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Gottesdienst am 2. Sonntag nach Trinitatis, 13. Juni 2021

Orgelvorspiel

Zur Einstimmung

Sie sind müde?
Sie sind gestresst?
Sie sind kaputt?
Fertig mit den Nerven?

Dann ist es eine sehr gute Entscheidung, sich heute morgen an den PC zu setzen und sich Zeit und Ruhe zu nehmen für diesen Gottesdienst.

Er richtet sich heute genau an Menschen wie Sie und mich, die unter der Last des Lebens zu seufzen haben, und Kraft brauchen für morgen und für die neue Woche.

 

 

Der Wochenspruch macht uns Mut:
Christus spricht: Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken. (Mt 11,28)


 

Eingangslied

EG 166,1-2: Tut mir auf die schöne Pforte

1. Tut mir auf die schöne Pforte,

führt in Gottes Haus mich ein;

ach wie wird an diesem Orte

meine Seele fröhlich sein!

Hier ist Gottes Angesicht,

hier ist lauter Trost und Licht.

2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen,

komme du nun auch zu mir.

Wo du Wohnung hast genommen,

da ist lauter Himmel hier.

Zieh in meinem Herzen ein,

lass es deinen Tempel sein.

Eingangsvotum

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Eingangspsalm 719 = Psalm 36

Wenn Sie diesen Gottesdienst zu zweit feiern, können Sie den Psalm im Wechsel lesen:

Frauen:
Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.

Männer:
Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes
und dein Recht wie die große Tiefe.
Herr, du hilfst Menschen und Tieren.

Frauen:
Wie köstlich ist deine Güte, Gott,

dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!

Männer:
Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses,
und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom.

Frauen:
Denn bei dir ist die Quelle des Lebens,

und in deinem Lichte sehen wir das Licht.

Alle sprechen gemeinsam:
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Eingangsgebet

Lieber Vater, wir danken dir, dass du uns heute morgen eingeladen hast zu einem Moment der Stille, in dem wir bei dir Ruhe finden vom Alltag.

Hier bei dir dürfen wir uns erholen und besinnen. Hier dürfen wir aufatmen und frei sein. Dafür danken wir dir.

Wir bitten dich, hilf uns, dass wir unser Leben fruchtbar überdenken, dass wir uns prüfen, wenn wir hören, was du uns sagst.

Hilf uns, abzuwerfen, was uns belastet,

was unsere Hände bindet,

was uns die Sicht verstellt,

was unsere Füße lähmt,

uns das Herz schwer macht.

Hilf uns, dass wir Kraft schöpfen aus deinem Wort und dadurch Mut und Freude zum Leben.

Das bitten wir durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist, lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Lesung: Jesaja 55,1-3b

Der Lesungstext, der uns für den heutigen 2. Sonntag nach dem Dreieinigkeitsfest vorgeschlagen ist, steht im Buch des Propheten Jesaja im 55. Kapitel, die Verse 1 bis 3b.
Er ist zugleich der Predigttext:

Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! Und ihr, die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft - ohne Geld und umsonst - Wein und Milch!

Warum bezahlt ihr Geld für das, was kein Brot ist, und euer Sauer-Verdientes für das, was nicht satt macht? Hört doch auf mich, so werdet ihr Gutes essen und euch am Köstlichen laben.

Spitzt eure Ohren und kommt her zu mir! Hört zu, so werdet ihr leben!

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott den Vater,

den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde

und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel,

er sitzt zur Rechten Gottes,

des allmächtigen Vaters,

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige, christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten,

und das ewige Leben. Amen.

Lied vor der Predigt

EG 213,1+2: Kommt her, ihr seid geladen

1. Kommt her, ihr seid geladen,

der Heiland rufet euch;

der süße Herr der Gnaden,

an Huld und Liebe reich,

der Erd und Himmel lenkt,

will Gastmahl mit euch halten

und wunderbar gestalten,

was er in Liebe schenkt.

2. Kommt her, verzagte Sünder,

und werft die Ängste weg,

kommt her, versöhnte Kinder,

hier ist der Liebesweg.

Empfangt die Himmelslust,

die heilge Gottesspeise,

die auf verborgne Weise

erquicket jede Brust.

Predigt über Jes 55,1-3b

Gnade sei mit Euch und Friede von Gott unserem Vater und unserem Herrn und Heiland Jesus Christus. Amen.

Liebe Gemeinde!

Geld allein macht nicht glücklich – das weiß jeder. Die wirklich wichtigen Dinge im Leben kann man nicht kaufen. Es ist eine der wirklich trivialen, philosophischen Weisheiten unseres Jahrhunderts, die wirklich jeder kennt und auch für richtig hält.

Geld allein macht nicht glücklich. Und diese Weisheit wird und immer und immer wieder vor Augen geführt.

Ilsebill wird uns vorgeführt, die unersättliche Frau des Fischers, die für ihre unverschämten Wünsche dann schwer gestraft im Essigkrug landet.

Zerknirscht folgt ihr Ebenezer Scrooge, der schmerzvoll geläuterte Geschäftsmann aus Charles Dickens' Weihnachtserzählung.

Der reiche Kornbauer im Gleichnis Jesu muss sterben, gerade als seine zusätzlich errichtete Scheune randvoll ist. Er führt - gewissermaßen als ihr Ahnherr - die Riege der unglücklichen Nimmersatts der Weltliteratur an. Die depressiven Königskinder aus der Regenbogenpresse im Zeitschriftenregal kommen mit ihrem Reichtum nicht zurecht, magersüchtige Adelssprösslinge und gescheiterte Existenzen mit fürstlichen Apanagen vervollständigen den Reigen der unglücklichen Reichen.

 

Und Udo Jürgens singt den Habenichtsen den Trost ins Herz: „Wenn Du einmal traurig bist, weil das Geld nicht reicht, denke daran, es gibt tausend Dinge, die der reichste Mann sich nicht kaufen kann.“ Irgendwie ist es beruhigend zu sehen, dass die, die alles haben, deswegen auch nicht glücklicher sind. Geld allein macht auch nicht glücklich.

Merkwürdig nur, liebe Gemeinde, dass es nur so wenige davon abhält, das Rennen um zählbaren Erfolg mit aller gebotenen Erbitterung aufzunehmen. Schauen Sie doch einmal, welch einen Tipper-Boom allein die Verlockung des zweitgrößten Jackpots der Lottogeschichte am letzten Wochenende ausgelöst hat. Der Traum vom großen Geld. Ganz so trivial und einfach scheint es am Ende eben nicht zu sein, ohne Geld glücklich zu sein.

Würden sonst so viele Menschen ihre Sehnsucht nach Glück eben doch mit ganz äußeren Zeichen verbinden: mit unnütz großen Häusern, einem Auto mit sechs Zylindern und offenem Dach, einem möglichst fernen und exotischen Reiseziel, kurz mit allem, was wir Statussymbol nennen?

Schon im Grundschulalter beginnt man Marken zu tragen. Dick gesteppte Helly Hansen-Jacken und Hosen, Buffalo-Schuhe, deren Preise uns Eltern Schwindel verursacht, Sportsachen bitte nur mit den berühmten drei Streifen. Aber auch das tollste Sweatshirt und das coolste Handy scheinen gerade gut genug, die größte Not zu lindern. Denn die Gesichter ihrer Besitzer, unserer Jugendlicher leuchten auch nicht glücklicher – sie erzählen weiter von einer großen ungestillten Sehnsucht.

Liebe Gemeinde, ich glaube fest, dass es in Wirklichkeit nicht die Sehnsucht ist nach einem neuen Computerspiel oder einem noch cooleren Qutfit ist in unseren Jugendlichen, sondern Durst nach Leben. Sie wollen glücklich sein und spüren zugleich im Tiefsten ihres Herzens: Es muss doch mehr geben als nur die Dinge, die man erwerben und besitzen kann.

Liebe Gemeinde, ich glaube fest, dass es nicht unersättliche Habgier ist, die uns Erwachsene in immer schnelle Autos steigen lässt, immer verrücktere Fernreisen buchen lässt und immer ausgefallenere Freizeitbeschäftigungen suchen lässt vom Bungeespringen bis zum Überlebenstraining im Urwald, sondern es ist unsere eigene, innere Unruhe, die uns sagt: Irgendetwas fehlt mir. Das wichtigste fehlt mir. Leben. Wirkliches frohes, unbeschwertes, glückliches Leben.

Da hören wir heute plötzlich einen Marktschreier im alten Babylonien. Es ist der Prophet Jesaja, der wieder einmal als eine Art Schauspieler unter dem Volk Israel auftritt. An und für sich war ein Wasserverkäufer etwas ganz normales. Damals liefen viele solche Marktschreier über den Markt und boten in Schläuchen und Flaschen frisches Wasser an für die von der Hitze geplagten Menschen. Jesaja spielt einen solchen Marktschreier – einen Wasserverkäufer. Sein Produkte scheint aber dem der Konkurrenz wirklich deutlich überlegen. Er verkauft nämlich nichts: er verschenkt sein Wasser! „Kommt her, alle, die ihr durstig seid,“, ruft er, „kommt her zum Wasser! Und ihr, die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft - ohne Geld und umsonst - Wein und Milch! Alles umsonst!“

Das ganze spielt in Babylon. Die Menschen des Gottes Israels leben - unfreiwillig - im Ausland. Sie haben sich eingerichtet, haben sich daran gewöhnt, in einer Hochkultur zu leben mit einem gewissen Luxus, an dem auch sie, die Fremden, teilhaben konnten. Viele Angebote gibt es: Götter, Geld und Ideologien im Überfluss. Der Euphrat überflutet regelmäßig die Felder, bringt eine Fruchtbarkeit, aus der Nahrung wächst. Handwerk und reger Handel verteilen den Wohlstand auf die breite Masse, Dienstleistungen werden nachgefragt. Warum also klagen? Ist nicht für alle und alles gesorgt?

Das Ganze könnte aber genauso auch bei uns spielen: bei uns Christenmenschen mitten in Europa. Wir haben uns eingerichtet, haben uns daran gewöhnt, in einer Hochkultur zu leben mit einem gewissen Luxus - an dem sogar die Fremden teilhaben können. Viele Angebote gibt es: Götter, Geld und Ideologien im Überfluss. Kaum einer muss noch für den eigenen Bedarf Nahrungsmittel anbauen, die Wirtschaft, wenn zur Zeit auch ein bisschen stotternd, bringt Wohlstand für die allermeisten. Handwerk und reger Handel verteilen ihn auf die breite Masse, Dienstleistungen werden nachgefragt. Warum also klagen? Ist nicht für alle und alles gesorgt?

Da kommt doch ein Prophet und sagt: "Na los, ihr, die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft - ohne Geld und umsonst - Wein und Milch! Warum bezahlt ihr Geld für das, was kein Brot ist, und euer Sauer-Verdientes für das, was nicht satt macht? Hört doch auf mich, so werdet ihr Gutes essen und euch am Köstlichen laben. Spitzt eure Ohren und kommt her zu mir! Hört zu, so werdet ihr leben!"

Wir wissen genau, wovon hier die Rede ist. Rein von den Worten her ist vom Essen und Trinken die Rede, aber wir ahnen, dass es um etwas anderes geht, nämlich um das, was eigentlich wichtig ist im Leben: um Nahrung für die Seele, für das Gemüt, für das Herz. Das bezeichnet der Prophet als Brot, als Wasser, Wein und Milch, als Köstlichkeit. Nahrung für die Seele: "Hört doch auf mich, so werdet ihr Gutes essen und euch am Köstlichen laben. Spitzt eure Ohren und kommt her zu mir! Hört zu, so werdet ihr leben!"

Da geht es um etwas, das wir hören können! Worte, die heil machen, heil machen von innen! Gottes Weisung und Verheißung für uns, seine Zuwendung, seine Sehnsucht nach uns. Und es geht um unsere Sehnsucht nach ihm.

Wenn wir uns überlegen, was wir brauchen zu Leben, dann ist da vieles wichtig: Arbeit, Einkommen, Wohnung, natürlich auch Essen und Trinken. Aber das alles macht doch kein Leben aus, wenn nicht noch etwas dazukommt: die Gemeinschaft der Menschen, die wir lieben, ist wichtig. Feiern ist wichtig, Arbeit, Hoffnung und Perspektiven haben ist wichtig, einen Glauben haben und eine Hoffnung haben, und zur Liebefähig zu sein.

Merken Sie, dass das alles in den Bereich gehört, den man für Geld, nicht kaufen kann? Dass das alles Sachen sind, die man nicht essen kann, die aber als Nahrung für die Seele wichtig sind? Dann verstehen Sie, was der Prophet meint mit diesen Worten: "Warum bezahlt ihr Geld für das, was kein Brot ist, und euer Sauer-Verdientes für das, was nicht satt macht? Hört doch auf mich, so werdet ihr Gutes essen und euch am Köstlichen laben."

Und alle zusammen einlädt: "Spitzt eure Ohren und kommt her zu mir! Hört zu, so werdet ihr leben!"

Köstliche Speise, Nahrung für die Seele: das ist für uns - wie für die Menschen damals - das Wort Gottes. Gott selbst ist es, der ruft und einlädt! Wer dem Wort Gottes seine Ohren schenkt, den führt es zur lebendigen Begegnung mit dem Sprecher: In Wasser, in Wein und in Milch, den Zeichen des Lebens und der Liebe, und zuletzt im Überfluss des Köstlichen, bietet der Schöpfer sich selbst an. Er will nicht nur tun, was er sagt, sondern er will auch sein, was er sagt: der Liebende, der Sorgende, der Schützende. Sein Bund ist ein Liebesversprechen für uns.

Deswegen bemüht er sich immer wieder um uns. Auch in solchen Sätzen wie denen, die wir jetzt wieder hören vom Propheten Jesaja, die Gott durch ihn zu uns spricht, über die Jahrtausende und die räumliche Distanz hinweg. Denn beides ist für Gottes Liebe kein Hindernis: "Hört doch auf mich, so werdet ihr Gutes essen und euch am Köstlichen laben."

Für uns Christenmenschen ist als Erfüllung des Jesaja-Wortes Christus gekommen. Er war das Wort Gottes in einem Menschen. Er hat vorgelebt, wie Gott es meint mit uns: dass er uns annimmt, so wie wir sind, und uns - ohne unser Zutun und ohne dass wir das verdient hätten - noch etwas dazuschenkt: eine Begleitung fürs Leben, die sozusagen die endgültige Freundschaft ist, und die Hoffnung auf Zukunft. Das ist mehr als leibliches Wohlergehen und Spaß; das ist Leben in seiner ganzen Fülle - erfülltes Leben. Und Jesus hat uns gezeigt, wie Gott uns aus Liebe immer wieder anziehen will, zu sich hinziehen, und uns eben solche Verheißungen macht: "Hört doch auf mich, so werdet ihr Gutes essen und euch am Köstlichen laben."

Das, was uns und den Mühseligen und Beladenen aller Zeiten und aller Völker mit der Rede von einem ewigen Bund gesagt ist, reicht ganz tief hinab, liebe Gemeinde, und greift als die Grenzen des sichtbaren Lebens. Wir wissen durch Gottes Liebe: Du bist kein Vergessener am Rand der Weltgeschichte. So verwegen es ist: genau deshalb muss hier von Ewigkeit die Rede sein. Die Bedeutung des Menschenlebens geht für Gott über die Grenze des Lebens hinaus. Sie gilt über jeden Augenblick hinaus, unabhängig von sichtbarem Erfolg, Geld oder Zeugnisnoten und besteht sogar dann, wenn einer kaum das nötigste zum Leben hat.

Ein Vers aus der Feder desselben Propheten formuliert den Grund dieser Selbstachtung in der Achtung Gottes. Er sagt zu uns: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! Auf diesem Grund können Menschen famose Dinge. Sie werden fröhlicher, hoffnungsvoller und können die unmöglichsten Dinge möglich machen.

Dass Geld auch weiterhin nicht glücklich macht, wird die beruhigen, die keines haben, was wiederum niemanden davon abhalten wird, sich mehr davon zu wünschen. Aber wer Ohren hat zu hören, der lasse sie sich nicht von solcherlei Allerweltsweisheit verstopfen. Er und sie lausche in sich hinein und höre darauf, welche Saiten in ihm zum Klingen kommen, wenn wir hören: Fürchte Dich nicht, ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein. Die Saiten der Selbstachtung und der Dankbarkeit werden beginnen zu klingen, die Saiten der Hoffnung und der Zuversicht. Und die Saiten des Gottvertrauens. Es werden Harmonien klingen, die ein Leben wirklich erfüllt und glücklich machen. Ein Leben unter Gottes Segen.

Ein Mensch, liebe Gemeinde, der sich so auf diese Worte Gottes, diese Einladung Gottes zum Vertrauen wirklich fest verlässt, der trinkt wohl genau in diesem Augenblick aus der Quelle des Lebens. Und diesen Durst haben wir alle. Gott bietet uns an, den Lebensdurst zu stillen. Trinken müssen wir aber selbst.

Amen.

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn. Amen.

Lied nach der Predigt

EG 225,1-3 mit Refrain: Komm, sag es allen weiter

EG 225 Komm, sag es allen weiter.mp3
MP3-Audiodatei [5.0 MB]

Kehrvers:
Komm, sag es allen weiter,

ruf es in jedes Haus hinein!

Komm, sag es allen weiter:

Gott selber lädt uns ein.

1. Sein Haus hat offne Türen,

er ruft uns in Geduld,

will alle zu sich führen,

auch die mit Not und Schuld.

Der Kehrvers wird nach jeder Strophe wiederholt.

2. Wir haben sein Versprechen:

Er nimmt sich für uns Zeit,

wird selbst das Brot uns brechen,

kommt, alles ist bereit.

3. Zu jedem will er kommen,

der Herr in Brot und Wein.

Und wer ihn aufgenommen,

wird selber Bote sein.

Fürbittengebet

Die Welt ist ein Wunder.
Jeder und jede unter uns,

klein und groß,

jung und alt,

krank oder gesund

ist ein Teil des Wunders.

Dein Kirche, Gott, feiert deine Wunder.

Sie stimmt ein in das Lied der Engel,
fügt sich in die Reihe der Zeugen,

freut sich mit der ganzen Schöpfung
und öffnet sich deinem Glanz

wie die Blumen sich der Sonne öffnen

und die Flüsse ihrer Quelle.

Wir legen die Hände in den Schoß und staunen.
Wir öffnen unser Herz und danken.

Dieser Tag sei ein Fest

und unser Feiern eine wahre Freude.

Wir halten inne und danken –

der Erde eine Wohltat, den Menschen ein Segen

und dir, Gott, eine Freude

Gebetsstille

Vaterunser

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel,

so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Schlusslied

EG 324,2+10: Ich weiß, dass Du der Brunn der Gnad

2. Ich weiß, dass du der Brunn der Gnad

und ewge Quelle bist,

daraus uns allen früh und spat

viel Heil und Gutes fließt.

10. Wenn unser Herze seufzt und schreit,

wirst du gar leicht erweicht

und gibst uns, was uns hoch erfreut

und dir zur Ehr gereicht.

Segen

Geht hin unter dem Segen des Herrn:

Der Herr segne Euch und behüte Euch.

Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über Euch und sei Euch gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht über Euch und gebe Euch Frieden. Amen.

Orgelnachspiel

Johann Sebastian Bach, Toccata und Fuge d-moll, Fritz Siebert an der Goll-Orgel der Marktkirche Hannover

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