Evangelische Friedrichsgemeinde Worms
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Gottesdienst am Sonntag Reminiscere, 13. März 2022

In diesem Gottesdienst feiern wir miteinander das Abendmahl.

Bitte stellen Sie sich ein Glas Wein oder Traubensaft zurecht und legen Sie ein Stückchen Brot dazu.

 

Im Laufe des Gottesdienstes folgt die Einladung, Brot und Wein miteinander und in der Gemeinschaft mit Christus zu sich zu nehmen.

Orgelvorspiel

Bach, Largo cantabile.mp3
MP3-Audiodatei [6.2 MB]

Begrüssung

Herzlich Willkommen zum Lesegottesdienst unserer Friedrichsgemeinde.

In diesen Tagen der Sorge gibt es einen besonderen Grund, den Weg in die Stille und in die Andacht zu finden.

Nicht nur die Stille, die man hier findet.

Nicht nur die Nähe Gottes, die man hier fühlen kann.

Zur Zeit führt uns sicher auch unsere Angst und unsere Unsicherheit in die Nähe Gottes.

Seit zwei Jahren wütet die Coronapandemie unter uns, und wir fürchten uns.

Seit wenigen Wochen tobt der Krieg in der Ukraine, und wir fürchten uns vor dessen Folgen.

All das hat hier seinen Raum. All das können und dürfen Sie heute und hier vor Gott bringen.

Wir beginnen mit dem ersten Lied 430, die ersten beiden Strophen.

Eingangslied

EG 430,1+2: Gib Frieden, Herr, gib Frieden

1. Gib Frieden, Herr, gib Frieden,
die Welt nimmt schlimmen Lauf.
Recht wird durch Macht entschieden,
wer lügt, liegt obenauf.
Das Unrecht geht im Schwange,
wer stark ist, der gewinnt.
Wir rufen: Herr, wie lange?
Hilf uns, die friedlos sind.

2. Gib Frieden, Herr, wir bitten!
Die Erde wartet sehr.
Es wird so viel gelitten,
die Furcht wächst mehr und mehr.
Die Horizonte grollen,
der Glaube spinnt sich ein.
Hilf, wenn wir weichen wollen,
und lass uns nicht allein.

Eingangsvotum         

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Bitte sprechen Sie die Antworten bei den Responsorien.
Gem.: Amen.

Salutatio                    

Der Herr sei mit Euch!

Gem.: Und mit Deinem Geiste!

Eingangspsalm             

EG 713 = Psalm 25

Wenn Sie diesen Gottesdienst zu zweit feiern, können Sie sich beim Beten dieses Psalmes abwechseln:

 

Nach dir, Herr, verlanget mich.

Mein Gott, ich hoffe auf dich;

     lass mich nicht zuschanden werden.

     Denn keiner wird zuschanden, der auf dich harret.

Herr, zeige mir deine Wege

und lehre mich deine Steige!

     Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich!

     Denn du bist der Gott, der mir hilft; täglich harre ich auf dich.

Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte,

die von Ewigkeit her gewesen sind.

     Der Herr ist gut und gerecht,

     darum weist er Sündern den Weg.

Die Wege des Herrn sind lauter Güte und Treue

für alle, die seinen Bund und seine Gebote halten.

     Um deines Namens willen, Herr,

     vergib mir meine Schuld, die so groß ist!

Der Herr ist denen Freund, die ihn fürchten;

und seinen Bund läßt er sie wissen.

     Meine Augen sehen stets auf den Herrn;

     denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen.

Wende dich zu mir und sei mir gnädig;

denn ich bin einsam und elend.

     Die Angst meines Herzens ist groß;

     führe mich aus meinen Nöten!

Sieh an meinen Jammer und mein Elend

und vergib mir alle meine Sünden!

     Bewahre meine Seele und errette mich;

     lass mich nicht zuschanden werden, denn ich traue auf dich!

Kommt, lasst uns loben und anbeten!

Gem.: Ehr sei dem Vater und dem Sohn ...

Kollektengebet                                 

Wir wollen beten.

Gott, was wir auch tun oder lassen, du findest darin einen Grund zur Barmherzigkeit. Du beharrst nicht auf deinem Recht, du sprichst uns frei, du nimmst uns an – alles ist möglich bei dir.

Gib uns die Kraft des Geistes, dir nachzufolgen, mach uns barmherzig einer für den andern. Dann wird die Welt erfahren, wer du bist: ganz und gar Liebe, unser Vater.

Nimm uns mit dir in die fruchtbare Stille. Sprich weiter zu uns, bis wir dich hören und verstehen und in allen Menschen und Dingen wieder deine Botschaft erkennen durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Gem.: Amen.

Schriftlesung

Römer 5,1-5(6-11)

Friede mit Gott

Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus.

Durch ihn haben wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit, die Gott geben wird.

Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt,

Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung,

Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Amen.
Gem.: Amen.

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott den Vater,

den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde

und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel,

er sitzt zur Rechten Gottes,

des allmächtigen Vaters,

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige, christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten,

und das ewige Leben. Amen.

Wochenlied     

EG 97,1-3: Holz auf Jesu Schulter

1. Holz auf Jesu Schulter,
von der Welt verflucht,
ward zum Baum des Lebens
und bringt gute Frucht.
Kyrie eleison,
sieh, wohin wir gehn.
Ruf uns aus den Toten,
lass uns auferstehn.


2. Wollen wir Gott bitten,
dass auf unsrer Fahrt
Friede unsre Herzen
und die Welt bewahrt.
Kyrie eleison,
sieh, wohin wir gehn.
Ruf uns aus den Toten,
lass uns auferstehn.


3. Denn die Erde klagt uns
an bei Tag und Nacht.
Doch der Himmel sagt uns:
Alles ist vollbracht!
Kyrie eleison,
sieh, wohin wir gehn.
Ruf uns aus den Toten,
lass uns auferstehn.

Predigt                       

über Matthäus 26,36-46

„Narren hasten, Kluge warten, Weise gehen in den Garten.“ Der indische Dichter und Philosoph Tagore soll dies einmal gesagt haben.

Und er hatte recht. Ein blühender Garten wirkt wohltuend und belebend auf Leib und Seele. Wenn im März nach den langen, dunklen Wintertagen die Gartensaison beginnt, spüre ich jedes Mal etwas von Aufbruchsstimmung und Leichtigkeit in mir. Endlich darf zwischen Stauden und Sträuchern wieder gegraben, geschnitten und aufgeräumt werden.

Winterlinge und Schneeglöckchen haben schon im Februar erste Farbtupfer gesetzt, nun drängen die Hyazinthen, Krokusse, Narzissen und Anemonen hervor.

Der Garten, in den ich Sie heute führen möchte, weckt allerdings eher gegenteilige Empfindungen. Ich spreche vom Garten Gethsemane, in dem Jesus nach biblischer Überlieferung unmittelbar vor seiner Verhaftung gebetet hat. Acht uralte, knorrige Olivenbäume geben dem Garten am Fuße des Jerusalemer Ölbergs bis heute sein besonderes Gepräge; sie gelten als direkte Nachkömmlinge derjenigen Bäume, die zur Zeit Jesu hier standen.

Beklemmend ist das Geschehen, an das uns der Garten Getsemane erinnert. Der Evangelist Matthäus schildert die Szene wie folgt:

Gustave Merau Getsemane

Da kam Jesus mit ihnen zu einem Garten, der hieß Gethsemane, und sprach zu den Jüngern: Setzt euch hierher, solange ich dorthin gehe und bete.

Und er nahm mit sich Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus und fing an zu trauern und zu zagen.

Da sprach Jesus zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wachet mit mir!

Und er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist’s möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst!

Und er kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Konntet ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen? Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.

Zum zweiten Mal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist’s nicht möglich, dass dieser Kelch vorübergehe, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille! Und er kam und fand sie abermals schlafend, und ihre Augen waren voller Schlaf. Und er ließ sie und ging wieder hin und betete zum dritten Mal und redete abermals dieselben Worte.

Dann kam er zu den Jüngern und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr weiter schlafen und ruhen? Siehe, die Stunde ist da, dass der Menschensohn in die Hände der Sünder überantwortet wird. Steht auf, lasst uns gehen! Siehe, er ist da, der mich verrät.

Den Garten Eden stelle ich mir als einen hellen freundlichen Ort vor, voller Blumen, Farben, Gerüche und Früchten an allen Bäumen und Sträuchern.

 

Im Garten Eden, dem Urbild der Schöpfung, schläft Adam ein. Als er aufwacht, ist er nicht mehr allein. Gemeinsam gehen sie fortan durchs Leben, durch dick und dünn.

 

Dort im Paradies am helllichten Tag haben sich die Menschen erstmals gegen Gottes Gebote entschieden. Adam und Eva wollten ihre Möglichkeiten ausprobieren, vertrauten ihrer Urteilsfähigkeit mehr als Gottes Fürsorge.

 

Sie begaben sich auf den Weg der Sünde, der Gottesferne. Gott befragte sie und sie wichen seiner Frage aus. Sie übernahmen keine Verantwortung für ihr Handeln. Dort an diesem herrlichen Ort passierte eine folgenschwere Tat und es gab keine Entschuldigung. Dadurch mussten sie die unmittelbare Nähe Gottes verlassen.

Ganz anders in Gethsemane. Ich stelle ihn mir kühl, dunkel vor. Alte knorrige Olivenbäume in blassem Grün. Es ist Abend, oder ist es schon Nacht?

 

Hier stellt Jesus, der Mensch ohne Sünde, die Fragen und Gott antwortet nicht.

 

Hier beschränkt ein Mensch seine Möglichkeiten (Nicht wie ich will, sondern wie du willst!) und vertraut sich ganz der Fürsorge Gottes an.

 

Hier beschränkt Jesus seine eigene Urteilsfähigkeit (Mein Vater, ist‘s möglich …) und begibt sich in Gottes Arme.

 

Er weicht nicht aus und übernimmt die Verantwortung, auch für das, was er nicht verschuldet hat.


Hier fallen die Menschen um Jesus in den Schlaf. Als sie aufwachen, stellen sie fest, dass sie Jesus allein gelassen haben, keine Spur mehr vom gemeinsamen „durch dick und dünn gehen“.

 

Und Judas? Auch er hatte mal versprochen, mit Jesus "durch dück und dünn" zu gehen.
Dann aber kam dieser Kuss - nicht der Kuss der Freundschaft, sondern ein Kuss des Verrats.

 

Es klingt, als würde etwas von der Entscheidung damals im Garten Eden nach Gethsemane hinüberschallen: „Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.“

 

Was in Eden begann schiefzulaufen, wird in Gethsemane gerade gerückt. Der Raum verbindet die Zeit des Ursprungs mit der Zukunft. In Gethsemane wird eine Entscheidung getroffen, die Jesu Leben verändert, aber auch das Leben der Menschheit insgesamt. „Mein Vater, ist‘s nicht möglich, dass dieser Kelch vorübergehe, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille!“

Eden – Gethsemane – das Reich Gottes: eine Verbindung über alle Zeiten. Eine Verbindung von Anfang und Ende. Von Paradies und Kreuzestod.

 

Ich bin davon überzeugt, dass Matthäus, Markus und Lukas nicht unbedacht das Gebet Jesu in einen Garten verlegt haben. In einen Raum, der sonst im ganzen Evangelium nicht vorkommt.

 

Sie wollten genau diese Verbindung herstellen, die wir heute erkannt haben: Die Verbindung der sündigen Menschen Adam und Eva im Garten Eden - zu dem sündlosen einsamen Jesus in Getsemane.

Und das beinhaltet für uns als glaubende Christen eine ganz wunderbare und tröstliche Botschaft:

 

Weil uns vergeben ist durch den weinenden Christus im Garten Getsemane, werden wir am Ende unserer Tage wieder durch das Tor des Todes in den Garten Eden gehen dürfen und dort leben in der Geborgenheit Gottes. Amen.

 

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft bewahre Eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn. Amen.

Lied nach der Predigt

EG 97,4-6: Wollen wir Gott loben
(Melodie siehe oben vor der Predigt)

4. Wollen wir Gott loben,
leben aus dem Licht.
Streng ist seine Güte,
gnädig sein Gericht.
Kyrie eleison,
sieh, wohin wir gehn.
Ruf uns aus den Toten,
lass uns auferstehn.


5. Denn die Erde jagt uns
auf den Abgrund zu.
Doch der Himmel fragt uns:
Warum zweifelst du?
Kyrie eleison,
sieh, wohin wir gehn.
Ruf uns aus den Toten,
lass uns auferstehn.

 

6. Hart auf deiner Schulter
lag das Kreuz, o Herr,
ward zum Baum des Lebens,
ist von Früchten schwer.
Kyrie eleison,
sieh, wohin wir gehn.
Ruf uns aus den Toten,
lass uns auferstehn.

Einladung zum Abendmahl

Heute sind wir eingeladen, das Abendmahl miteinander und mit unserem Herrn Christus zu feiern. Wir wollen uns in Gesang und Gebet vorbereiten auf das Mahl des Herrn.

Bitte sprechen Sie bei den Responsorien den Text der Antworten.

Der Herr sei mit Euch!

Gem.: und mit deinem Geiste

Erhebet Eure Herzen!

Gem.: Wir erheben sie zum Herren

Lasset uns Dank sagen dem Herrn unserm Gotte!
Gem.: Das ist würdig und recht!

Praefation

Wahrhaft würdig und recht ist es, dass wir Dir danken und Dich preisen, wahrhaftiger Gott.

Wer nach Dir fragt, den lädst Du ein.

Wer Dir nichts zu bieten hat, dem deckst Du den Tisch;

Wer mit leeren Händen Kommt, der geht reicht und beschenkt wieder nach Hause.

Brot und Wein – mehr braucht es dafür nicht.

Dafür danken wir Dir und wir stimmen ein mit der ganzen Kreatur in den Lobgesang deiner Herrlichkeit:

 

Gem.: Heilig, heilig, heilig ist der Herre Zebaoth. Alle Lande sind seiner Ehre voll. Hosianna in der Höhe!

Gelobet sei der da kommt im Namen des Herrn. Hosianna in der Höhe.

Abendmahlsgebet

Barmherziger Vater, wir danken Dir, dass Du uns heute in Deiner Kirche versammelt hast. Du hast uns mit Deinem Wort Mut gemacht und nun schenkst Du uns neue Kraft durch Brot und Wein.

Sei mitten unter uns, wenn wir miteinander feiern. Lass Zorn und Unruhe in uns verstummen, und schenke uns Liebe untereinander, Verständnis für einander und Frieden. Amen.

Vaterunser

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel,

so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Einsetzungsworte

Unser Herr Jesus Christus in der Nacht, da er verraten wurde, nahm er das Brot, dankte, brach's, gab's seinen Jüngern und sprach: Nehmet hin und esset, das ist mein Leib, der für Euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis.

Ebenso nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte, gab ihnen den und sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus. Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für Euch und für viele vergossen ist zur Vergebung aller Eurer Sünden. Solches tut, sooft ihr's trinket zu meinem Gedächtnis.

Deinen Tod, o Herr, verkündigen wir, Deine Auferstehung preisen wir, bis Du kommst in Herrlichkeit. Amen.

Gem.: Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd' der Welt, erbarm dich unser.

Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd' der Welt, erbarm dich unser.

Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd' der Welt, gib uns deinen Frieden. Amen.

Einladung

Nehmt und esst vom Brot des Lebens.
Essen Sie nun das Stück Brot, das Sie zurecht gelegt haben.

Nehmt und trinkt vom Kelch des Heils.
Trinken Sie nun den Wein/Traubensaft, den Sie zurecht gestellt haben.

 

Sendungsspruch

Zieht aus mit Glück, kämpft für Wahrheit und Recht und Frieden!

Psalm 45,5

Gehet hin im Frieden des Herrn. Amen.

 

Lied nach dem Abendmahl

EG 320,1+6: Nun lasst uns Gott dem Herren

Nun lasst uns Gott, dem Herren.mp3
MP3-Audiodatei [772.7 KB]

1. Nun lasst uns Gott dem Herren
Dank sagen und ihn ehren
für alle seine Gaben,
die wir empfangen haben.

 

6. Durch ihn ist uns vergeben
die Sünd, geschenkt das Leben.
Im Himmel solln wir haben,
o Gott, wie große Gaben!

Totengedenken                         

Zum Gedenken an ein verstorbenes Gemeindeglied wollen wir uns von unseren Plätzen erheben:

Wir trauern mit den Angehörigen um unseren Mitchristen Hans Leidig, der am 4. März 2022 im Alter von 89 Jahren in die Geborgenheit Gottes aufgenommen wurde.

Wir haben ihn am Donnerstag, 10. März 2022 auf der Hochheimer Höhe bestattet mit den verheißungsvollen Worten aus Jes 40,31:

Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.

 

Lasst uns beten:
Barmherziger Vater, im Vertrauen auf Dich legen wir das Leben von Hans Leidig in Deine Hände zurück. Von Dir ist er gekommen, hat das Leben seiner Familie und seiner Freunde mit Liebe, Zuverlässigkeit und Humor beschenkt, und nun ist er zu Dir zurückgekehrt.

Wir bitten Dich: Erfülle an ihm Deine Verheißung und schenke ihr das ewige Leben in Deiner Geborgenheit.

Stehe den Angehörigen bei. Tröste sie, schenke ihnen Kraft und wandle den Schmerz der Trennung in dankbare und liebevolle Erinnerung, die ihnen nicht mehr weh tut. Amen.

Lied zum Totengedenken

EG 406,1+5: Bei dir, Jesu, will ich bleiben

1. Bei dir, Jesu, will ich bleiben,
stets in deinem Dienste stehn;
nichts soll mich von dir vertreiben,
will auf deinen Wegen gehn.
Du bist meines Lebens Leben,
meiner Seele Trieb und Kraft,
wie der Weinstock seinen Reben
zuströmt Kraft und Lebenssaft.

5. Bleib mir nah auf dieser Erden,
bleib auch, wenn mein Tag sich neigt,
wenn es nun will Abend werden
und die Nacht herniedersteigt.
Lege segnend dann die Hände
mir aufs müde, schwache Haupt,
sprich: »Mein Kind, hier geht's zu Ende;
aber dort lebt, wer hier glaubt.«

 

Fürbittengebet           

Gütiger Gott,
wir sind uns sicher, dass Du uns nicht den Rücken zugewandt hast. Sondern dass Du mit uns leidest und mit uns bangst um Deine Menschheit und Deine Schöpfung.

Wir bringen heute vor Dich die Angst der Menschen vor dem Virus Covid-19.

Wir bitten Dich für alle gesunden Menschen, dass sie vorsichtig und besonnen bleiben.

Wir bitten Dich für diejenigen, die an Corona erkrankt sind und an den Folgen leiden. Stärke sie und lass sie bald wieder gesunden.

Wir bitten Dich für alle, die an Corona gestorben sind. Schenke ihnen ein neues, ein ewiges Leben in Deiner Herrlichkeit.

Wir bitten Dich für alle Ärzte und Ärztinnen, für das Pflegepersonal und die Rettungssanitäter, die ihre eigene Gesundheit riskieren, um Erkrankten beizustehen. Erhalte ihnen alle ihre Kraft und ihre Gesundheit und lohne ihnen all ihren Einsatz für die Menschlichkeit.

Und in der Stille wollen wir vor Gott bringen, was uns persönlich bewegt.

Stille

 

Lieber Vater, wir bitten Dich: Erhöre unsere Gebete. Amen.

 

Kennen Sie Dmitri Stepanowitsch Bortnjanski – vom Namen her vielleicht nicht. Aber sie kennen eine ganz berühmte Komposition von ihm „Ich bete an die Macht der Liebe“.

Dieser Komponist nannte sich selbst ukrainisch-russisch – lebte also in beiden Staaten, in denen zur Zeit dieser unselige und ungleich Krieg wütet. Und er hat „Tebe poem“ komponiert, eine Friedensbitte. Der Text ist Kirchenslawisch – wird also in beiden Ländern gesungen.

Ich möchte Sie bitten, dass wir miteinander dieses Flehen um den Frieden des russisch-urkainischen Komponisten Dmitri Stepanowitsch Bortnjanski miteinander singen.


Einmal in Kirchenslawisch und einmal in Deutsch. Sie finden das Lied im EGplus unter der Nummer +141.

Schlusslied                                               

EG +141: Tebe poem / O Herr, gib Frieden

Tebe poem.mp3
MP3-Audiodatei [3.4 MB]

O Herr, gib Frieden.

O Herr, gib Frieden.

Den Frieden dieser Welt,

steh uns bei.

Wir bitten dich: Erhöre uns.

Wir bitten dich: Erhöre uns.

Wir bitten dich: Erhöre uns,

steh uns bei.

Herr, Du unser großer Gott.

 

Tebe poem
Tebe blagoslovim
Tebe blagodarim, Gospodi!
I molim Ti sia, Bozhe nash.

I molim Ti sia, Bozhe nash.

I molim Ti sia, Bozhe nash, Gospodi!

Molim Ti sia, Bozhe nash.

(Kirchenslawisch)

Wir laden ein zum nächsten Gottesdienst:

Am 27. März um 18 Uhr in der Friedrichskirche mit Pfrn. Zager.
Dieser Gottesdienst wird auch wieder als Lesegottesdienst hier im Internet zur Verfügung gestellt.

Ab sofort findet in unserer Friedrichskirche jeden Dienstag ein Friedensgebet statt.

Ab 12 Uhr ist unsere Kirche geöffnet. Und nachdem das Friedensgeläut verklungen ist, laden wir ein zu meditativen Klängen, nachdenklichen Texten und zum stillen Gebet. Das Friedensgebet dauert etwa 20 bis 30 Minuten.

Die Meditations-Andacht „Klang & Stille“ trifft sich das nächste Mal am 21. März um 18.30 Uhr hier in der Kirche.

Segen           

Geht hin unter dem Segen des Herrn:

Der Herr segne Euch und behüte Euch.

Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über Euch und sei Euch gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht über Euch und gebe Euch Frieden +.

Gem.: Amen. Amen. Amen.

Nachspiel

Bleibet Hier Vollversion.mp3
MP3-Audiodatei [6.1 MB]
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