ganzen Christenheit auf Erden bekennen wir unseren christlichen Glauben mit den Worten des Apostolischen Glaubensbekenntnisses:

Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde

und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes,

des allmächtigen Vaters, von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige, christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten, und das ewige Leben. Amen.

Lied zur Predigt

EG 1,1+3: Macht hoch die Tür

1. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit; es kommt der Herr der Herrlichkeit, ein König aller König­reich, ein Heiland aller Welt zugleich, der Heil und Leben mit sich bringt; derhalben jauchzt, mit Freu­den singt: Gelobet sei mein Gott, mein Schöpfer reich von Rat.

2. Er ist gerecht, ein Helfer wert; Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, sein Königskron ist Heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit; all unsre Not zum End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelo­bet sei mein Gott, mein Heiland groß von Tat.

Predigt über Lukas 21,25-33

„Ich seh’s kommen!“

Gnade sei mit Euch und Friede von Gott, unserem Vater und unserem Herrn und Heiland, Jesus Christus. Amen.

„Ich seh’s kommen!“, eine Redewendung, liebe Gemeinde, die nichts Gutes verheißt.

„Ich seh’s kommen!“ – wie oft haben wir im Laufe dieses Jahres unsere Mitmenschen räsonieren hören. Ich seh’s noch kommen, dass wir Weihnachten im Lockdown da sitzen und einander nicht besuchen dürfen.

„Ich seh’s noch kommen!“ – in der Ukraine braut sich ein Krieg zusammen – und Europa schaut machtlos zu.

„Ich seh‘s noch kommen!“ – , dass Völker Krieg anfangen – nur um an Wasser zu kommen.

Es brennt einfach an zu vielen Stellen der Erde, und manche äußern düstere Vorahnungen eines Weltbrandes. Ihre Furcht mag berechtigt sein. Nur ihr prophetisch düsteres „„Ich seh’s kommen! Das gibt noch ein böses Ende!“, zieht hinunter. Es deprimiert denjenigen, der so redet, und nimmt auch demjenigen alle Hoffnung, der das hören muss.

Wir Christen sehen das anders.

Zunächst einmal: Natürlich dürfen wir uns keine Illusionen machen, sondern sollten Realisten sein. Dass unsere Welt an vielen Ecken und Enden brennt – wer würde das nicht auch so sehen.

Die Realität sagt uns: Unsere Welt taumelt am Abgrund.

Aber die Wirklichkeit ist für uns Christen immer mehr und größer als das, was gerade geschieht. Zur Wirklichkeit von uns Christen gehört nicht nur die Realität der Welt und des Lebens, wie sie aktuell ist – erschreckend und beängstigend, sondern zu der Wirklichkeit, die wir sehen, gehört eben auch das, was sein wird, wenn alles vergangen ist.
Sprich: unsere Hoffnung, die über all das hinweg leuchtet.

Wir haben eine Hoffnung, dass über allem und hinter allem die Liebe unseres Gottes steht. Und dass er Gutes mit uns vorhat.

Und weil das so ist, finden wir uns nicht mit der Dunkelheit, der Kälte und der Gewalttätigkeit der Welt ab, sondern wir rücken zusammen, - wie heute hier in unserem Gottesdienst – werden zu Freunden und zu einer Gemeinde, singen Lieder der Hoffnung und zünden Lichter an – heute sogar schon drei!

Lichter, mit denen wir gemeinsam zugehen auf das große Licht.

Hoffnung

Erinnern wir uns heute an die Worte Christi aus dem Lukasevangelium – unseren heutigen Predigttext:

Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres,

und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen.

Und alsdann werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit.

Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.

Das sehen die ersten Christen kommen, liebe Gemeinde, sehen sie auf sich zukommen: die blanke Realität. Das Zerbrechen aller inneren Strukturen, das Zerbrechen der ganzen äußeren Naturordnungen. Es sind schlimme Vorahnungen – und doch sehen sie noch mehr: Sie wissen: Hinter allem Zusammenbruch und Untergang kommt der auf uns zu, der uns alle trägt und der eine Zukunft für uns bereit hält.

Erlösungserfahrungen

Wir würden das auch gerne so können wie die ersten Christen: Hinter allem Zusammenbrechen und Untergang den Einen sehen, der uns alle und die Welt trägt. Aber wir müssen zugeben: Wir können uns nur schwer die Worte Jesu hier in der Bibel zu eigen machen. Sie sind von einem uns so fremden, alten Weltbild geprägt.

Aber ich muss gestehen: Diese Endzeitängste und am Ende dieser befreiende Durchbruch der Hoffnung und der Erlösung bringt in mir etwas zum Klingen, was ich schon mal gehört und von Ferne ähnlich empfunden habe. Ich will Ihnen davon erzählen:

Dass ich Musik liebe, wissen Sie ja sicher.

Eines meiner Lieblingsstücke ist Beethovens Neunte Symphonie, die bekanntlich mit der „Ode an die Freude“ endet. Am liebsten in voller Konzertsaallautstärke, wenn sonst niemand im Haus ist - außer meinem Mann, der das genauso liebt wie ich.

Im letzten Satz wird die Musik des Orchesters mit einem Mal so laut und so schneidend und zerreißend in den Tönen, dass ich merke, wie ich dasitze und den Kopf einziehe. Es ist das schiere Chaos an Tönen, Instrumenten und Lautstärke. Die Musik steigert sich und versinkt in infernalischem Lärm …

Bis des Menschen Wort dem Chaos Einhalt gebietet und er wie in einem Gebet die erlösende Freude beschwört. Der Chor, der kraft

voll das Lied der Freude anstimmt, ist eine Erlösung auch für mich, der ich mich von den Mächten des Chaos habe in den Bann nehmen lassen. Ich kann mein Kopf erheben. Alles löst sich; die Freude, die himmlische, erfüllt mich und lässt das Chaos hinter mir.

Man mag sich darüber streiten, ob die Ode an die Freude mit christlichem Denken kompatibel ist, ein Tor für christliches Lebensgefühl öffnet Beethovens Neunte aber allemal: Nicht blitzzuckende Nacht, nicht bedrohliche Finsternis ist das Ende, nicht Zusammenbruch all dessen, was uns hält, sondern Durchbruch des Lichtes, das von oben kommt, sei es „himmlische Freude“ genannt wie bei Beethoven oder mit dem Antlitz einer himmlischen Gestalt – die Bibel nennt sie „Menschensohn“ – verbunden.

Wenn Zusammenbruch das Ende ist, sehen wir Christen mehr. Wenn Zusammenbruch das Ende ist, sehen wir die Vollendung kommen.

Begleiter

Ich will Angsterfahrungen keineswegs mit Beethovens Neunten überspielen.

Erfahrungen des Zusammenbruchs und des Untergangs sind für den Menschen, der sie erlebt, durchaus real und bedrohlich.

Erlösung brauchen wir. Erlösung ersehnen wir uns. Beethoven stellt sie in Tönen, Harmonien und mit Lautstärke dar, Lukas kleidet die Erlösung in die Schilderung einer Endzeitvision.

Beide aber haben etwas gemeinsam: Die Botschaft: Du kannst dich nicht selbst erlösen. Es braucht immer einen anderen. Es bedarf immer Helfers, eines Retters.

In Beethovens Neunter ist es die himmlische Freude, die vom Himmel kommt, in der Bibel ist es der Menschensohn, der auf einer Wolke aus Kraft und Herrlichkeit am Himmel erscheint.

Die Bibel bedient sich gern dieser mythischen Gestalt, um sie mit dem endgültigen Erscheinen Christi, des Gottessohnes, gleichzusetzen.

Advent

Wir wissen nicht, wie es sein wird, wie es konkret aussehen wird, wenn Christus erscheint, und unsere Welt rettet.

Manche malen es sich aus – in Musik, in Worten, in Visionen – manche lassen es auch, und sagen: Ich weiß nicht, wann und wie es sein wird.

Wichtig aber ist, zu wissen und darauf zu vertrauen: selbst wenn das Ende ein schlimmes Ende sein wird für die Erde – es wird ein gutes Ende sein für alle, die Gott vertrauen.

So können wir es einfach so stehen lassen – in aller Ungewissheit, wie es dann ganz konkret sein wird.

Zugleich dürfen wir aber auch sicher sein:

Hinter allem Lebens- und Friedensbedrohendem, hinter allem existenzbedrohendem Chaos wartet nicht der Tod, sondern das Leben.

Da kommt noch jemand. Es kommt einer, von dem wir wissen, er hat bereits das Chaos vor der Erschaffung der Welt beherrscht, und er wird auch alles Chaos beherrschen, dass uns heute und in Zukunft ängstigen will.

Wir dürfen also unser Haupt erheben und brauchen uns nicht zu fürchten.

Ich will das noch einmal symbolisch darstellen: Sie sehen ein großes Kruzifix vor sich. Der Gekreuzigte von Golgata steht für Schmerz, Leid, Verlassenheit, Untergang. – Lassen Sie dahinter die Statue des segnenden Christus von Rio erstehen. Er weist über das Kreuz hinaus auf die Erlösung.

Den Segnenden aber gibt es nur, weil es den Gekreuzigten gegeben hat. Und den Gekreuzigten gibt es nur, weil Maria diesen außergewöhnlichen Menschen unter ihrem Herzen getragen hat.

So wollen wir den Advent feiern: als realistisch-denkende Christen und zugleich als Christen voller Erwartung, voller Freude, voller Sehnsucht und ohne jede Angst.

Seht auf und erhebt Eure Häupter, weil sich Eure Erlösung naht. (Lk 21,28)

Amen.

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre Eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn. Amen.

Totengedenken

Zum Gedenken an zwei Verstorbene aus unserer Gemeinde bitte ich Sie sich von Ihren Plätzen zu erheben:

Wir trauern mit den Angehörigen um unser Gemeindeglied Erika Franziska Barbara Fischer geb. Bauer.

Sie verstarb am 30. November im Alter von 96 Jahren. Wir haben uns am 7. Dezember 2021 in einer Trauerfeier von ihr Abschied genommen.

Die Trauerfeier stand unter dem Wort aus Psalm 31,5:

„In Deine Hände befehle ich meinen Geist. Du hast mich erlöst, du treuer Gott!“

Wir trauern mit den Angehörigen um unser treues Gemeindeglied Maria Kaufmann geb. Meisner.

Sie verstarb am 29. November im Alter von 86 Jahren und wurde am 6. Dezember auf der Hochheimer Höhe bestattet. Zuletzt hatte Frau Kaufmann in Rülzheim in der Nähe ihrer Familie gelebt.

Zuvor aber wohnte sie fast 30 Jahre im Nibelungenring und war treue Gottesdienstbesucherin in der Friedrichskirche.

Gebet

Barmherziger Gott, Du weißt, wie es in uns aussieht, wenn ein Mensch an unserer Seite gestorben ist.

Zwei vertraute Stimmen schweigen: die von Erika Fischer und die von Maria Kaufmann. Wir sind traurig und erschrocken. Erinnerungen werden in uns wach und tun uns weh.

Wir bitten Dich für die Menschen, die um Erika Fischer und die von Maria Kaufmann trauern: Hilf Ihnen, dass sich der Schmerz des Abschieds in dankbare Erinnerung wandelt

Wir bitten Dich für unsere Verstorbenen selbst: Du hast sie in Dein Licht aufgenommen. Lass sie dort das sehen, was wir glauben: dass Du nach unserem Tod auf uns wartest und uns mit Liebe und Geborgenheit umgibst. Amen.

Wochenlied

EG +2,1-3: Maria durch ein Dornwald ging

Maria durch ein Dornwald ging, Kyrie eleison. Maria durch ein Dornwald ging, der hat in sieben Jahr´n kein Laub getragen. Jesus und Maria.

Da haben die Dornen Rosen getragen, Kyrie eleison. Als das Kindlein durch den Wald getragen, da haben die Dornen Rosen getragen. Jesus und Maria.

Fürbittengebet

Herr, wir warten auf dein Kommen.

Manchmal tasten wir uns bang

Durch die Tage unsres Lebens

Wie durch einen dunklen Gang.

Herr, wir warten auf dein Kommen.

Oft sind wir schon ganz verzagt,

zweifeln, ob sich wird erfüllen,

was du uns hast zugesagt.

Herr, wir warten auf dein Kommen.

Mancher glaubt schon längst nicht mehr,

dass noch die Befreiung käme,

dass ein guter Ausgang wär.

Herr, wir warten auf dein Kommen.

Wann bricht deiner Zukunft Schein

- Zukunft, die die Welt verändert –

In die Dunkelheit hinein?

Herr, wir warten auf dein Kommen.

Gib, dass jeder, wo er ist,

spüren mag hier und heute,

dass du, Herr, im Kommen bist.

Vaterunser

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Schlusslied

EG 13,1+3: Tochter Zion

1. Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir, ja er kommt, der Friedefürst. Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem!

2. Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk! Gründe nun dein ewig Reich, Hosianna in der Höh! Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk!

Abkündigungen

Wir laden ein zu den nächsten Gottesdiensten hier in der Friedrichskirche an Heiligabend, 24. Dezember mit Pfrn. Dorothea Zager.

Es wird zwei Präsenzgottesdienste geben, voraussichtlich um 15.30 Uhr und um 17.30 Uhr.

Zusätzlich wird es einen Krippenspielfilm geben, den unsere Krippenspielkinder kontaktlos eingesprochen haben und der mit Playmobilfiguren gefilmt wurde.

Näheres erfahren Sie auf unserer Homepage und im Schaukasten.

Und die Meditations-Andacht „Klang & Stille“ findet am 20. Dezember um 18.30 Uhr hier in der Kirche statt.

Und nun wollen wir uns zum Segen von unseren Plätzen erheben.

Segen

Geht hin unter dem Segen des Herrn:

Der Herr segne Euch und behüte Euch. Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über Euch und sei Euch gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht über Euch und gebe Euch Frieden.

Amen. Amen. Amen.

Musikalisches Nachspiel

L. v. Beethoven: Neunte Sinfonie (Symphony 9), Schlusssatz: Freude schöner Götterfunken

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