Gottesdienst mit Einführung des neuen Kirchenvorstands am 12. September 2021

Orgelvorspiel

Max Reger, "Komm, o komm, du Geist des Lebens" op. 67 Nr. 22

Begrüßung

 

Ein herzliches Willkommen Ihnen allen, die Sie heute diesen festlichen Gottesdienst mit uns gemeinsam online feiern!

Heute wird der neue Kirchenvorstand unserer Friedrichsgemeinde in sein Amt eingeführt, den die Mitglieder unserer Gemeinde am 12. Mai dieses Jahres gewählt haben.

Wir danken allen für die Teilnahme an der Kirchenwahl – und wir danken allen Männern und Frauen, die sich für das Amt der Kirchenvorsteherin und des Kirchenvorstehers zur Verfügung gestellt haben.

Über all diesem Dank den Menschen gegenüber steht aber unser Dank und unser Lobpreis Gott gegenüber, der uns führt und leitet, und das Schiff unserer Gemeinde bewahrt in schwerer und in glücklicher Zeit.

So lasst uns vor allen Dingen dem danken, der über alle Zeiten hinweg unser Schutz und unser Leitstern ist: unseren barmherzigen Gott.

Wir beginnen mit dem ersten Lied:
„O komm, Du Geist der Wahrheit“.

Eingangslied

EG 136,1+4: O komm, Du Geist der Wahrheit

1. O komm, du Geist der Wahrheit, und kehre bei uns ein, verbreite Licht und Klarheit, verbanne Trug und Schein. Gieß aus dein heilig Feuer, rühr Herz und Lippen an, dass jeglicher getreuer den Herrn bekennen kann.

4. Es gilt ein frei Geständnis in dieser unsrer Zeit, ein offenes Bekenntnis bei allem Widerstreit, trotz aller Feinde Toben, trotz allem Heidentum zu preisen und zu loben das Evangelium.

Eingangsvotum

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Alle gemeinsam: Amen.

Psalm 145

EG 756 Psalm 145

Wenn Sie diesen Gottesdienst zu zweit feiern, können Sie sich beim Beten des Psalm abwechseln.

I:
Gnädig und barmherzig ist der Herr

Ich will dich erheben, mein Gott, du König,

und deinen Namen loben immer und ewiglich.

II:
Der Herr ist groß und sehr zu loben,

und seine Größe ist unausforschlich.

Kindeskinder werden deine Werke preisen

und deine gewaltigen Taten verkündigen.

Gnädig und barmherzig ist der Herr,

geduldig und von großer Güte.

Dein Reich ist ein ewiges Reich,

und deine Herrschaft währet für und für.

Der Herr ist getreu in all seinen Worten

und gnädig in allen seinen Werken.

Der Herr hält alle, die da fallen,

und richtet alle auf, die niedergeschlagen sind.

Aller Augen warten auf dich,

und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.

Du tust deine Hand auf

und sättigst alles, was lebt, nach deinem Wohlgefallen.

Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen,

allen, die ihn ernstlich anrufen.

Er tut, was die Gottesfürchtigen begehren,

und hört ihr Schreien und hilft ihnen.

Kommt, lasst uns loben und anbeten!

Ps 118 i.A.

AlleGemeinde/Orgel: Alle gemeinsam:
Ehr‘ sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist. Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Eingangsgebet

Dir, barmherziger Vater, sei dieser festliche Gottesdienst geweiht, den wir heute dankbar und glücklich feiern.

Wir danken dir für die Vielfalt und das Leben unserer Gemeinde.

Zu unserer Gemeinde gehören Menschen, die sich seit Jahrzehnten mit Liebe und Phantasie engagiert haben und die auch weiterhin zu unserem Kirchenvorstand gehören.

Und zu unserer Gemeinde gehören Menschen, die sich jetzt neu bereiterklärt haben, sich durch ihr Engagement im Kirchenvorstand in unser Gemeindeleben einzubringen.

Und zu unserer Gemeinde gehören die Stillen, die für uns beten, die unsere Gottesdienste und Veranstaltungen besuchen, und die uns mit kleinen und großen Diensten immer wieder treu zur Seite stehen.

Du allein schenkst Wollen und Vollbringen. Deshalb gilt unser Dank und unser Lob in erster Linie dir, ewiger Gott. Du rufst Menschen in die Nachfolge Christi und in den Dienst an den Gliedern deiner Gemeinde. Dafür danken wir dir in Freude.

Und wir bitten dich: Lege deinen Segen auf diesen Gottesdienst, auf jeden und jede einzelne aus unserem Kirchenvorstand und auf jedes einzelne Gemeindeglied.

Wir bitten Dich für uns alle: Stärke uns im Glauben. Mach uns unverdrossen in der Liebe. Und nähre unsere Hoffnung.

Das bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Schriftlesung                                        

1. Kor 12,3-7.14-26

Viele Gaben – ein Geist

Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist.

Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr.

Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen.

In einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller;

Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.

Wenn aber der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum bin ich nicht Glied des Leibes, sollte er deshalb nicht Glied des Leibes sein?

Und wenn das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum bin ich nicht Glied des Leibes, sollte es deshalb nicht Glied des Leibes sein?

Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? Wenn er ganz Gehör wäre, wo bliebe der Geruch?

Nun aber hat Gott die Glieder eingesetzt, ein jedes von ihnen im Leib, so wie er gewollt hat.

Wenn aber alle Glieder ein Glied wären, wo bliebe der Leib?

Nun aber sind es viele Glieder, aber der Leib ist einer.

Das Auge kann nicht sagen zu der Hand: Ich brauche dich nicht; oder auch das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht.

Vielmehr sind die Glieder des Leibes, die uns die schwächsten zu sein scheinen, die nötigsten; und die uns am wenigsten ehrbar zu sein scheinen, die umkleiden wir mit besonderer Ehre, damit im Leib keine Spaltung sei, sondern die Glieder in gleicher Weise füreinander sorgen.

Ihr aber seid der Leib Christi und jeder von euch ein Glied.

Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.

Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Halleluja!

Gemeinde/Orgel: Halleluja

Glaubensbekenntnis                                

Ich glaube an Gott den Vater,

den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde

und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel,

er sitzt zur Rechten Gottes,

des allmächtigen Vaters,

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige, christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten,

und das ewige Leben. Amen.

Lied der Gemeinde

Da wohnt ein Sehnen tief in uns,
EG+ 102,1+2+4

EGplus 102 Da wohnt ein Sehnen.mp3
MP3-Audiodatei [8.2 MB]

Refrain: Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein. Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst.

1. Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir. In Sorge, im Schmerz – sei da, sei uns nahe, Gott. Refrain.

2. Um Einsicht, Beherztheit, um Beistand bitten wir. In Ohnmacht, in
Furcht – sei da, sei uns nahe, Gott. Refrain.

4. Dass du, Gott, das Sehnen, den Durst stillst, bitten wir. Wir hoffen auf dich – sei da, sei uns nahe, Gott. Refrain.

Text und Melodie: Anne Quigley / deutsch: Eugen Eckert

Einführung

Liebe Gemeinde,
am 12. Juni dieses Jahres fanden Kirchenvorstandswahlen statt. Dabei haben viele Menschen aus unserer Gemeinde ihre Zeit, ihre Arbeitskraft und ihre Phantasie zur Verfügung gestellt, damit diese Wahl durchgeführt werden konnte.

Wir danken dem Benennungsausschuss, dem Wahlvorstand und allen, die durch ihre Beteiligung an der Wahl gezeigt haben: Unsere Gemeinde liegt ihnen am Herzen!

Wir danken allen Frauen und Männern, die für den Kirchenvorstand kandidiert haben und freuen uns, dass alle Kandidatinnen und Kandidaten die notwendige Stimmanzahl erreicht haben und in unser Leitungsgremium gewählt wurden.

In den neuen Kirchenvorstand wurden die folgenden Personen gewählt:

Jacob Aggrey, Markus Bayerl, Jutta Grün, Georg Hassa, Hannelies Hofmann, David Huber, Karlheinz Ihl, Ester Lauer, Gudrun Markert, Uwe Nickel, Holger Pfleger und Carola Wendland.

Hannelies Hofmann und Carola Wendland werden im Abendgottesdienst am Sonntag, 26. September 2021, in ihren Dienst eingeführt.

Alle anderen Mitglieder des Kirchenvorstands bitte ich jetzt nach vorne zu kommen und sich hier in einem Halbkreis aufzustellen.

Alle Mitglieder des neuen Kirchenvorstands kommen nach vorn.

Es ist schön, dass Sie bereit sind, unsere Gemeinde zu leiten. Was das bedeutet, hat unsere Kirchenordnung in Artikel 13 beschrieben:

Verlesen von Artikel 13 der Kirchenordnung

„Der Kirchenvorstand leitet die Kirchengemeinde nach Schrift und Bekenntnis sowie der auf ihnen beruhenden kirchlichen Ordnung und ist für das gesamte Gemeindeleben verantwortlich.

Er hat darauf zu achten, dass in der Kirchengemeinde das Wort Gottes lauter verkündigt wird und die Sakramente recht verwaltet werden.

Er soll die Sendung der Gemeinde in die Welt ernst nehmen und auch die Gemeindemitglieder dazu anhalten.

Geeignete Gemeindemitglieder soll er zur Mitarbeit ermuntern und vorhandene Gaben in der Kirchengemeinde wirksam werden lassen.

Der Kirchenvorstand vertritt die Kirchengemeinde nach außen.“

Verpflichtung

Nun lese ich Ihnen das in unserer Kirchenordnung formulierte Versprechen vor:

„Ich gelobe vor Gott und dieser Gemeinde, den mir anvertrauten Dienst sorgfältig und treu zu tun in der Bindung an Gottes Wort gemäß dem Bekenntnis und nach den Ordnungen unserer Kirche und unserer Gemeinde.“ (Kirchenordnung Artikel 13 (6))

Wenn Ihr bereit seid, im Sinne dieses Versprechens Euer Amt als Kirchenvorsteherin, Euer Amt als Kirchenvorsteher auszufüllen, dann antwortet gemeinsam: Ja, mit Gottes Hilfe.

Kirchenvorsteher*innen: Ja, mit Gottes Hilfe.

Frage an die Gemeinde

Liebe Gemeinde, Sie haben das Versprechen der neuen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher gehört.

Wir wollen sie mit ihren Aufgaben nicht allein lassen. Ich bitte Sie aufzustehen. So frage ich auch Sie als Gemeinde: Wollt Ihr die neuen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher achten, ihre Verantwortung respektieren und sie unterstützen, so dass wir zusammen als Gemeinde leben. So antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe.

Gemeinde: Ja, mit Gottes Hilfe.

Sendung und Segnung

Liebe Kirchenvorsteherinnen, liebe Kirchenvorsteher,
ich bestätige Euch in Eurem Amt.

Gott stärke euch in eurem Dienst.
Er schenke euch einen unerschütterlichen Glaube.
Er stärke Eure Hoffnung, das sie blüht und Euch in die Zukunft führt,
Er schenke Euch, dass Ihr die Liebe sucht, wo immer ihr seid, und Liebe verschenkt, wo immer Gottes Geschöpfe Eure Liebe brauchen.

So segne Euch der barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. + Amen.

Überreichung der Urkunden

Lied der Gemeinde

EG+ 78 Gut, dass wir einander haben

Gut, dass wir einander haben, gut, dass wir einander sehn,
Sorgen, Freuden, Kräfte teilen
Und auf einem Wege gehn.
Gut, dass wir nicht uns nur haben,
Dass der Kreis sich niemals schließt
Und dass Gott, von dem wir reden,
Hier in unsrer Mitte ist.

Keiner, der nur immer redet;
Keiner, der nur immer hört.
Jedes Schweigen
Jedes Hören,
Jedes Wort hat seinen Wert.
Keiner wider spricht nur immer,
Keiner passt sich immer an.
Und wir lernen
Wie man streiten
Und sich dennoch lieben kann.

Gut, dass wir einander haben, gut, dass wir einander sehn,
Sorgen, Freuden, Kräfte teilen
Und auf einem Wege gehn.
Gut, dass wir nicht uns nur haben,
Dass der Kreis sich niemals schließt
Und dass Gott, von dem wir reden,
Hier in unsrer Mitte ist.

Keiner, der nur immer jubelt;
Keiner, der nur immer weint.
Oft schon hat uns Gott in unsrer
Freude, unsrem Schmerz vereint.
Keiner trägt nur immer andre;
Keiner ist nur immer Last.
Jedem wurde schon geholfen;
Jeder hat schon angefasst.

Keiner ist nur immer schwach,
Und keiner hat für alles Kraft.
Jeder kann mit Gottes Gaben das tun,
Was kein anderer schafft.
Keiner, der noch alles braucht,
Und keiner, der schon alles hat.
Jeder lebt von allen andern; Jeder macht die andern satt.

Text und Melodie: Manfred Siebald

Kurze Ansprache

Viele Gaben – ein Geist

1. Kor 12,3-7.14-26

Liebe Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher,
liebe Gemeinde,

Kirche ist mehr als ein Verein!

Spontan ist mir das rausgerutscht in einem Gespräch mit einem Kirchenkritiker. Neben anderen – mittlerweile schon hinlänglich bekannten Vorwürfen gegen die Kirche im Allgemeinen und Besonderen – hatte er mir entgegen geschmettert: „Ach, hören sie doch auf. Kirche ist auch nur einfach ein Verein wie alle anderen!“

Nein, habe ich geantwortet:
„Kirche ist mehr als ein Verein! Viel mehr!“

Und dann kam ich schon ein bisschen in Erklärungsnot. Denn das wollte mein Gesprächspartner nun ganz genau von mir wissen.

Heute, Ihr Lieben, wo wir unsere neuen Kirchenvorsteher und Kirchenvorsteherinnen in ihr Amt einführen, und die bisherigen Mitglieder des Kirchenvorstands in ihrem Amt bestätigen, ist die Antwort ja auch hochinteressant: Was macht unsere Kirche zur Kirche. Warum ist sie mehr als ein Verein.

In einem Verein tun sich Menschen zusammen, die gleiche Interessen miteinander teilen. Sie verbringen Zeit miteinander, engagieren sich für die Sache und das Ziel des Vereins – egal, ob es sich dabei um Sport handelt, um Kaninchenzucht oder Briefmarkensammeln. Man kennt sich, man mag sich – oder auch nicht – und man engagiert sich gemeinsam für die Ziele des Vereins.

Einen Vorstand gibt es auch – genau wie in der Kirchengemeinde. Und es gibt einen Vorsitzenden oder eine Vorsitzende. Der ist dann der Chef oder die Chefin, die sagt wo es lang geht, genauso wie in der Kirche?? Moment! Nein, eben nicht genauso wie in der Kirche. Hier bei uns ist es anders. Hier liegt der große Unterschied!

Im Epheserbrief (Eph 3,23f.) lesen wir: Einer ordne sich dem andern unter in der gemeinsamen Ehrfurcht vor Christus! Denn Christus ist das Haupt der Kirche. Ihm allein verdanken wir unsere Rettung. Und ihm allein sind wir verpflichtet.

Ja, genau! Das ist es, das uns von allen anderen Vereinen unterscheiden soll: wir wollen einander achten als gleichwertige und vollwertige Mitglieder.

Da muss jetzt die gute alte Karte aus Maria Laach herhalten, von der ich Ihnen schon einmal erzählt habe. Auf ihr stand: Es ist genauso gut, zur Ehre Gottes Dome zu bauen, wie Kartoffeln zu schälen.

Wir müssen uns in unserer Kirche immer wieder vergegenwärtigen, dass jede noch so kleine Tätigkeit unendlich wertvoll ist, wenn sie zum Aufbau unserer Gemeinde dient.

Das Wirken eines Menschen, der am Krankenbett Trost zuspricht, die Mühen unserer Männer und unserer Hausmeisterin, den Weihnachtsbaum aufzustellen und zu schmücken, die Geduld unserer Mitarbeitenden im Café Würfel, die sensible Vorbereitung und Durchführung von „Klang und Stille“ sind genauso wertvoll wie das liebevolle Schmücken des Altars durch die Küsterin, das Coronalistenschreiben unserer Sekretärin, das Orgelüben unserer Organistin oder mein Grübeln über eine verständliche Predigt.

Jeder und jede an seinem Platz. Jede und jeder mit dem, was er oder sie am besten kann. Machtspiele, unnützer Streit, Misstrauen und üble Nachrede soll es unter uns nicht geben. Denn nicht wir sind Chefs übereinander! Unser Haupt ist und bleibt Christus. Und wir werden daran gemessen werden, ob wir seinem Vorbild gefolgt sind in Demut, in Liebe und in Gehorsam.

Das Gespräch mit dem Kirchenkritiker nahm übrigens ein gutes Ende. Wahrscheinlich Dank Gottes Unterstützung fiel mir genau dieser Vergleich ein: Jeder Verein hat einen Chef oder eine Chefin – einen Menschen. Unser Haupt ist Christus, der Retter und der Ewige.

Ob ich mein Gegenüber überzeugen konnte, weiß ich nicht. Wenn ich ihn zum Nachdenken gebracht habe, dann wäre ich schon sehr dankbar und froh.

Euch aber, liebe Gemeinde, liebe Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher, möchte ich das heute morgen noch einmal ganz eindringlich ins Gedächtnis rufen. Es soll sich in Euer Herz prägen und in Euren Geist:

Jeder und jede von uns ist unersetzlich und wichtig für unser Miteinander und unser Füreinander. Ob nun als Fuß oder als Hand, ob als Ohr, Auge oder Mund: keines kann ohne das andere sein. Niemand kann das, was der andere kann. Und genau das ist das Geheimnis der christlichen Gemeinde: Der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. Und wenn es auch viele Glieder sind, ist der Leib doch ein einziger. (1. Kor 12,3-7.14-26).

Und derjenige, der uns den Weg zeigt, der uns Kraft gibt für unser handeln und uns hilft, dass unsere Vorhaben in unserer Gemeinde gelingen, ist Christus selbst, der Ewige.

Er hat schon Generationen vor uns Kirchenvorstehern und Kirchenvorsteherinnen Kraft gegeben, Mut gemacht, Erfolg geschenkt – und er wird es auch mit Euch und mit Ihnen tun. Er wird Sie, Euch, mich und uns alle segnen, damit wir als Gemeinde und als Kirchenvorstand zusammenhalten und in eine von Gott gesegnete Zukunft gehen.

Amen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft bewahre Eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

 

Lied nach der Predigt

EG 251,1+2: Herz und Herz vereint zusammen

1. Herz und Herz vereint zusammen
sucht in Gottes Herzen Ruh.
Lasset eure Liebesflammen
lodern auf den Heiland zu.
Er das Haupt, wir seine Glieder,
er das Licht und wir der Schein,
er der Meister, wir die Brüder,
er ist unser, wir sind sein.

2. Kommt, ach kommt, ihr Gnadenkinder,
und erneuert euren Bund,
schwöret unserm Überwinder
Lieb und Treu aus Herzensgrund;
und wenn eurer Liebeskette
Festigkeit und Stärke fehlt,
o so flehet um die Wette,
bis sie Jesus wieder stählt.

 

Gedenken an ein verstorbenes Gemeindeglied

Wir trauern mit den Angehörigen um unsere Mitchristin Irmtraut Rinne, die am 23. August dieses Jahres im Alter von 88 Jahren verstorben ist.

Frau Rinne lebte zuletzt im Seniorenheim der AWO.

Wir haben sie am Donnerstag, den 9. September 2021 auf der Hochheimer Höhe bestattet und ließen uns trösten von der Botschaft aus 1. Kor. 13,13:

„Alles ist vergänglich. Aber es bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“

Lasst uns beten:

Barmherziger Gott,

du hast das Leben von Irmtraut Rinne vollendet, ihrer Krankheit ein Ende bereitet und sie zu dir in deine Geborgenheit aufgenommen.

Aber diejenigen, die sie lieb hatten, bleiben traurig zurück: ihr Ehemann, ihre Töchter und ihr Schwiegersohn.

Wir bitten dich für sie: Begleite sie in den dunklen Tagen und Wochen der Trauer. Mildere ihren Schmerz und lass es ihnen gelingen, in Dankbarkeit und guter Erinnerung auf das gemeinsame Leben mit Irmtraut zurückzublicken und einander Nähe und Liebe zu schenken.

Für unsere Verstorbene bitten wir: Lass sie in deinen Händen geborgen sein. Wir vertrauen dir; denn du bist stärker als die Macht des Todes. Amen.

 

Lied zum Gedenken

EG 170,1-3: Komm, Herr, segne uns

EG 170 Komm, Herr, segne uns.mp3
MP3-Audiodatei [4.9 MB]

1. Komm, Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen, sondern überall uns zu dir bekennen. Nie sind wir allein, stets sind wir die Deinen. Lachen oder Weinen wird gesegnet sein.

2. Keiner kann allein Segen sich bewahren. Weil du reichlich gibst, müssen wir nicht sparen. Segen kann gedeihn, wo wir alles teilen, schlimmen Schaden heilen, lieben und verzeihn.

3. Frieden gabst du schon, Frieden muss noch werden, wie du ihn versprichst uns zum Wohl auf Erden. Hilf, dass wir ihn tun, wo wir ihn erspähen - die mit Tränen säen, werden in ihm ruhn.

Fürbittengebet

Barmherziger Gott,

wir, deine Gemeinde, sind wie ein Schiff unterwegs durch die Zeit.

Manchmal führt uns unsere Fahrt durch dunkle, schwere See, manchmal über glatte, sonnen­beglänzte Wellen.

Wir danken dir, dass du immer bei uns bist. In froher und in schwerer Zeit stehst du an unserer Seite und gibst uns Kraft und Ideen.

Das zu wissen, nimmt uns alle Sorge vor der Zukunft.

Heute bitten wir dich besonders für alle, die sich in unserer Gemeinde aktiv engagieren. Die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher: für Jacob Aggrey, Markus Bayerl, Jutta Grün, Georg Hassa, Hannelies Hofmann, David Huber, Karlheinz Ihl, Ester Lauer, Gudrun Markert, Uwe Nickel, Holger Pfleger und Carola Wendland:

Lass uns so miteinander leben und arbeiten, dass ihnen ihr Amt nicht zur Last wird. Gib uns Kraft zum offenen Gespräch, zum fröhlichen Miteinander und zu klaren Entscheidungen.

Wir bitten dich für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in unserer Gemeinde ihren treuen Dienst versehen: unsere Sekretärin und Küsterin Angelika Huber und unsere Putzkraft und Hausmeisterin Michaela Dowell, für unsere Organisten Sandra Ehses und Alfons Schreier, die Woche für Woche treu für uns arbeiten und musizieren.

Schenke ihnen jeden Tag Freude an ihrem Beruf und an ihrem Ehrenamt, frohe Begegnungen mit anderen Menschen und immer wieder Unterstützung von denen, die mit ihnen auf dem Weg sind.

Wir bitten dich auch für die Gemeindeglieder, die lieber still zu uns gehören und sich ein aktives Engagement nicht zutrauen.

Schenke ihnen Mut, sich für ein Engagement zu entscheiden.

Schenke ihnen Ideen, ihre Gaben einzubringen.

Und wenn sie doch lieber im Stillen ihren Glauben leben und zu uns gehören möchten, dann erhöre sie, wenn sie für uns beten und deine Hilfe erbitten.

Gebetsstille

 

Vater unser

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich

und die Kraft und die Herrlichkeit

in Ewigkeit. Amen.

Schlusslied

EG 321,1+2: Nun danket alle Gott

EG 321 Nun danket alle Gott.mp3
MP3-Audiodatei [9.2 MB]

1. Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen, der große Dinge tut an uns und allen Enden, der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an unzählig viel zugut bis hierher hat getan.

2. Der ewigreiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort und uns aus aller Not erlösen hier und dort.

Abkündigungen

 

Wir danken für die Kollekte vom 29.08.2021 in Höhe von 68,00 €, die für besondere Gesamtkirchliche Aufgaben bestimmt war.

Die heutige Kollekte ist für die Trauerseelsorge bestimmt.

Immer mehr Menschen suchen – auch coronabedingt wegen mangelnder Möglichkeit zum Abschiednehmen - in ihrer Trauer Menschen, die ihnen zuhören, sie verstehen und ihnen Halt geben. Deshalb sollen weitere Trauerbegleiterinnen und Begleiter ausgebildet werden, die diesen wichtigen Dienst tun.

Wir laden ein zum nächsten Gottesdienst hier in der Friedrichskirche am Sonntag, 26. September 18 Uhr zum Abendgottesdienst, nochmals mit Einführung von 2 Kirchenvorsteher die heute leider nicht konnten.

Unser Spielenachmittag „Café Würfel“ ist wieder an den Start gegangen und trifft sich am kommenden Freitag, 17. September um 15.30 Uhr im Roten Haus.

Und die Meditationsandacht „Klang & Stille“ trifft sich das nächste Mal am 20. September um 18.30 Uhr hier in der Friedrichskirche.

Und am Freitag, 24. September gibt es hier in der Friedrichskirche Musik im Rahmen der „Wormser Kulturnächte“ mit Karla Kronenberger, Georg Hassa und Christian Mangelsdorff.

Segen

Gehet nun hin unter dem Segen des Herrn:

Gemeinde aufstehen lassen.

Der Herr segne Euch und behüte Euch.

Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über Euch und sei Euch gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht über Euch und gebe Euch Frieden +. Amen.

Musikalischer Ausklang

Johnann Sebastian Bach Cantata BWV 172 "Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten"

Wenn Sie die Arbeit in unserer Gemeinde mit einer Spende unterstützen möchten, können Sie das gerne tun:

IBAN: DE64 5535 0010 0000 0148 87
BIC: MALADE51WOR
Sparkasse Worms-Alzey-Ried

Wir freuen uns über jede Gabe.
Ab 50 € stellen wir gerne auch eine Spendebescheinigung aus.

 

Unseren nächsten Online/Präsenzgottesdienst feiern wir am Sonntag, 26. September 2021 um 18 uhr mit Gesängen aus Taizé.

 

In diesem Gottesdienst werden Hannelies Hofmann und Carola Wendland eingeführt.

 

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