Evangelische Friedrichsgemeinde Worms
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Jubelkonfirmation am 24. Oktober 2021

Jubelkonfirmation in der Friedrichskirche

am Sonntag, 24. Oktober 2021

 

Legen Sie sich vor Beginn des Gottesdienstes ein Stück Brot zurecht und stellen Sie einen Becher Wein oder Traubensaft bereit.

Orgelvorspiel

Einzug der Jubilarinnen und Jubilare mit dem Kirchenvorstand

 

Henry Purcell, The Indian Queen, Z. 630: Trumpet Overture to 'the Indian Queen', Z. 630

Worte zur Einstimmung

Noch Immer

Sag, warum glaubst du
noch immer
Schon wieder
immer wieder neu?

Vielleicht, weil einer an mich glaubt.
darum glaube ich!

Sag, warum hoffst du
noch immer
Schon wieder
immer wieder neu?

Vielleicht, weil einer mir vertraut,
darauf hoffe ich!

Sag, warum liebst du
noch immer
Schon wieder
immer wieder neu?

Vielleicht, weil einer mich liebt,
und mir das Kraft zum Leben schenkt.

Lothar Zenetti

Eingangslied (EG 295,1+2)

Wunschlied der Jubilar*innen

EG 295 - Wohl denen die da wandeln.mp3
MP3-Audiodatei [10.1 MB]

1. Wohl denen, die da wandeln vor Gott in Heiligkeit, nach seinem Worte handeln und leben allezeit; die recht von Herzen suchen Gott und seine Zeugniss' halten, sind stets bei ihm in Gnad.

2. Von Herzensgrund ich spreche: dir sei Dank allezeit, weil du mich lehrst die Rechte deiner Gerechtigkeit. Die Gnad auch ferner mir gewähr; ich will dein Rechte halten, verlass mich nimmermehr.

Eingangsvotum

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Eingangspsalm            Psalm 118 in Auswahl

Wenn Sie diesen Gottesdienst zu zweit feiern, können Sie sich beim Sprechen abwechseln:

Frauen:
Danket dem Herrn; denn er ist freundlich,
und seine Güte währet ewiglich.

Männer:
Der Herr ist meine Macht und mein Psalm,
und ist mein Heil.

Ich werde nicht sterben, sondern leben
und des Herrn Werke verkündigen.

Der Herr züchtigt mich schwer;
aber er gibt mich dem Tode nicht preis.

Ich danke dir, dass du mich erhört hast
und hast mir geholfen.

Dies ist der Tag, den der Herr macht;
lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.

Der Herr ist Gott, der uns erleuchtet.
Schmückt das Fest mit Maien
bis an die Hörner des Altars!

Du bist mein Gott, und ich danke dir;
mein Gott, ich will dich preisen.

Danket dem Herrn; denn er ist freundlich,
und seine Güte währet ewiglich.

Kommt, lasst uns loben und anbeten:

Gemeinde: Ehr‘ sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Gebet

Wir wollen beten:

Allmächtiger Gott, wir danken Dir für diesen herrlichen Festtag und diesen wunderschönen Morgen.

Du hast uns eingeladen und hier sind wir: Deine Gemeinde. Manche sind hier, die oft kommen und gerne kommen. In deren Leben Du die Mitte bist.

Andere, Herr, sind heute ein bisschen befangen. Denn sie kommen nicht so oft hierher. Anderes ist ihnen in ihrem Leben wichtiger geworden.

Alle gehören wir zu Dir durch das Sakrament der Taufe.

Alle finden wir uns zusammen in Deinem Haus. Hab Dank für dieses Zuhause, Deine Kirche.

Hab Dank für Deine Liebe und Deine Geduld.

Wir bitten Dich: Mache uns heute neu zu freien und fröhlichen Christenmenschen.

Dein Heiliger Geist schenke und mitleidige Herzen, helfende Hände und zur rechten Zeit das richtige Wort.

Darum bitten wir Dich durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Gemeinde: Amen.

Schriftlesung

Paulus schreibt

Christus hat uns befreit, damit wir endgültig frei sind. Bleibt also standhaft und unterwerft euch nicht wieder dem Joch der Sklaverei!

Es ist ja offensichtlich, was eure menschliche Natur hervorbringt: Feindschaft, Neid und Eigennutz. Wer sich so verhält, wird keinen Anteil am Reich Gottes erben.

Der Geist der Freiheit dagegen schenkt uns: Liebe, Freude und Frieden, Geduld, Güte und Großzügigkeit, Treue, Freundlichkeit und Selbstbeherrschung.

Wer nun zu Christus Jesus gehört, hat seine menschliche Natur – mit allen Leidenschaften und Begierden – ans Kreuz genagelt.

Denn durch den Geist Gottes sind wir davon frei.

Und weil wir durch den Geist Gottes neues Leben haben, wollen wir auch aus diesem Geist heraus unser Leben führen. Frei und voller Liebe.

Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Halleluja!

Musik zur Besinnung

Henry Purcell, Trumpet Tune

Henry Purcell, Sonata in D Major for Trumpet Strings and Basso Continuo, Z. 850: II. Adagio
Sonata in D Major for Trumpet Strings an[...]
MP3-Audiodatei [3.9 MB]

Predigt und Ansprache an die Jubiläumskonfirmanden*innen

Christus spricht: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. Joh. 8,31f.

 

Liebe Jubelkonfirmandinnen und Jubelkonfirmanden,
liebe Gemeinde,

wissen Sie, was für mich besonders schön ist beim Vorbereiten der Jubelkonfirmation?

Zum Einen: all die Menschen kennenzulernen, die vor 50, 60, 760 oder gar 75 Jahren Konfirmanden waren und zuzuhören, was die alles so von früher zu erzählen haben ... aus einer Zeit, in der es mich selbst noch garnicht gegeben hat.

Und zum Anderen das Nachforschen: Was war damals eigentlich so los in unserer Welt – in unserer Stadt – als diese Menschen zur Konfirmation gegangen sind – im ersten (manchmal sogar ausgeliehenen) Anzug die Buben – im feinen Schwarzen die Mädchen, zum ersten Mal mit ein ganz bisschen Absatz unter den Schuhen.

 

Als Doris Ihl im Jahr 1971 zur Konfirmation ging, war gerade Erich Honecker zum Nachfolger von Walter Ulbricht gewählt worden.

Bundesverteidigungsminister Helmut Schmidt liberalisierte mit dem Haarnetz-Erlass das Tragen langer Haare bei der deutschen Bundeswehr.

Am 1. September erhielten die ersten Studenten und Studentinnen das berühmte BaFöG.

Das britische Traditionsunternehmen „Rolls-Royce“ meldet Konkurs an.

Zum allerersten Mal wird im Fernsehen die „Sendung mit der Maus“ ausgestrahlt.

Meine Güte, ist das lange her, werden sie denken! Dabei ist Doris Ihl die Jüngste unter unseren Jubilaren. Es kommt noch viel besser!

Das Jahr 1961, in dem Hartmut Jung, Ingrid Fröhlich, Karl Heinz Borzel, Ursula Orlemann, Siglinde Jordan, Doris Dinger, Ulrike Thomas und Annemarie Bader eingesegnet wurden, war das Jahr, in dem der Bau der Berliner Mauer die Deutsche Teilung endgültig zementiert wurde.

John F. Kennedy wird neuer Präsident der Vereinigten Staaten und hatte bereits in seinem ersten Dienstjahr allergrößte Mühe durch die Bewältigung der Kuba-Krise den Ausbruch eines dritten Weltkriegs zu verhindern.

1961 startet auch der erste bemannte Weltraumflug der Geschichte: Das Raumschiff Wostok mit dem Kosmonauten Juri Gagarin an Bord.

In Kehl am Main geht das erste deutsche Kernkraftwerk ans Netz und – das nur so als kleine Kuriosität nebenbei – als erste deutsche Großstadt führt Kassel die „Parkscheibe“ ein.

 

Weitere 5 Jahre zurück, kommen wir in das Jahr 1956, in dem Marliese Reinhard, Klaus Wolfgramm, Gerhard Rudolf und Gunter Metz konfirmiert wurden.

Es war ein Jahr großer Sorgen um den Weltfrieden; denn Die Demonstrationen in Tiflis, der Posener Aufstand und der Ungarnaufstand werden infolge der sowjetischen Kontrolle des Ostblocks allesamt blutig niedergeschlagen.

Mit dem Aufbau der Bundeswehr und der NVA beginnt die Wiederaufrüstung der beiden deutschen Staaten.

In Monaco heiraten Fürst Rainier III. und die US-amerikanische Schauspielerin Grace Kelly.

Für den Marktriesen Persil werben im Fernsehen die Schauspieler Beppo Brem und Liesl Karlstadt.

Und in diesem Jahr kommt unser heutiger Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Welt.

Damit aber nicht genug, liebe Mitchristen, wir gehen noch einmal 5 und noch einmal 10 Jahre zurück:

 

1951, das Jahr in dem Brigitte Spahn, Christel Reinhardt, Waltraud Mannebach und Elfriede Eib Konfirmation feierten.

Unsere Friedrichskirche lag in Schutt und Asche – auch von der Dreifaltigkeitskirche standen nur die Außenwände. Die Konfirmationen wurden im Dreifaltigkeitshaus gefeiert.

Überall wird aufgebaut, neu gegründet, auf Zukunft hin gearbeitet:

Theodor Heuss stellt die neue deutsche Nationalhymne vor, deren erste problematische Strophe nicht mehr vorkommt.

In Imst in Tirol wird das erste SOS-Kinderdorf eröffnet.

Das Bundesverfassungsgericht nimmt in Karlsruhe seine Arbeit auf.

In Düsseldorf kommt die erste Langspielplatte mit 33 1/3 Umdrehungen in der Minute auf den Markt.

Phil Collins – heute schon eine Senior im Musikgeschäft – kommt im Jahr 1951 zur Welt, genauso wie der Komiker Mike Krüger.

 

Im Nachkriegsjahr 1946, in der unsere verehrte Kronjuwelen-Konfirmandin Renate Becker eingesegnet wurde, war Worms noch komplett zerstört. 700 Einwohner Wormser hatten ihr Leben verloren, 25.000 Wohnungen waren zerstört, rund 15.000 Einwohner obdachlos. Friedrichskirche und Dreifaltigkeitskirche waren Ruinen. Nur die Lutherkirche war verschont geblieben. Hier feierte man Konfirmation.

Von einem Wirtschaftswunder träumte in diesen Tagen noch niemand, aber es gab kleine Hoffnungspflänzchen für die Wirtschaft und die freie Presse: Die erste Ausgabe der Wochenzeitung Die Zeit erscheint, genauso wie die Erstausgabe der deutschen Tageszeitung Die Welt. Die erste Leipziger Messe wird eröffnet. In Hamburg wird der Verlag Axel Springer AG gegründet.

Es ist beeindruckend, sich auch nur weniger solcher Streiflichter zu erinnern. Streiflichter aus Zeiten, in denen unsere Jubelkonfirmanden und Jubelkonfirmandinnen groß geworden und in unsere Kirche eingesegnet wurden.

 

Was aber verbindet sie miteinander? Diese Menschen aus diesen unterschiedlichen Zeitläuften? Was verbindet uns mit Ihnen?

Wenn wir uns an unsere eigene Konfirmandenzeit erinnern – und eigentlich auch später auf dem Weg ins Erwachsensein: Uns verbindet miteinander die Suche nach einem sinnerfüllten Leben, nach einer Wahrheit, auf die man sich verlassen kann, und nach Freiheit für Geist und Seele.

Ob das zuviel verlangt ist, wenn ein junger Mensch sich das wünscht? Die Wahrheit über das Leben zu erkennen. Und Freiheit zu erleben, sein Leben und seine Zukunft selbst zu bestimmen. Nein, das ist nicht zuviel verlangt!

Ein junger Mensch – ob er nun aus der Nachkriegszeit groß geworden ist, in der Zeit des Wirtschaftswunders oder ob er heute groß wird in einer Zeit großer Umbrüche und auch großer Sorgen: Der Wunsch nach einem wahrhaftigen, sinnerfüllten und freien Leben ist berechtigt.

Und die Konfirmation ist der Tag, an dem Gott uns zusagt: Du Menschenkind, sollst diese Wahrheit, diesen Lebenssinn und diese Freiheit finden! Im Glauben.

Im Johannesevangelium finden wir das Wort Christi: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. (Joh. 8,31f.)

Ich habe Ihnen allen, liebe Jubelkonfirmanden, dieses Wort auf Ihre Ehrenurkunden zum heutigen Tag, drucken lassen, und ich möchte dieses Wort Ihnen und Euch allen, die Ihr heute mit uns Gottesdienst feiert, sehr ans Herz – besser gesagt: sehr in’s Herz! – legen. Und ich sage Ihnen auch gerne warum:

Jesus Christus ist der, der die Liebe Gottes mitten in diese Welt und in unsere Zeit gebracht hat und nicht nur mit Worten, Predigten oder dicken Büchern, sondern, indem er die Liebe lebte. In Taten, in Demut und in Gehorsam.

Jesus Christus hat uns die Wahrheit gebracht, die unser ganzes Leben ändert und fortan bestimmen kann: Gott ist die Liebe. Und wer in der Liebe lebt, ist mit Gott verbunden. Und Gott ist mit ihm verbunden. (1. Joh. 4,16)

Alles andere neben dieser Liebe, mag schön sein, mag wichtig sein, mag uns beschäftigen und berühren – aber nichts in unserem Leben sollte eine größere Rolle spielen als diese unendliche Gotteskraft: die Liebe.

Und hier genau an diesem Punkt – in der Liebe in der wir Gott finden, und in der Gott uns begegnet, - erleben wir etwas, was uns eigentlich unlogisch vorkommt:

Wir sind frei, obwohl wir unfrei sind.

Ich möchte Sie – trotz Reformationsjubiläum – verschonen mit den Auseinandersetzungen Erasmus‘ von Rotterdam und Martins Luthers, der wie kein anderer Denker einerseits in so überwältigenden Tönen von der Freiheit und andererseits in so erschreckender Wucht von der Unfreiheit des Menschen geredet hat. Sondern nur dieses sei herausgesiebt für unser eigenes persönliches Glaubensleben:

Wir sind unfrei, ja, weil allein die Umstände und Bedingungen unseres Lebens uns immer wieder hindert oder einschränken, ja wir sind unfrei, weil wir tief in uns drin immer noch Sünder sind, Menschen, die an sich selbst denken, an ihren eigenen Vorteil und dabei Gott gerne auch mal einen guten Mann sein lassen. Ja, Unfreie sind wir. Das ist richtig.

Aber weil wir die Wahrheit erkannt haben: die Wahrheit der unendlichen Liebe Gottes, die uns in Christus begegnet ist, sind wir frei, als Sünder begnadigt zu leben. Frei. Frei von Schuld. Und frei, dem anderen mit genau der Liebe zu begegnen, die uns Christus geschenkt und vorgelebt hat:

Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.            Joh. 8,31f.

Bleibt an diesem Wort, liebe Jubelkonfirmanden und Jubelkonfirmandinnen, bleibt an diesem Wort, liebe Mitchristen und Mitchristen aus unserer Gemeinde, und die ihr heute hier zu Gast seid:

Bleibt an diesem Wort! Denn dann sind wir wahrhaftig Jesu Jünger. Wir werden die Wahrheit immer wieder neu erkennen und die Wahrheit wird uns immer wieder frei machen. Amen.

 

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre Eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn. Amen.

 

Lied nach der Predigt (EG 523,1+5)

Wunschlied der Jubilar*innen

EG 523 Valet will ich dir geben.mp3
MP3-Audiodatei [29.5 MB]

1. Valet will ich dir geben, du arge, falsche Welt; dein sündlich böses Leben durchaus mir nicht gefällt. Im Himmel ist gut wohnen, hinauf steht mein Begier, da wird Gott herrlich lohnen dem, der ihm dient allhier.

5. Schreib meinen Nam aufs beste ins Buch des Lebens ein und bind mein Seel gar feste ins schöne Bündelein der‘, die im Himmel grünen und vor dir leben frei, so will ich ewig rühmen, dass dein Herz treue sei.

Text: Valerius Herberger 1614

Melodie: Melchior Teschner 1614

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde

und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel,

er sitzt zur Rechten Gottes,

des allmächtigen Vaters,

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige, christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten, und das ewige Leben. Amen.

Frage an die Jubiläumskonfirmanden*innen

In Verantwortung gegenüber unserem Glaubensbekenntnis frage ich Euch nun, liebe Jubiläumskonfirmanden und Jubiläumskonfirmandinnen,

Habt Ihr Gott, den Vater, als den Beschützer und Erhalter Eures Lebens erkannt,

und Jesus Christus als den, der Euer Leben immer wieder neu befreit hat,

und seid Ihr weiterhin bereit, Euren Glauben durch die Kraft des Heiligen Geistes fester werden zu lassen und in der Nachfolge Christi und in der Gemeinschaft unserer Kirche zu bleiben, so antwortet:

Ja, mit Gottes Hilfe:

Jubiläumskonfirmanden/innen: Ja, mit Gottes Hilfe!

Segnung der Jubiläumskonfirmanden mit Glockengeläut

So kommt und empfangt als Bestätigung den Segen Gottes:

Goldene Konfirmandin:

Doris Ihl geb. Trumpler

Diamantene Jubilare:

Hartmut Jung, Ingrid Fröhlich geb. Seiler, Karl Heinz Borzel und Ursula Borzel geb. Orlemann, Siglinde Friedrich geb. Jordan, Doris Hesch geb. Dinger, Ulrike Leindecker geb. Thomas und Annemarie Hofmann geb. Bader

 

Eiserne Jubilare:

Marliese Feiling geb. Reinhard und Klaus Wolffgramm

 

Gnadenkonfirmanden*innen:

Brigitte Halbgewachs geb. Spahn, Christel Zinke geb. Reinhardt, Waltraud Hartenbach geb. Mannebach, Elfriede Seitz geb. Eib

 

Kronjuwelenkonfirmandin:
Renate Knierim geb. Becker

Segensformel:
Wie an dem Tag Eurer Konfirmation, so schenkt Gott Euch auch heute und jeden Tag neu seinen Segen:

Gott, der Herr mehre in Euch seinen Heiligen Geist,
Schutz und Schirm vor allem Argen,
Stärke und Hilfe zu allem Guten
durch Jesus Christus, unseren Herrn.
+ Amen.

Vertrauensmusik

Felix Mendelsohn Bartholdy, Engelterzett

Text zum Mitlesen:

Hebe deine Augen auf zu den Bergen, von welchen dir Hilfe, dir Hilfe kommt.
Deine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.
Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen; und der dich behütet, schläft nicht,
der dich behütet, schläft nicht, der schläft nicht.
Hebe deine Augen auf zu den Bergen, von welchen dir Hilfe, dir Hilfe kommt,
den Bergen, von welchen dir Hilfe kommt.

 

Gedenken

Zum Gedenken an unsere Verstorbenen bitte ich Sie, sich von Ihren Plätzen zu erheben.

Wir trauern mit den Freunden um unseren Mitchristen Herrn Reinhold Werner Schmidt, der am 17. September diesen Jahres im Alter von 68 Jahren verstorben ist.

Wir haben uns am 12. Oktober in einer Trauerfeier im Kreise seiner engsten Freunde von ihm verabschiedet, und haben uns trösten lassen mit Worten aus der Apostelgeschichte 17,27: Keinem von uns ist Gott fern.

Wir trauern mit der Familie, mit Freunden und Mitchristen um unsere Mitchristin Johanna Iris Storch, die am 24. September diesen Jahres im Alter von 85 Jahren heimgerufen wurde.

Wir haben ihre Asche am 20. Oktober auf dem Friedhof in Weinsheim in Gottes Erde zurückgelegt, und das Wort aus 1. Joh. 4 über ihr Leben und ihren Tod strahlen lassen: Gott ist Liebe. Und wer in der Liebe lebt, ist mit Gott verbunden, und Gott ist mit ihm verbunden.

1 Joh 4,16

Wir wollen heute auch an all diejenigen Mitchristen und Mitchristinnen denken, die diesen heutigen Tag nicht mehr mit uns feiern können, sondern bereits in Gottes Liebe ruhen..

Zum Zeichen dafür, dass wir sie nicht vergessen haben, sondern uns ihnen an diesem Tag besonders verbunden wissen, zünden wir für jeden Jahrgang ein Licht auf unserem Altar an.

In den dunklen Stunden
tröstet uns Dein Wort,
du heilst alle Wunden,
segnest fort und fort.

Auf den weiten Wegen
führt uns Deine Hand
schenkst uns Deinen Segen,
der die Ängste bannt.

In den Einsamkeiten
stehst Du uns zur Seit‘
führst und durch die Zeiten
hin zur Ewigkeit

Lieber Vater im Himmel,

Herr, mache unsere Herzen fest, dass wir nicht bitter werden, wenn uns Menschen zu früh genommen werden, oder nach schwerem langen Leiden. Erhalte uns das Vertrauen und die Zuversicht in Deine Kraft.

Wir bitten Dich für alle, um die wir heute trauern: Lass an ihnen wahr werden, was sie glaubten, und worauf wir vertrauen: Deine lebenschaffende Kraft und Deine unendliche Liebe ist stärker die Macht des Todes. Amen.

Friedrichs Flötenkreis spielt zum Andenken an unsere Verstorbenen nun von Franz Schubert das dreimal Heilig.

Musik zum Totengedenken

Franz Schubert, Heilig Heilig Heilig

Abendmahlsfeier

Präfation

Wahrhaft würdig und recht ist es, dass wir dir danken und dich preisen, wahrhaftiger Gott.

Du hast Himmel und Erde geschaffen. Alles Leben dieser Welt. Du erhältst und trägst unser Leben jeden Tag. Dein Heiliger Geist macht uns fähig zur Liebe und stark im Glauben.

Darum preisen und loben wir dich und stimmen ein mit der ganzen Kreatur in den Lobgesang deiner Herrlichkeit: Heilig, heilig, heilig.

Heilig, heilig, 185.3

Wir sprechen gemeinsam:

Heilig, heilig, heilig, ist Gott, der Herre Zebaoth,
alle Lande sind seiner Ehre voll.
Hosianna in der Höhe.
Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herren.
Hosianna in der Höhe.

 

Einsetzungsworte

Unser Herr Jesus Christus in der Nacht, da er verraten wurde, nahm er das Brot, dankte, brach's, gab's seinen Jüngern und sprach: Nehmet hin und esset, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis.

Ebenso nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte, gab ihnen den und sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus. Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch und für viele vergossen ist zur Vergebung aller eurer Sünden. Solches tut, sooft ihr’s trinket zu meinem Gedächtnis.

Deinen Tod, o Herr, verkündigen wir, Deine Auferstehung preisen wir, bis Du kommst in Herrlichkeit. Amen.

Vaterunser

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel,

so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Christe, du Lamm Gottes, 190.2

Wir sprechen gemeinsam:

Christe, du Lamm Gottes,
der du trägst die Sünd der Welt,
erbarm dich unser.
Christe, du Lamm Gottes,
der du trägst die Sünd der Welt,
erbarm dich unser.
Christe, du Lamm Gottes,
der du trägst die Sünd der Welt,
gib uns deinen Frieden.
Amen.

Austeilung

Bitte nehmen Sie nun die Hostie zu sich.

Nimm hin und iss, das ist der Leib Christi, für Dich gebrochen zur Vergebung aller Deiner Sünden. Solches stärke und bewahre Dich durch den rechten einigen Glauben zu ewigen Leben. Amen.

Bitte trinken Sie nun aus dem kleinen Kelch.

Nimm hin und trink, das ist das Neue Testament in Christi Blut, dass für Dich und für viele vergossen ist zur Vergebung aller Deiner Sünden. Solches stärke und bewahre Dich durch den rechten einigen Glauben zu ewigen Leben. Amen.

Lasst uns am Bekenntnis der Hoffnung festhalten und nicht wanken; denn treu ist der, der uns berufen hat. (Hebr 13,8)

Geht hin im Frieden des Herrn.

Dankgebet / Fürbittengebet

Danket, danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewig.

Barmherziger Gott, wir danken dir für das Geschenk deines Abendmahls. Im Brot und im Wein hast du uns sehen und schmecken lassen, wie wichtig wir dir sind und wie gut du es mit uns meinst.

Wir danken dir, Gott, für alles, was wir dir zu verdanken haben: für unser Leben und unser Zuhause, für die Menschen, die uns lieben, und für die Menschen, die wir lieben dürfen.

Barmherziger Gott, wir bitten dich heute für unsere Jubiläumskonfirmanden und -konfirmandinnen: Begleite sie auch weiterhin mit deinem Segen und deiner Kraft. Schenke ihnen Lebensglück und Lebensfreude und sei ihnen nahe, wenn sie durch schwere Zeiten gehen müssen. Stärke ihren Glauben und lohne ihnen alles, was sie in christlicher Nächstenliebe für andere tun.

Wir bitten dich für alle Jahrgangskameraden und Jahrgangskameradinnen, die heute aus gesundheitlichen Gründen an unserem Festgottesdienst nicht haben teilnehmen können. Erfülle sie dort, wo sie jetzt gerade sind und an uns denken, mit der Wärme Deiner Liebe, mit der Kraft der Hoffnung und mit der Unerschütterlichkeit des Glaubens.

Uns allen, lieber Vater, die wir dich liebhaben und täglich versuchen, nach deinem Willen und in der Nachfolge Christi zu leben, schenke Kraft und Durchhaltevermögen, dass unser Glaube stark bleibt und unsere Liebe unerschütterlich. Amen.

Schlusslied             

Wunschlied der Jubilar*innen

1. Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Refrain:
Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

5. Lass warm und hell die Kerzen heute flammen, die du in unsre Dunkelheit gebracht, führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen. Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Refrain:
Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

6. Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet, so lass uns hören jenen vollen Klang der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet, all deiner Kinder hohen Lobgesang.

Refrain:
Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Text: Dietrich Bonhoeffer (1944) 1945/1951

Melodie und Satz: Otto Abel 1959

Abkündigungen

Wir erbitten am Ausgang Ihr Opfer. Die Kollekte dieses Festgottesdienstes ist bestimmt für unsere Friedrichsgemeinde, die ihre vielfältigen Aufgaben nur dank der Unterstützung spendenfreudiger und tatkräftiger Mitchristen erfüllen kann.

Wir danken von Herzen

  • unserer Organistin Dr. Sandra Ehses und den Flötisten*innen von Friedrichs Flötenkreis für die festliche-musikalische Gestaltung dieses Gottesdienstes.
  • unserer Küsterin und Gemeindesekretärin Angelika Huber für das liebevolle Schmücken der Kirche, die Vorbereitung des Abendmahls und die Gestaltung der Ehrenurkunden
  • den Jubelkonfirmanden für die Zuverfügung-Stellung ihrer Konfirmationsfotos
  • unserem Kirchenvorstand für die Mitwirkung in der Liturgie und bei der Durchführung der Corona-Schutz-Maßnahmen

Segen

Der Herr segne Euch und behüte Euch.
Der Herr lasse sein Angesicht über Euch leuchten
und sei Euch gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf Euch
und schenke Euch Frieden.

Gemeinde: Amen. Amen. Amen.

Orgelmusik

zum Auszug der Jubilare mit Kirchenvorstand

 

Alexandre Guilmant (1837-1911): "Valet will ich dir geben" (über ein Thema der Ouvertüre zu Saul von Händel) - Prélude-Choral Nr. 2 ohne opus

Wenn Sie die Arbeit in unserer Gemeinde mit einer Spende unterstützen möchten, können Sie das gerne tun:

IBAN: DE64 5535 0010 0000 0148 87
BIC: MALADE51WOR
Sparkasse Worms-Alzey-Ried

Wir freuen uns über jede Gabe.
Ab 50 € stellen wir gerne auch eine Spendebescheinigung aus.

 

Unseren nächsten Online/Präsenzgottesdienst feiern wir am Sonntag, 31. Oktober 2021 um 18 Uhr: unseren meditativen Abendgottesdienst.

 

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